Tabakverbot

Die Revolution der Raucher bleibt aus

Die Aschenbecher sind von den Kneipentischen verschwunden: Seit dem 1. Oktober gilt in Hessen ein Rauchverbot in Gaststätten und öffentlichen Gebäuden - der Unmut hält sich in Grenzen.

Lesermeinungen zum Beitrag

04. Oktober 2007 11:37

Die Revolution der Raucher bleibt aus

Klaus Peters (Seneca_Germany)

"Wie sagt Herr Diekmann vom Ordnungsamt: „Die Raucher werden sich daran gewöhnen müssen, dass sie in der Minderheit sind”"
Bravo Herr Diekmann. Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Wissend in einem Land zu leben, dass in seiner Vergangenheit schon des öfteren bewiesen hat wie Minderheiten zu behandeln sind habe ich die Vorgänge der letzten Monate natürlich sehr genau beobachtet. Öffentliche Diskriminierung in den Medien, auch in Nachrichtensendungen außerhalb der Kommentare (Herr Klöppel hat sich hier mit seinem Team besonders hervorgetan), Aufruf zum Denunziantentum allerorten und, auch damit haben wir Erfahrung, ghettoisierung von Minderheiten per Gesetz. Ich warte schon auf die Kommentare: "Das ist jetzt aber übertrieben". Auch das haben wir schon gehabt.
Das Positive ist: Die Fronten sind jetzt endlich geklärt und wir alle wissen wie wir miteinander umzugehen haben, d.h. jeder der einen anderen in irgendeiner Form in seiner Gesundheit beeinträchtigt hat das Recht mit der gleichen Härte dagegen vorzugehen. Oder doch vielleicht nur wenn er/sie zur Mehrheit gehört. Eine Antwort auf diese Frage bleiben uns Politiker wie Herr Koch und Frau Roth leider noch schuldig. Ihr 3-Liter-Dienstwagen wartet schon...

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04. Oktober 2007 08:23

Milchmädchenrechnung

St. Koch (Pensacola)

Wenn wir mal nur von de Altergruppen reden die raucht - sieht das Verhältnis "eins zu vier" schon anders aus. Aber mit der Wahrheit muss man es ja nicht so genau nehmen wenns im Dienste der Gesundheit ist.

So jetzt warte ich noch auf irgendwelche Anwohner die mit Bürgerbegehren und Anzeigen gegen Raucher Hetzjagden veranstalten weil ihnen der Rauch der auf die Straße Verbannten in die Fenster zieht.

Wird nicht lang dauern.

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03. Oktober 2007 21:47

Recht auf ruinierte Gesundheit für JEDEN!

Sascha Weber (Freidenker2)

@R. Clemens: sehr amüsant! "Minderheitenschutz" Köstlich!

Vorsicht! Es folgt ein satirischer Beitrag!

Ich setze mich demnächst mal zu meinen rauchenden Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Mache genüsslich eine Dose wirklich starken Lösungsmitels auf und halte es alle 5 Sekunden einem der Raucher dicht unter die Nase. Das ist mein ganz persönliches Laster und diesen meinen Genuss lasse ich mir von niemandem verbieten. Wie? Das stinkt? Was? Das ist ist gesundheitsschädlich? Sollen diese Gesundheitsapostel doch woanders hingehen!

Mit rauchigen Grüssen
Sascha

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03. Oktober 2007 14:09

Minderheiten schützen!

R. Clemens (ZyNik)

Wie sagt Herr Diekmann vom Ordnungsamt: „Die Raucher werden sich daran gewöhnen müssen, dass sie in der Minderheit sind“. Wow! Steht denn nicht irgendwo in der Verfassung, dass Minderheiten zu schützen sind? Für mich als Ex-Raucher hat sich die Dikussion eh' erledigt. Doch ich kann mich noch gut daran erinnern, dass das Bier in der Kneipe mit
'ner Zigarette doppelt so gut schmeckte.
Mal schauen, wie lange wir es uns noch gefallen lassen, unsere Lebensqualität von Gesundheitsaposteln und Gesetzeserfindern mindern zu lassen.

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02. Oktober 2007 11:17

nun ja

David Müller (mr.dave)

Intelligenz kann man nicht kaufen und sich leider auch nicht anrauchen:

„Das Verbot ist Quatsch“, meint einer von ihnen. „Warum soll ich denn in die Kneipe gehen, wenn ich nicht mal rauchen darf?“

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02. Oktober 2007 09:53

Das renkt sich alles ein.

Nathalie Neumann (NathiNeu)

In Niedersachsen gibt es - zumindest in den Städten - keine Probleme bei der Umsetzung des Rauchverbots. Die Kneipen sind rauchfrei - und voll. Es ist Unsinn, daß die Raucher fernbleiben. Nach einer Trotz- und Schmollphase kommen sie alle wieder und rauchen eben weniger und vor der Tür. Hinzu kommen die Nichtraucher, die vormals zu Hause blieben und nun den Wirten Umsatz bescheren.
Ärgerlich ist das nur für die Anwohner, denen die auf die Straße verbannten Raucher die Bude dichtquarzen.
In Hessen wird sich ähnliches erweisen. Und dann werden auch Touristen aus Nordrhein-Westfalen feststellen, daß es andere Gründe gibt als das Rauchen für einen Restaurantbesuch.

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02. Oktober 2007 08:34

Sturer Mist

St. Koch (Pensacola)

Stimmungs- und Meinungsmache in den Medien landauf-landab. Es ist zur Zeit "tres chic" auf die bösen rauchenden Gesundheitsmuffel einzuhacken oder sie wenigstens öffentlich so recht lächerlich zu machen. Die FAZ macht da leider keine Ausnahme. Schon die Überschrift ist eine Frechheit. Selbst die Toleranz und jeder Koexistenzversuch der Raucher wird sofort gegen sie verwendet. Hier gehts doch offensichtlich schon lange nicht mehr um Gesundheit.

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