Ruhestätte: In der Katharinenkirche dürfen Obdachlose derzeit nach dem Essen rasten

Obdachlos

„So kalt, da gefriert sogar der Schnaps“

In eisigen Nächten suchen viele Obdachlose Unterschlupf in den zahlreichen Hilfseinrichtungen. Nur einige nehmen die Angebote nicht an. Um sie sorgt sich die Stadt Frankfurt besonders. Von Alex Westhoff

Lesermeinungen zum Beitrag

07. Januar 2009 21:03

Hilfsorganisationen brauchen Hilfe

Ralf Lemster (lemster)

Wenn wir statt all der unnützen "Präsente", die in der Vorweihnachtszeit an Geschäftsfreunde etc. geschickt wurden (und in der Mehrzahl beim Empfänger verstauben), den Hilfsorganisationen unter die Arme greifen, wird die Situation erträglicher. Viele wissen nicht, dass sich Initiativen wie der "Franziskustreff" im Liebfrauenkloster oder auch die im Bericht genannte Aktion "Bürger ohne Wohnung" der St. Katharinen-Gemeine ausschließlich aus Spendenmitteln finanzieren. Und der Bedarf wird nicht weniger.

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07. Januar 2009 03:33

Morgens unterwegs in Frankfurt...

Klaus-Peter Menzing (theblueyonder)

Wer frühmorgens in der Stadt unterwegs ist, der erschrickt schon. Viele Obdachlose sieht man sonst kaum, sie leben verstreut, sind unterwegs, schlafen unter Brücken, in Grünanlagen. Im Winter sieht man die wärme- und schutzsuchenden Menschen dann häufiger. Nur erschrickt mich eines: wie stark m.E. nach die Zahl gestiegen ist und wieviele Jugendliche und teilweise auch Kinder dabei sind. In den Wohnheimen wird häufig gestohlen, aber dennoch sind sie stark frequentiert. Ich denke, jeder sollte sich mal vor Augen halten, das er auch auf der Straße landen kann und dann bestimmt froh wäre, wenn er Hilfe bekäme. Und manch einer von den Obdachlosen freut sich, wenn man sich an christliche Nächstenliebe erinnert und ihm beim Gang zum Bäcker einen heißen Kaffee mitbringt und in die verfrorenen Finger gibt. Den Euro können in Frankfurt so viele entbehren ohne das es weh tut. Mein Respekt gilt allen ehrenamtlichen Helfern und Spendern, die es den Obdachlosen ermöglichen,über die kalten Tage zu kommen. Man vergisst bei bunten Plakaten mit farbigen Kindern mit großen Kulleraugen zu schnell, das in unserem Land selbst die Armut immer mehr auf dem Vormarsch ist .

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