17. Oktober 2006 Auf die Vorlesung Mikroökonomie 1 hatte ich mich gefreut. Doch was mich erwartet, ist eine reine Enttäuschung. Der Homo oeconomicus wird vorgestellt. Dieser ist nur auf den eigenen Nutzen bedacht, immer rein rational und so weiter. Auf die Bemerkung, daß dieses Konstrukt mit der realen Welt nichts zu tun habe, kommt die Antwort: Das dürfen Sie nicht so hinterfragen.
Glauben Sie mir einfach, daß dem so ist. Habe ich auf dem Gymnasium umsonst gelernt, nicht alles zu glauben, was man mir erzählt? Leider werde ich auch später immer wieder von Professoren enttäuscht, und meine Konsequenz ist ein Rückzug aus Veranstaltungen, in denen kritische Fragen nicht beantwortet werden. Zum Glück gibt es Lehrbücher, die differenzierter sind als manche Wirtschafts-Professoren.
Amin Benaissa, AStA-Vorsitzender der Universität Frankfurt
Text: F.A.Z., 17.10.2006
Bildmaterial: F.A.Z. - Julia Zimmermann