Großmarkthalle

Roth bestätigt Vertrag mit Elsaesser

Von Matthias Alexander

12. Dezember 2006 Die Bausubstanz der Großmarkthalle dürfe verändert werden, ohne daß einem solchen Eingriff das Urheberrecht des Architekten entgegenstehe. Das hat Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) mitgeteilt und damit einen Bericht der F.A.Z. bestätigt. Die Stadt und Martin Elsaesser hätten im Jahr 1932, also zum Ende der Amtszeit des Hochbauamtsleiters, entsprechende vertragliche Vereinbarungen getroffen, heißt es in einer Mitteilung. Damit sind Ansprüche von Erben Elsaessers, die gegen geplanten Veränderungen an dem Gebäude protestiert hatten, hinfällig. Der Mitteilung Roths ist nicht zu entnehmen, warum die Stadt die Vereinbarung mit Elsaesser erst jetzt öffentlich bekanntmacht.

Unterdessen hat der Magistrat dem Bebauungsplanentwurf für das Großmarkthallen-Areal zugestimmt. Wie Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) mitteilte, ist damit ein wichtiger Schritt getan, um Baurecht für den Neubau der Europäischen Zentralbank zu schaffen. Wie zu hören ist, macht der Entwurf für die künftige Gestalt der Großmarkthalle selbst recht vage Vorgaben. Diese ließen sich aber konkretisieren, sobald geklärt sei, wie stark die Halle verändert werden dürfe, heißt es. Schwarz wies darauf hin, daß die Auseinandersetzung um den Denkmalschutz der Großmarkthalle beim Bauherrn und bei Investoren zu erheblichen Irritationen geführt habe. Das Bauvorhaben der EZB dürfe nicht gefährdet werden. Den Dissens mit dem Landesamt für Denkmalpflege werde er nicht öffentlich ausräumen.



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: F.A.Z. - Wonge Bergmann

 
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