Frauenfußball-WM 2011

„Wir sind Frauenfußball“

Königin Fußball

Königin Fußball

30. Oktober 2007 Es gibt „ein Wiedersehen bei Freunden“: nach der Männer-WM 2006 wird die Fußball-WM der Frauen im Jahr 2011 zum ersten Mal in Deutschland stattfinden. Stimmen zum „neuen Sommermärchen“ bei FAZ.NET.

Silvia Neid (Bundestrainerin): „Ich freue mich sehr, dass wir den Zuschlag erhalten haben. Eine Weltmeisterschaft im eigenen Land bestreiten zu dürfen, ist eine einmalige Angelegenheit. Ich hat von Anfang an ein gutes Bauchgefühl. Wir haben eine sehr gute Bewerbung abgegeben und schon damit gezeigt, wie professionell wir diese WM angehen. Dieses Turnier bietet die Chance, einmal mehr Werbung für den Frauenfußball zu machen, unseren Sport national und international weiter voran zu bringen. Dieser Herausforderung sind wir uns bewusst, wir wissen, dass viel Arbeit vor uns liegt, aber wir stellen uns ihr gerne. Die Mannschaft wird sich gleich treffen und vielleicht werden wir auch ein bisschen singen. Groß feiern geht allerdings nicht, denn wir müssen uns auf das nächste Spiel vorbereiten.“

Die WM kommt nach Deutschland

Die WM kommt nach Deutschland

Birgit Prinz (Welt-Fußballerin): „Ich freue mich auf die WM 2011. Ich denke, dass es für alle Mannschaften, die teilnehmen, ein tolles Ereignis wird. Wir werden sicher eine gute Stimmung in Deutschland haben. Danke auch noch mal an Kanada.“

Fatmire Bajramaj (Fußball-Weltmeisterin): „Wir werden Sie nicht enttäuschen. Wie immer sind Sie zu Gast bei Freunden.“

Nadine Angerer (Nationaltorhüterin): „Jetzt wird Frauenfußball bis 2011 ständig ein Thema sein. Eine WM ist ja nicht nur ein Vier-Wochen-Event. Vielmehr werden wir viel zusätzliche Gelegenheiten haben, für unseren Sport zu werben.“

Theo Zwanziger (DFB-Präsident): „Natürlich sind wir sehr stolz und dankbar für diese Auszeichnung, nach der Männer-WM 2006 bereits im Jahr 2011 die Frauen-WM ausrichten zu dürfen. Es ist eine ganz große Ehre für uns. Deutschland, das Land, die Menschen, die Regierung, der DFB freuen sich auf diese Aufgabe. Frauen-Fußball ist eine riesige Entwicklungschance rund um den Erdball. Fußball ist endlich auch für die Mädchen da. Wir versprechen Ihnen, nicht die WM 2006 nachzuahmen, das geht nicht. Wir versuchen, eine Weltmeisterschaft aufzubauen, die von Fairplay, Anerkennung und Respekt geprägt ist. Heute sind wir der Sieger, aber am Ende werden wir alle Sieger sein.“

Franz Beckenbauer (Mitglied des Fifa-Exekutivkomitees): „Ich freue mich, das ist doch klar. Ich habe meinen Teil dazu beigetragen, aber das ist ja auch meine Aufgabe im Exekutivkomitee. Ich weiß nicht, ob es das gleiche Sommermärchen wie 2006 geben wird. Aber der Frauenfußball wird sicher populärer werden.“

Wolfgang Niersbach (DFB-Generalsekretär): „Der Schlüssel für den Zuschlag war sicher das Abkommen mit Frankreich. Die Entscheidung, ob es 2011 24 oder 16 WM-Teilnehmer geben wird, steht noch aus. Der Trend geht aber zu 16 Mannschaften. Dafür würden sechs Stadien reichen. Auch im Exekutivkomitee wurde das Abstimmungsergebnis nicht bekannt gegeben.“

Fußballfrauen Krahn und Angerer: Resonanzboden bei den Medien

Fußballfrauen Krahn und Angerer: Resonanzboden bei den Medien

Ursula von der Leyen (Familienministerin): „Das ist eine großartige Chance für ein begeistertes Frauenfußball-Land wie Deutschland. 2011 werden wieder Freunde zu Gast sein. Das wird Rückenwind für die ganze Welt geben.“

Angela Merkel (Bundeskanzlerin): „Ich gratuliere dem DFB, dass es gelungen ist, die WM 2011 nach Deutschland zu holen. Dies wird eine weitere hervorragende Gelegenheit sein, mit Freunden aus aller Welt ein herrliches Fußball-Fest in Deutschland zu feiern. Ganz besonders freue ich mich auch für unsere frisch gekürten Fußball-Weltmeisterinnen. Ihre sportlich außergewöhnlichen Leistungen werden dadurch eine glanzvolle Bühne vor heimischem Publikum erhalten.“

Birgit Prinz: “Danke auch an Kanada“

Birgit Prinz: "Danke auch an Kanada"

Horst Köhler (Bundespräsident): „Mit großer Freude habe ich vom Erfolg der Bewerbung des Deutschen Fußball-Bundes um die Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft der Frauen 2011 erfahren. Die Entscheidung der Fifa ist ein ermutigender Vertrauensbeweis für den Deutschen Fußball-Bund und eine großartige Nachricht für die ungezählten Fans und Aktiven des Frauenfußballs in unserem Land. Ich bin sicher, dass wir Deutsche auch 2011 wieder gute Gastgeber für ein großes Fest des Fußballs und der Freundschaft sein werden.“

Frank-Walter Steinmeier (Bundesaußenminister): „Dies bestätigt und festigt den Ruf Deutschlands als große und sympathische Fußballnation. Ich bin überzeugt, dass sich unser Land mit seiner Fußballbegeisterung, den wertvollen Erfahrungen der Weltmeisterschaft 2006 und nicht zuletzt auch mit seiner hervorragenden Infrastruktur in vier Jahren erneut als Gastgeber präsentieren wird, der Fußballfans aus aller Welt zu begeistern weiß. Bei der Vorbereitung und Durchführung dieses sportlichen Großereignisses kann der Deutsche Fußball-Bund auf die volle Unterstützung des Auswärtigen Amts zählen.“

Siegfried Dietrich (Manager 1. FFC Frankfurt): „Die Ausrichtung der WM 2011 im eigenen Land wird den Frauenfußball in eine neue Dimension führen. Mit der Vergabe der Ausrichtung der WM 2011 an Deutschland hat sich die Fifa für das Land entschieden, das nicht nur eine erstklassige Bewerbung und durch die WM 2006 die perfekte Infrastruktur präsentieren konnte, sondern im Zuge der WM-Erfolge 2003 und 2007 sowie durch das großartige Engagement des Deutschen Fußball-Bundes und die wichtige Lobbyarbeit seines Präsidenten Theo Zwanziger eine weltweit richtungweisende Entwicklung im Frauen- und Mädchenfußball vorzuweisen hat.“

Andreas Müller (Manager Schalke 04): „Der Frauenfußball hat hier in Deutschland eine unglaubliche Entwicklung genommen und in der erfolgreichen Verteidigung des Weltmeistertitels einen weiteren Höhepunkt gefunden. Auch ich bin Fan der Frauen-Nationalmannschaft geworden und habe bei der WM mitgefiebert. Mit der WM 2011 in Deutschland wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Ich bin sicher, dass die Frauen-Weltmeisterschaft in Deutschland die kleine Schwester der Männer-WM 2006 werden wird und die Fans ähnlich begeistert.“

Dieter Hoeneß (Manager von Hertha BSC Berlin): „Ich freue mich sehr für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft. Die Entscheidung ist für mich eine logische Konsequenz. Wir haben in der Vergangenheit oft genug bewiesen, dass wir solche Großveranstaltungen organisieren können. Vor allem für die Stadt Berlin freut es mich. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir hier ein ähnliches Spektakel erleben wie bei der Männer-WM vor einem Jahr.“

Peter Danckert (Sportausschuss-Vorsitzender): „Ich gratuliere dem DFB. Ich freue mich, dass Deutschland innerhalb kurzer Zeit die zweite Fußball-Weltmeisterschaft ausrichten darf. Ich gehe davon aus, dass es erneut eine großartige Werbung für diesen Sport sein wird und auch den Frauenfußball voranbringt.“

Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP, ddp, dpa

© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2009.
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte erwerben
Verlagsinformation

Sportverletzung? Sorgen Sie vor - mehr Leistung für weniger Geld. Vergleichen Sie jetzt online die Leistungen verschiedener privater Krankenversicherungen!

Soll Michael Schumacher sein Formel-1-Comeback geben?

Ergebnis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche