Umfangreiche Polizeikontrollen

Protest gegen rechten Aufmarsch in Frankfurt

Demonstranten mit Spruchband in Frankfurt

Demonstranten mit Spruchband in Frankfurt

20. Oktober 2007 In Frankfurt am Main haben bis Samstagmittag mehrere hundert Menschen gegen Rechtsextremisten protestiert. In Frankfurt hatte die NPD zu einem Protestmarsch gegen einen geplanten Moscheebau aufgerufen. Laut Polizei setzten sich gegen 13.30 Uhr etwa 120 NPD-Anhänger in Bewegung. Zu diesem Zeitpunkt bewegten sich nach Polizeiangaben auch etwa 900 Gegendemonstranten durch die Stadt.

Proteste gab es auch in Kassel: Dort sagten Rechtsextremisten einen geplanten Aufmarsch ab, gegen den rund 1.000 Menschen demonstrierten.

An einer Absperrung

An einer Absperrung

Sowohl Frankfurt als auch Kassel hatten die Aufmärsche ursprünglich verboten, ebenso hatte die Stadt Rüsselsheim eine für Samstag geplante Veranstaltung von Republikanern untersagt. Sämtliche Verbote waren jedoch von Verwaltungsgerichten aufgehoben worden, die Verbote der Städte Frankfurt und Rüsselsheim zudem in zweiter Instanz vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof. In Frankfurt am Main darf die NPD von 13.00 bis 21.00 Uhr demonstrieren. Ein Bündnis verschiedener Gruppierungen aus Kirchen, jüdischer Gemeinde und Deutschem Gewerkschaftsbund hat eine Gegendemonstration und eine Kundgebung angekündigt, auf der unter anderem Oberbürgermeisterin Petra Roth sprechen wollte. Bis 13.30 Uhr demonstrierten laut Polizei etwa 900 Gegendemonstranten. Es seien mehrere tausend Polizisten im Einsatz, sagte ein Sprecher.

Einige wenige Festnahmen in Frankfurt

Kurz vor 13.00 Uhr wurden die eingesetzten Kräfte in der Paul-Senger-Straße von etwa 25 vermummten Personen des linken Spektrums mit Steinen und anderen Gegenständen beworfen. Es habe einige wenige Festnahmen gegeben, Zahlen konnte der PoSprecher zunächst nicht nennen.

In Kassel gingen laut Polizei etwa 1.000 Menschen gegen eine angemeldete Demonstration zum Jahrestag der Bombardierung Kassels im Zweiten Weltkrieg auf die Straße. Die Demonstration sei gegen 12.00 Uhr beendet gewesen, sagte ein Sprecher. Die rechtsgerichtete Veranstaltung sei am Morgen abgesagt worden, die Veranstalter hätten angegeben, zu der NPD-Demonstration nach Frankfurt fahren zu wollen.

In Rüsselsheim kündigten die Republikaner für die Zeit von 15.00 bis 18.00 Uhr eine Veranstaltung auf einem Platz an, zu der sie 200 Teilnehmer erwarteten. Eine Gegenveranstaltung wurde laut Polizei nicht angemeldet. Bis 13.30 Uhr war die Lage laut Polizei vollkommen ruhig und ohne besondere Vorkommnisse.

Text: AP
Bildmaterial: dpa

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