6:5 im Elfmeterschießen

Manchester United gewinnt die Champions League

Spezial Michael Ballack hat den Champions-League-Sieg verpasst. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft musste sich im Finale mit dem FC Chelsea gegen Manchester United mit 5:6 im Elfmeterschießen geschlagen geben. Nach 90 Minuten und der Verlängerung hatte es 1:1 gestanden. Von Peter Heß, Moskau

Lesermeinungen zum Beitrag

22. Mai 2008 14:51

@Benjamin Titzck

Paul Cripps (PaulCripps)

Ich finde es lächerlich in einem so wichtigen Spiel einen Spieler zu beschuldigen, gewinnen zu wollen. Tevez ist Gestern mit Dingen davongekommen, die eigentlich besträft werden müssten, jedoch finde ich es unverständlich ihn deshalb zu kritisiern, dass er Druck auf den Gegner ausübt. Meiner Meinung nach sind die Chelsea Spieler mit ihrer Art immer den Schiedsrichter zu umzingeln und ganz besonders Drogba, der im Laufe seiner Karriere bei Chelsea mir oft dadurch aufgefallen ist, dass er nur meckert und schwalbt, viel schlimmer. Zum Thema Ballack möchte ich sagen, dass er in einer Chelsea-Mannschaft, die (bis auf Peter Cech) komplett unter ihren Möglichkeiten gespielt hat, derjenige war der noch am besten gespielt hat. Ich habe mich gefreut, dass ManU gewonnen hat, da obwohl sie auch viel Geld für Spieler ausgeben haben, die Spieler und der Trainer sich mit dem Verein viel mehr identifizieren. Hätte Chelsea Spieler wie Rio Fredinand, Paul Scholes oder Ryan Giggs, die schon so lange bei dem Verein sind, dann hätte das Spiel vielleicht anders ausgesehen. Von Didier Drogba, der den Verein höchstwahrscheinlich verlässt hat man bis auf einen Pfostenschuss und einer Tätlichkeit nichts gesehen; in einem CL-Finale wirklich erstaunlich.

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22. Mai 2008 14:06

@Felix Oster

Michael Foltin (EG4-R81)

Der Unterschied war, dass Chelsea den Ball hergegeben und Tevez beim Einwurf seine Mitspieler zum Nachsetzen aufgefordert hat. Und das gilt, meiner Meinung nach auch gerechtfertigt, als unsportlich und war der Auslöser der roten Karte und einfach völlig unnötig. Außerdem hätte Tevez durch seine Aktionen längst nicht mehr auf dem Spielfeld stehen dürfen. Für mich war Michael Ballack Chelsea's bester Spieler und besonders in der ersten Halbzeit der einzige Blaue der für einen Sieg Chelsea's gekämpft hat. Welcher Weltklassespieler hat in JEDEM seiner Spiele getroffen, dazu noch als Mittelfeldspieler?

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22. Mai 2008 12:38

@ Felix Oster

J.-R. Müller-Wachtendonk (perello)

Das ist nicht ganz korrekt. Tevez hatte kurz zuvor seinen Gegenspieler am Hals gepackt und niedergerungen, noch dazu im eigenen Strafraum. In der ersten Halbzeit hatte er ebenfalls eine Szene, die zumindest gelbwürdig war. Insofern ist dem Schiedsrichter hier klar anzulasten, dass er beides nicht gesehen hat! Wie Sie ihm da eine gute Note geben können bleibt Ihr Geheimnis. Dass Drogba eigentlich der 5. Elfmeterschütze gewesen wäre, macht dessen Ausraster noch schlimmer. Damit muss er sich selbst auseinandersetzen. Vom Platz hat er gehört, aber das wiegt nicht auf, dass alleine Cole, wie gesagt, dreimal der Ball vom Gegner ins Aus geschossen wurde und jedes Mal auf Abstoß entschieden wurde. Wofür gibt es Linienrichter, wenn die nicht genau hinsehen? Elfmeterschießen ist Lotterie, keine Frage, deshalb ist es auch in Ordnung, dass ManU gewonnen hat. Gewisse Dinge hinterlassen einen faden Beigeschmack. Und ob hier Ballack, der zuletzt in der englischen Presse noch viel, viel deutlicher gelobt wurde, zu Recht oder Unrecht gepriesen wird, ist lächerliches deutsches Spießbürgertum und klingt danach als hätte man vom Jünter N. abgeschrieben.

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22. Mai 2008 12:33

2 angesprochene Themen

Benjamin Titzck (Buuurnz)

Zum letzten Beitrag möchte ich folgendes sagen: Tevez is ein großer unsympath, was er ja wieder unter Beweis stellen musste. Um das mal ins rechte Licht zu rücken werde ich die Situation noch einmal schnell erklären. Als der Ball von Chelsea zurückgespielt wurde landete er weit in der gegnerischen Hälfte im aus. Allerdings ist weder Kalou noch irgendwer anders aus dem Chelsea Team hingegangen und hat daraufhin dort Druck gemacht. Sie haben ManU den Einwurf ausführen lassen und sind erst wieder drauf gegangen als der Ball an der Mittellinie war. Auf der anderen Seite schoss Tevez den Ball in Aus, allerdings signalisierte er seinen Mitspielern das sie beim Einwurf Pressing spielen sollen. Das war das angesprochene unfaire Verhalten. Zu Ballack möchte ich sagen, dass er wirklich ein gutes Spiel gemacht hat. Er hat gerackert, kaum Ballverluste, kluge und gute Pässe(bei niedrigen Fehlpassquote) siehe den Pass auf Malouda, durch 2 Männer durch, Malouda gibt den mall von links in den Strafraum und Drogba kann nur kanapp vor dem Einschieben gehindert werden.Wie es heir aussieht gibt es eine Anti Ballack Haltung. Schade, Chelsea hätte es veerdient gehabt und genauso der Micha;)

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22. Mai 2008 10:46

@Volker Merkle

Magdalena Röder (tunsel)

Ich teile Ihre Meinung vollkommen. Diese Lobhudelei in der deutschen Presse stößt mir schon lange bitter auf. Und was hätten wir wohl erst lesen müssen, wenn Chelsea gewonnen hätte? Ballack gewinnt die CL und ein paar andere unbedeutende Hanseln waren auch dabei?

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22. Mai 2008 10:31

Ballack und die dt. Sprache

Karl Waldschrat (hahgeh)

Zunächst muss ich meinem Vorredner widersprechen. Ballack hat doch recht gut gespielt und war tatsächlich in der schwächeren Phase derjenige, der die Richtung vorgab. Er legte die größte Distanz zurück und hat am meisten auf das Tor geschossen. Insofern darf man ihn ja wohl auch loben. Darüber hinaus ist dies eine deutsche Zeitung - Ballack ein deutscher Spieler, der die Nationalmannschaft in den kommenden Wochen führen soll. Dass daher ein besonderes Augenmerk auf seiner Leistung liegt und daher auch besondere Erwähnung findet ist für mich richtig. Ich glaube ohne Ballack hätten wesentlich weniger Zuschauer das Spiel gesehen. Anderes Thema: Hatten wir nicht gerade erst eine Diskussion über die dt. Sprache? Da finde ich Sätze, wie "Das Team von Sir Alex Ferguson wirkte quicker, dynamischer, mit mehr drive" irgendiwe komisch. Dafür gibts auch Begriffe aus unserer Sprache, oder?

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22. Mai 2008 10:30

Ballack ist nicht der Superheld

Roland Wolf (wolf99)

Warum hebt ihr Sportjournalisten den Ballack immer so hoch? Man könnte meinen ihr seit an seinen Werbeinnahmen beteiligt. Nun glaube ich auch ein wenig Fußballsachverstand zu besitzen und sehe in Ballack nicht den so hoch gelobten Spielmacher. Wenn man über Maradonna schrieb „er steht herum, als ob er auf den Bus wartet“, so sieht man Ballack oft im Mittelfeld zum Bus traben. Bei gegnerischen Angriffen deckt er meist nur den Raum und attackiert selten den Gegner. 90 % seiner Pässe spielt er quer oder zurück. Das zeichnet keinen genialen Spielmacher aus? In diesem Spiel hing er oft hinter Lampert zurück, wo er als Spielmacher nicht hingehört. Gehörte zu den Spielern die am meisten mit dem Schiedsrichter diskutierten, anstatt sich auf sein Aufgabe zu konzentrieren. Seine effektivsten Momente hat er direkt hinter den Spitzen, im Umkreis von 20 Metern vor dem gegnerischen Tor oder bei Eckstößen vor dem Tor (dank seiner Größe). Das ist bei weitem zu wenig für einen Spielmacher.

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22. Mai 2008 09:52

Manchester-Chelsea

Frank Dombrowski (froda1)

8 Fussballbegeisterte haben - wieder einmal - ein anderes Spiel gesehen als Ihr Reporter. Ballack war eben nicht in der Lage, das Spiel zu ordnen und fiel vor allem durch Fehlschüsse auf. In der ersten Halbzeit lief das Spiel komplett an ihm vorbei - er ist eben nicht der schnellste - und als in der zweiten Hälfte dasTempo langsamer wurde und Chelsea offensiver war Ballack zwar etwas öfter zu sehen, brachte jedoch nicht die geringste Konstruktivität ins Spiel seiner Mannschaft. Es fällt auf, dass Sportjournalisten in Deutschland immer öfter der Tendenz nach- geben, Durchschnittsleistungen hochzuloben ( Eishockey, Tennis). Die Enntäuschung der Zuschauer und Leser ist dann umso größer.

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22. Mai 2008 09:40

Ich hätte es ihm gegönnt

J.-R. Müller-Wachtendonk (perello)

Bei zwei Teams, die mit ingesamt 1,8 Milliarden € in der Kreide stehen, ist es schon schwer genug, Sympathien zu entwickeln. Aber nach dem Weggang des Ekel-Trainers Mourinho konnte man sich doch wieder auf die Seite der Blauen schlagen. Umso tragischer ist hier der Ausgang, und dabei eben im Speziellen für Ballack. Im Jahr 2002 schon knapp gescheitert, wurde er in diesem Jahr wieder Vize-Ligapokalsieger, -meister und -CL-Meister. Bleibt zu hoffen, dass dies gleichfalls auch bedeutet, dass die deutsche Mannschaft mindestens auch Zweiter bei der Euro wird. Was das Spiel anbetrifft, so muss man anerkennen, dass die Blauen zwar glücklich ausglichen, aber auch zwei mal Alu getroffen hatten. Wieso ein Spieler wie Tevez, der zweimal mit dunkelrot vom Platz hätte fliegen müssen, noch die Gelegenheit bekam, das zu tun, was Argentinier scheinbar am Besten können, nämlich provozieren, bleibt wohl das Geheimnis des Schiedsrichters und seines verirrten Linienrichters, der Joe Cole ein ums andere Mal um Narren hielt. Das Schiedsrichtergespann wollte wohl versuchen, die Qualität des Rasens noch zu unterbieten. Schade nur, dass das im CL-Finale sein musste.

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22. Mai 2008 02:33

Sind wir hier denn beim Ballack-Fanclub?

Volker Merkle (volker.merkle)

Sicher hat Michael Ballack ein gutes Spiel gemacht, aber es ist schon ein bisschen peinlich und nervig, wie Ballack in diesem Titel gelobt wird. Es ist immerhin das CL-Finale, da ist es etwas fehl am Platz, einen Artikel ueber die Heldentaten von Michael Ballack zu schreiben; zumal sein Team ja auch verloren hat. Oder ist der Artikel eine Pressemitteiling von Ballacks PR-Team?

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