928 Drogendelikte je 100.000 Einwohnern wurden 2007 in Frankfurt gezählt - mehr als andernorts

BKA-Auswertung

Frankfurt bleibt Drogen-Hauptstadt

Frankfurt bleibt in Deutschland die Stadt mit den meisten Drogenverbrechen - jedenfalls im Verhhältnis zur Einwohnerzahl. Zu diesem Ergebnis kommt eine nach Regionen differenzierte Auswertung des Bundeskriminalamts. Frankfurts Polizei macht „Sonderfaktoren“ geltend.

Lesermeinungen zum Beitrag

08. Juli 2008 18:09

"Sonderfaktoren" (Herzkrank)

Marco Pino (Neutrino)

Mit dieser Statistik ist es wie mit der gesamten Verbrechensstatistik: der Eindruck entsteht, FFM sei ein ach so übles Pflaster. Die Wahrheit ist aber eine andere. Wer in FFM wohnt, und sich in FFM bewegt, fühlt sich - je nach Aufenthaltsort - genauso sicher bzw. unsicher wie in anderen Städten auch. Die genannten Sonderfaktoren verfälschen aber die Statistik, und der Sonderfaktor mit der größten Auswirklung wird nicht einmal genannt: die Struktur der Stadt an sich. Vergleich man FFM mit Hamburg oder Berlin, gibt es einen großen Unterschied: B und HH haben (wie K und M) fast alles einverleibt, was an Käffern drumherm liegt. Die wohlständigen und - statistisch - friedlichen Vororte zählen brav mit in die Statistik. In FFM ist das Gegenteil der Fall: in der Realität ungefähr genauso groß wie HH, hört die Stadt offiziell zB an der A5 auf, und heisst dann Eschborn oder Oberursel. Mehr noch: tagsüber und am WE pendeln hundertausende nach FFM herein (feiern, kaufen, arbeiten), üben Ihren statistischen Einfluss aus, der dann schlussendlich auf den Schultern der 670.000 Einwohner lastet. Mal wieder ein Paradebeispiel dafür, wer am meisten unter der fatalen Regionalstruktur leidet, nämlich das Herz der Region: Frankfurt selber, siehe BILD!

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