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Frankfurter IHK-Präsidium einstimmig für Banker Tonnellier

Von Manfred Köhler

11. Juni 2007 Das Präsidium der Industrie- und Handelskammer Frankfurt (IHK) hat beschlossen, der Vollversammlung Hans-Joachim Tonnellier als Nachfolger Joachim von Harbous vorzuschlagen. Damit könnte der 59 Jahre alte Tonnellier bei der nächsten Sitzung der Vollversammlung am 27. Juni zum Präsidenten der Kammer gewählt werden. Das Votum für Tonnellier war einer Mitteilung der Organisation zufolge einstimmig. Der Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Volksbank hat mithin Stimmen beider Lager im Präsidium er halten, dem zusammen mit dem scheidenden Präsidenten Harbou neun Personen angehören.

Tonnellier hatte in dem Streit, der die Vollversammlung und das Präsidium der Kammer seit Monaten beschäftigt, nicht öffentlich das Wort ergriffen. In der Auseinandersetzung war es um die Frage gegangen, ob überhaupt alle Mitglieder des Präsidiums diesem Gremium nach Recht und Gesetz angehören dürfen. Strittig ist das bei jenen, die nicht als Eigentümer oder Geschäftsführer einer Firma unternehmerisch tätig sind.

Seit 1998 im Bankenausschuss

Auslöser für den Streit war aber der Führungsstil Harbous gewesen. Nachdem von seinen Gegnern rechtliche Schritte eingeleitet worden waren, hatte der Kammerpräsident Anfang April seinen Rücktritt angekündigt. Anfang Mai war dann eine Kommission aus vier Personen eingesetzt worden, die einen Nachfolger suchen sollte. Zu diesem Kreis zählte auch Tonnellier. Dem Beschluss des Präsidiums ging ein Bericht dieser Kommission voraus. Nach Angaben der IHK wurden dabei neun Personen genannt, darunter drei, die nicht Mitglied der Vollversammlung sind.

Tonnellier gehört der Vollversammlung seit 2004 an; schon seit 1998 sitzt er im Bankenausschuss. Die Vollversammlung als Parlament der Wirtschaft wird alle fünf Jahre gewählt. Die laufende Wahlperiode endet am 31. März 2009. Tonnellier würde also bei der Sitzung am 27. Juni für knapp zwei Jahre gewählt. Er führt die Frankfurter Volksbank seit zehn Jahren.



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: dpa

 

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