
...dadurch, dass Sie alles versuchen ins Lächerliche zu ziehen, sehr geehrter Herr Kerz, treiben Sie im Prinzip eine Verwahrlosung und Entwertung von Rechten und Pflichten weiter voran.
Wenn einer (oder auch "eine") letztlich machen kann was er/ sie will, weil er/ sie bis zum Schluss über die Auswirkungen des Getanen streiten kann dann wird die Tat und vor allem ihre Wirkung legalisiert. Also nochmal: Fahre bei rot über die Ampel, hinterziehe Steuern, schlage Deine Frau/ Deinen Mann/ Deine Kinder.... und dann, wenn sie Dich erwischen, streite immer weiter mit ihnen. Irgendwann wirst Du einen finden, der Deine Sichtweise teilt und er wird Dir Recht geben. Na prima, dann hast Du ja nix zu befürchten. Außer Aufwand vielleicht. Aber den leistet man sich ja gern, nicht wahr?

... Sie scheinen tatsächlich unser Rechtssystem verstanden zu haben! Es gibt tatsächlich fast immer noch eine höhere Instanz - Gott sei Dank! Und stellen Sie sich vor der Instanzenweg ist trotzdem nicht vollkommen willkürlich, sondern wohl geregelt und tatsächlich funktionieren tut das ganze auch noch.

keine Panik Herr Luther wenn es wirklich Beweise gegen Juve gibt wird ein ordentliches Gericht die Schuld feststellen. Das einzige Problem was aus ihrer Sicht auftreten könnte ist, dass die Beweislage vielleicht doch nicht so eindeutig ist wie überall behauptet. Wenn das Urteil des Sportgerichts gegen Europäisches Recht verstösst muss es revidiert werden.

...steht ernsthaft die Frage im Raum, warum man überhaupt noch irgendwelche Instanzen "akzeptieren" muss. Was, die geben mir nicht Recht? Na gut, dann geh ich eben zu den Nächsten...bis ICH Recht bekomme! Na toll. Wenn das erst die Mörder und Kinderschänder rauskriegen....

Statuten die einer Person den Gang vor ein ordentliches Gericht verbieten? Ist denn sowas - bei aller Ablehnung der Vorfälle in Italien - mit einer freiheitlichen Grundordnung vereinbar oder einfach nur mal wieder ein Anfall von Größenwahn der FIFA?

Bleibt zu hoffen, dass die FIFA, die während der WM vor allem als Verein für Wettbewerbsverzerrung in Erscheinung trat, diesmal nicht einknickt und unseren Nachbarn jenseits der Alpen beim dem Lernprozess hilft, an dessen Ende die Erkenntnis steht, dass Korruption anderswo noch nicht hoffähig ist.