03. Januar 2009 Nach Manager Jan Schindelmeiser hat nun auch Trainer Ralf Rangnick von Fußball-Herbstmeister 1899 Hoffenheim die jüngsten verbalen Attacken von Franz Beckenbauer gekontert. Er wisse nicht, woraus man schließen sollte, Hoffenheim sei größenwahnsinnig geworden, sagte Rangnick in der Bild-Zeitung: Von meiner Seite gibt es keinen Grund zum Größenwahn. Wir sehen uns noch lange nicht dort, wo uns die Bayern vielleicht schon sehen, nämlich auf Augenhöhe. Beckenbauer hatte dem Aufsteiger zuvor beginnenden Größenwahn vorgeworfen. Beckenbauer: Hoffenheim hat beginnenden Größenwahn
Auch Schindelmeiser wies diese Anschuldigungen bereits zurück, entschuldigte sich aber zugleich für seine vorausgegangenen Sticheleien gegen die Münchner. Er hatte bei der Fernseh-Gala zur Wahl der Sportler des Jahres die Hoffenheimer Herbstmeisterschaft den Bayern gewidmet. 1899-Mäzen Dietmar Hopp, den Beckenbauer von seiner Kritik ausgenommen hatte, meldete sich ebenfalls noch einmal zu Wort und verteidigte Rangnick sowie Schindelmeiser. Deren Aussagen seien spaßig gemeint gewesen, im Gegensatz zu denen von Uli Hoeneß. Was er geäußert hat, würde ich auch gerne unter der Kategorie 'Spaß' einstellen, aber das fällt schwer.
Hoffenheim zwischen Höhenluft, Heuchelei und Herbstmeisterschaft
Hoeneß hatte Rangnick nach dem Ligaduell der Rivalen zum Ende der Hinrunde Besserwisserei vorgeworfen und ihm attestiert, dass er es nicht versteht, mit Höhenluft umzugehen. Außerdem warf er dem Aufsteiger Heuchelei vor. In Hoffenheim würde mehr Geld bezahlt als der Klub öffentlich zugeben würde, sagte er.
Unterdessen verpflichtete Hoffenheim Marcel Lucassen als neuen Technik- und Taktiktrainer. Der Niederländer wechselt von Zweitligist MSV Duisburg zum Bundesliga-Spitzenreiter. Nachdem Trainer Peter Neururer beim MSV die Nachfolge von Rudi Bommer angetreten hatte, hatte der neue Coach bereits angedeutet, sich von Lucassen trennen zu wollen.
Text: FAZ.NET mit sid
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