Gespräch mit Management

Roth beißt auf Granit: Börse bleibt bei Umzugsplänen

11. Februar 2008 Die Deutsche Börse wird ungeachtet des Werbens der Stadt Frankfurt ihre Konzernzentrale ins benachbarte Eschborn verlagern. Die 2000 Mitarbeiter würden wie geplant bis 2010 von Frankfurt-Hausen ins wenige Kilometer entfernte Eschborn umziehen, teilte der im Deutschen Aktienindex (Dax) gelistete Konzern mit.

Zuvor hatte Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) abermals versucht, das Börsen-Management umzustimmen. Die Stadt sprach in einer Mitteilung von 115 Mitarbeitern, die als Folge der Unterredung am Standort verblieben. Ein Börsensprecher dementierte die Zahl, die bisher nicht genannt worden war, nicht. „Für das Profil des Finanzstandortes ist die heutige Zusage ein positives Signal“, sagte Roth zu dem Gespräch.

Die Deutsche Börse hatte Anfang Januar den Umzug angekündigt. Damit spart das Unternehmen nach Schätzungen jährlich bis zu 100 Millionen Euro bei der Gewerbesteuer.

Bereits in diesem Frühjahr sollen 1000 Mitarbeiter in ein bestehendes Gebäude in Eschborn umziehen. Bis zum Sommer 2010 soll in Eschborn ein Neubau entstehen. Juristischer Sitz der Börse bleibt Frankfurt, weiterhin genutzt wird auch der aus dem Fernsehen bekannte traditionsreiche Handelssaal in der Frankfurter Innenstadt.



Text: FAZ.NET mit F.A.Z./dpa
Bildmaterial: Wolfgang Eilmes

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