Opfer handelte mit Drogen

Motiv für Mord von Zeilsheim noch unklar

Von Katharina Iskandar

22. Juni 2008 Der Mord an dem 44 Jahre alte Frankfurter, der am späten Freitagabend von seinem Mitbewohner in der gemeinsamen Wohnung in Zeilsheim gefunden worden war, gibt der Polizei weiterhin Rätsel auf. Inzwischen verdichten sich die Hinweise, dass möglicherweise seine Drogensucht mit der Tat zu tun haben könnte, wie die Polizei mitteilte.

Denn der Frankfurter, der auch mit Drogen handelte, war nach Angaben seines Mitbewohners kurz vor seinem Tod noch in die Innenstadt gefahren, um sich dort Methadon zu besorgen. Am Abend lag er dann blutüberströmt in seinem WG-Zimmer. Die Obduktion ergab, dass er an massiven Verletzungen an Kopf und Hals gestorben war.

Polizei sucht Zeugen

Unklar ist nach Angaben der Ermittler nicht nur das Motiv, sondern auch der Tathergang. Wie der 33 Jahre alte Mitbewohner gegenüber der Polizei angab, hatten beide Männer das Haus zur Mittagszeit unabhängig voneinander verlassen und hatten den Nachmittag über keinen Kontakt. Als der Mitbewohner gegen 21 Uhr wieder in die Wohnung gekommen sei, habe er bemerkt, dass die Haustür einen Spalt breit offenstand. Die Zimmertür des Opfers war hingegen abgeschlossen, weshalb der Mitbewohner versucht, den Vierundvierzigjährigen telefonisch zu erreichen. Als dies nicht gelangt, fuhr der Mitbewohner zu einer Bekannten, wie es hieß.

Zurück in der Wohnung, öffneten sie die Zimmertür mit einem Stück Draht und fanden den Vierundvierzigjährigen. Als Tatzeitraum vermuten die Beamte der Mordkommission den Freitagnachmittag zwischen 14.00 und 20.45 Uhr.

Für diesen Zeitraum sucht die Polizei Zeugen, die möglicherweise an oder in der Nähe der Wohnung am Pfortengartenweg verdächtige Geräusche oder Personen gehört oder gesehen haben. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 75 55 45 10 entgegen.



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: Michael Kretzer

 
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