14. Februar 2007 In sechs Schritten zum Zehn-Liter-Haus: Mit dieser Aufforderung wendet sich das Energiereferat der Stadt Frankfurt vor allem an die Besitzer von Altbauten. Bei dem gemeinsam mit der Hessischen Energiesparaktion“ begonnenen Projekt soll auf vorhandene Einsparpotentiale aufmerksam gemacht werden; dies gilt vorrangig für Einfamilienhäuser.
Denn durch entsprechende Veränderungen – etwa bei der Dämmung von Wänden und Decken oder aber auch durch den Einbau eines neuen Heizkessels – könne ein investitionsbereiter Hausbesitzer den Energieverbrauch für sein Gebäude um mehr als die Hälfte senken; auf durchschnittlich nur noch rund zehn Liter Heizöl je Quadratmeter und Jahr.
Vermeidbare Energieverluste
Werner Eicke-Henning, vom Leitungsteam der Hessischen Energiesparaktion, wies zudem auf den Nutzen von isolierenden Fenstern hin. Schließlich zeigten thermographische Aufnahmen, dass es viele vermeidbare Energieverluste gibt“, so Eicke-Henning. Dabei umfasse die Heizperiode in Deutschland mittlerweile einen Zeitraum von neun Monaten. In Anbetracht von möglicherweise weiterhin steigenden Ölpreisen seien Hauseigentümer gut beraten, den Energieverbrauch zu reduzieren beziehungsweise auch die Installation von Solaranlagen zu erwägen; nicht zuletzt führe beides zur umweltpolitisch gewünschten Verminderung des Kohlendioxidausstoßes. Bei einem Altbau von 1958 seien Energieeinsparungen von 50 bis 70 Prozent möglich.
Angaben zu Kosten, Nutzen und Fördermöglichkeiten der unterschiedlichen Umbauten oder Umrüstungen erhalten Hausbesitzer, wenn sie den zum Energiepass Hessen“ gehörenden Fragebogen beantworten. Dies kostet 75 Euro; allerdings bezuschusst das Land die ersten 500 Einsender, die an dem Pass interessiert sind, mit jeweils 25 Euro. Das Energiereferat setzt bei der Beratung vor allem auf die Hilfe der Schornsteinfeger. Darüber hinaus sollen Hausbesitzer durch Vorträge, Informationsbroschüren von Firmen oder durch kurze Filme über das Energiesparen zum Umdenken gebracht werden. Im nächsten Schritt wolle Frankfurt dann das Fünf-Liter-Haus forcieren, sagte Umweltdezernentin Manuela Rottmann (Die Grünen).
Weitere Informationen finden sich im Internet unter http://www.energiereferat.stadt-frankfurt.de und http://wwwenergiepass-hessen.de.
Text: rech., F.A.Z.
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