Computeranimation des EZB-Neubaus: Der Turm soll 1,4 Milliarden Euro kosten. Das ist der Notenbank zu teuer

EZB-Neubau

Angebot für EZB-Turm lautete auf 1,4 Milliarden Euro

Die Pläne für den Neubau der EZB-Zentrale liegen vorerst auf Eis. Die Gesamtkosten würden das eingeplante Budget um 550 Millionen Euro überschreiten. Ob das 185 Meter hohe Gebäude noch realisiert werden kann, steht mehr denn je in den Sternen. Von Rainer Schulze

Lesermeinungen zum Beitrag

28. Juni 2008 22:08

Da muss die EZB...

Michael Seip (Mike63)

.. halt eine Nummer kleiner bauen. Etwas mehr Bescheidenheit stünde der EZB gut an. Schließlich sind es unsere Steuergelder, die hier verbaut werden sollen. Und ob Frankfurt wirklich ein neues Hochhaus "braucht", ist ja wohl mehr als fraglich. Sobald es mit der Wirtschaft wieder bergab geht, haben wir mehr freie Büroflächen als wir uns wünschen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
27. Juni 2008 12:02

Frankfurt

Marco Pino (Neutrino)

Im Übrigen bleibt für Frankfurt nur zu hoffen, dass der Bau, mit welcher Finanzierung auch immer, realisiert wird. Merkwürdigerweise wird das Projekt in der landesweiten Öffentlichkeit kaum wahr genommen. Dabei - und das zeigt auch die neue Kostensituation - handelt es sich hierbei um einen wahren Jahrhundertbau. Liest man dann Artikel im Spiegel, das man in ach so reichen Städten wie Hamburg Sorge um die Finanzierung der Elbphilharmonie hat, da sich der Preis jüngst um 20 Millionen auf ca. 240 Millionen erhöht hat (online artikel vom 27.3.08), muss man schon ein bisl schmunzeln. Welch Relation, zu den hier im Artikel genannten Zahlen!! Natürlich macht alleine das Geld noch kein Wahrzeichen. Doch mit seiner herausragenden Architektur und seinen revolutionärem technischen Konzept hat der EZB Entwurf durchaus ein Format, dass eine größere öffentliche Aufmerksamkeit verdient hätte. Hoffen wir das er kommt... die Frankfurter "Geldphilharmonie" :-)

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
27. Juni 2008 11:50

Portokasse

Marco Pino (Neutrino)

Nun denn, 1,4 Milliarden zahlt nicht mal die EU aus der Portokasse. Allerdings kommt für mich, sogleich ich fürwahr kein Experte bin, die Preiserhöhung keinesfalls überraschend. Sieht man, welch kühnen Ziele die EZB mit dem Tower erreichen will, z.B. hinsichtlich Architektur, Energieffizienz, etc, und vergleicht dann den Entwurf mit anderen Bauten in der Preisklasse 500 Mio EUR, dann muss man sich selbst als Laie fragen, wie die EZB tatsächlich glauben konnte, das Gebäude für so wenig Geld bauen zu können. Die BMW World in München zB hat ca. 500 Mio gekostet, auch beim Opernturm steht ein solcher Betrag im Raum. Vergleicht man diese Bauwerke mit der geplanten neuen EZB, dann wundert einen die Erhöhung gar nicht mehr. Ärgerlich finde ich daran vor allem das fast schon naive Auftreten der EZB: man kann doch nicht einerseits das beste haben wollen, aber andererseits nichts dafür bezahlen. Man kann ja auch keinen Skoda kaufen, und dann erwarten dass er sich fährt wie ein Mercedes. In diesem Bild bleibend denke ich aber, die EZB muss Mercedes fahren, und sie sollte das als Investition in ihre Zukunft sehen. Schließlich wird jedem kleinem Häuslebauer geraten, mehr in den Bau zu investieren, um später horrende Energiekosten zu sparen...

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 3 von 3 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche