01. August 2007 Rund 17.500 Kilogramm Lebensmittel sind in den vergangenen zwölf Monaten am Frankfurter Flughafen beschlagnahmt worden. Darunter küchenfertige Frösche und Haifischflossen aus Vietnam, Schweinehäute und Hühnerfüße aus China und Rinderfüße samt Fell aus Nigeria. Die Passagiere machten auch vor granuliertem Hundefleisch nicht halt, berichtete das hessische Umweltministerium in Wiesbaden am Mittwoch.
Seit August 2006 wurden laut Ministerium am Flughafen bei Lebensmittelkontrollen 45.000 Passagiere auf 3900 Flügen kontrolliert. Die Kontrollen sollen vor allem verhindern, dass Seuchen eingeschleppt werden. Bei einem Reisenden aus Ägypten wurden beispielsweise 45 Kilogramm frisch geschlachtetes Geflügel vorgefunden. Der Mann sei aus dem Nildelta gekommen, das zu dieser Zeit besonders von der Geflügelpest betroffen war.
Umweltminister Wilhelm Dietzel (CDU) forderte eine EU-weite Deklarationspflicht für Lebensmittel für Reisende aus Risikoländern. Wenn sich ergänzend die Fluggesellschaften dazu verpflichten würden, Reisende über Einreisebestimmungen zu informieren, wäre das ein weiteres wirkungsvolles Instrument zur Verhinderung der Einschleppung von Tierseuchen, sagte Dietzel. Den Besitzern ist oft gar nicht bewusst, dass der Import bestimmter Waren illegal ist.
Text: FAZ.NET mit dpa/lhe
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