Die Frage der Woche

Sind Neubaugebiete am Rande Frankfurts für Neubürger attraktiv?

Eines haben die vier großen Frankfurter Neubauviertel gemeinsam: Die Autobahn ist in Sicht- und manchmal auch in Hörweite. Die Stadt tastet sich voran und berührt ihre Grenzen. Ist das der richtige Weg, um neue Wohnbürger anzuziehen?

Lesermeinungen zum Beitrag

19. Mai 2008 13:02

Keine Neubaugebiete

Daniel Gottmann (dango)

Mich erfasst der Anblick von Neubaugebieten - egal ob am Rande Frankfurts oder rund um die Städte, Gemeinden und Dörfer "auf dem Land" generell mit Schaudern. Verfallende und leerstehende Innenstädte / Ortskerne auf der einen Seite, immer weitere Flächenversiegelung im Randbereich auf der anderen Seite ! Ein Blick auf die generelle Bevölkerungsentwicklung wirft doch relativ klar die Frage auf: Warum braucht eine schrumpfende Gesellschaft immer mehr Fläche, um darauf zu leben ? Langfristig muss das Ziel in meinen Augen sein - Dezentralisierung der Arbeitswelt (warum müssen so viele Menschen in die Zentren pendeln / dort hin ziehen) - Bessere Anbindung des Umlands an die Zentren - selber Grund wie oben - Verstärkte Förderung des Ausbaus bzw. der Modernisierung bestehender Baussubstanz bzw. Abriss ungenutzer / nicht nutzbarer Gebäude zur Wiederverwendung des bereits versiegelten Baulandes !

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19. Mai 2008 12:55

Neue Wohnbürger

Joerg Seibert (joerg51)

Schwer zu glauben, daß dies der einzig richtige Weg ist. Sicher ist es nur ein Weg von vielen für einen bestimmten Interessentenkreis von vielen. Wichtig ist, eine Möglichkeit zur Diversifikation zu schaffen. Also z.B. echten Wohnraum für Familien, echten Wohnraum für Geringverdiener, echten Wohnraum für Meschen die direkt am Puls der Stadt Wohnen möchten. Vor allem für junge Leute mit wenig Geld. Vor allem da scheint mir das Angebot - wie in anderen Bereichen auch - defizitär zu sein. Aber auch Kombinationen von Wohnen und Arbeiten. Für Künstler als Beispiel fehlen ganz besonders bezahlbare Atelier und -wohnungen. Nur, das alles umzusetzen, bei einem gleichzeitig unveränderten Angebot an Stadtfläche, wird nicht funktionieren. Und hier liegt wieder das Problem. Frankfurt braucht noch mehr von seinen guten Freizeitangeboten, noch mehr Kulturangebote aber das alles hilft nichts, ohne die Möglichkeit das Angebot und wie bereits erwähnt, die Wahlmöglichkeiten zu steigern. Konsequenz, die Grenzen der Stadt müssen ausgeweitet werden. Das ist längst überfällig und wer dies, egal ob in der Landes- Kommunal- oder Kreispolitik, nicht erkennt und handelt, agiert gegen die Interessen der Metropole Frankfurt sowie der Rhein-Main-Region!

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