05. Mai 2008 Ein erneut stark aufspielender Michael Ballack hat den FC Chelsea im Titelrennen gehalten und Englands Fußball-Fans ein Herzschlagfinale um die Meisterschaft beschert. Ein Kopfball-Tor des Kapitäns der deutschen Nationalmannschaft stellte die Weichen zum 2:0 (0:0)-Erfolg des FC Chelsea im letzten Auswärtsspiel der Saison in der Premier League bei Newcastle United.
Vor den letzten Begegnungen am Sonntag liegt Chelsea punktgleich (84) mit Manchester United an der Tabellenspitze. Manchester hat allerdings das um 17 Treffer bessere Torverhältnis, hatte am Vortag mit 4:1 gegen West Ham United gewonnen. Chelsea erwartet zum Fernduell um die englische Meisterschaft die Bolton Wanderers, Manchester muss bei Wigan Athletic antreten. Die Spiele der beiden Champions-League- Finalisten werden zeitgleich um 16.00 Uhr angepfiffen.
Ballack: ein Tor geschossen, ein Tor vorbereitet
Genau nach einer Stunde Spielzeit erzielte Ballack im St. James' Park das wichtige Führungstor der Gäste per Kopf nach einem Freistoß von Didier Drogba. Für den Kapitän der deutschen Nationalmannschaft war es der achte Treffer in der laufenden Saison in der Premier League.
Florent Malouda sorgte dann für die Entscheidung. Ausgangspunkt beim neuerlichen Torerfolg war Ballack, der im Mittelfeld schnell auf den eingewechselten Frank Lampard spielte, der den Franzosen mustergültig bediente. Vor der Pause hatte Chelsea Glück, dass John Terry nach gut einer halben Stunde auf der Linie klärte.
Abschied bei Arsenal - Lehmann endgültig weg
Bereits am Sonntag hatte Arsene Wenger den deutschen Nationaltorhüter Jens Lehmann zum Musterprofi erklärt ihm zum Ende seiner Karriere beim FC Arsenal ein Abschiedsspiel geschenkt. Es war sein Abschied, ja. Ich wollte ihm zeigen, dass wir ihn für das respektieren, was er für uns geleistet hat, begründete der Coach seine Entscheidung, den 38 Jahre alten Keeper am Sonntag im letzten Premier-League-Heimspiel der Saison in der 69. Minute einzuwechseln.
Lehmann, dessen auslaufender Vertrag von Arsenal nicht verlängert wird, erhielt damit unverhofft die Gelegenheit, seinen Fans im Emirates-Stadion Good bye zu sagen. Er war ein 100-prozentiger Profi, nicht immer ein einfacher Charakter, aber das nimmt man in Kauf, wenn der Kerl tagtäglich Einsatz zeigt, lobte Wenger den Deutschen, dessen Karriere in London damit einen halbwegs versöhnlichen Abschluss fand.
Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: AFP, AP, REUTERS
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