Studiengebühren

Frankfurter Goethe-Uni kauft ein

Die Uni Frankfurt hat 11 Millionen Euro Studiengebühren ausgegeben: Neue Geräte wurden gekauft, Räume renoviert, Tutoren eingestellt. Der Asta will die Gebühren weiter per Verfassungsklage kippen.

Lesermeinungen zum Beitrag

15. Oktober 2007 13:26

Mogelpackung?

angela roberts (angero)

11 Millionen: Scheint gut zu klingen.
Da nicht alle Zahlen offen gelegt werden, ist es schwer zu bewerten. Beziehen sich die 11 Millionen auf ein Jahr oder ein Semester - bei 34 000 Stundenten kommen im Jahr 34 Mill. rein - rein rechnerisch?
Auch wenn die Studentenzahlen zurückgehen - (was wiederum auf der anderen Seite weniger Zuschüsse bedeutet) - und man einen gewissen Verwaltungsanteil abzieht, müssten es doch pro Semester mindestens 2 Millionen mehr sein.
Angesehen von der grundsätzlichen Frage ist nicht klar, wo das Geld wirklich bleibt und nach welchem Prinzip es eingesetzt wird - wer wie die dringensten (oder lohnensten) Bedarfe einschätzt und welche Prioritäten gesetzt werden. es wird sicher eine inneruniversitäre Lobby geben, die die 'Geldflüsse' mitlenkt.
Da wäre Transparenz wünschenswert, oder hat Frau Wolff auch den Unipräsidenten einen Maulkorb verpasst wie den Schulleitern?

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13. Oktober 2007 14:07

Und wo ist das Millionenerbe

Angelika Fritz (MyDocAngel)

welches unsere Uni von dem geschlossenen Bankhaus erhielt?

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13. Oktober 2007 07:56

Gut so, geht aber am Problem vorbei

Manuel Hafner (Kaliastro)

Ich gebe unter anderem meinem Vorredner recht. Ich selbst empfinde obwohl aus eher bescheidenen Verhältnissen kommend, die Studiengebühren als richtig. Es ist sicherlich nicht Falsch die Studenten an dem Unigeschehen auf diese, wie auch andere Art zu beteiligen, und somit auch den Schlendrian einzudemmen der vielerorts zu beobachten ist. Aber das geht am Problem völlig vorbei, denn zu einem dürfen die Gebühren nicht da sein, zum entlasten der Länder. Leider wird das aber über die Hintertür der neuen Bachelor und Masterstudiengänge, welche einige Semester an Studenten früher zu einem Abschluss führen, gemacht.

Viele Länder versuchen nun schon die eingespraten Mittel daraus nicht mehr zu bezahlen und somit unsere Universitäten und Hochschulen, die so schon mit lachhaft wenigen Mitteln in den Schlüsselstellen zu kämpfen haben noch mehr zu beschneiden.

Bildung ist das einzige wirkliche Wirtschaftsgut eines Landes, vor allem eines wie Deutschland das nicht durch Rohstoffe punkten kann. Solange unsere Politik nicht einsieht das sie sich selbst das Geld abgräbt, wird leider weiterhin eine Pisa Studie nach der anderen feststellen das es bei uns an einigem Mangelt

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12. Oktober 2007 19:04

Professoren und Dozentenmangel

Florian Feldhaus (Freddich)

Die Situation an den Hochschulen verbessert sich inzwischen ein wenig. Doch können durch die Studiengebühren oft nur einmalige Dinge bezahlt werden. Das Problem fehlender Dozenten und Professoren bleibt. Die Studierenden zahlen inzwischen ihren Anteil an der Verbesserung der Lehre. Nur die Landesregierungen streichen immer weiter Mittel für die Universitäten. So können die Universitäten bestimmt nicht wettbewerbsfähig werden mit denen anderer Länder.
Es wird immer wieder darüber berichtet, wie sich die Studierenden versuchen gegen Studiengebühren zu wehren, die ihnen teilweise das Leben sehr schwer machen. Hintergrundberichte über die immer weiter sinkenden Landesmittel für die Universitäten gibt es nur äußerst selten. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass irgendeine Zeitung bis jetzt darüber berichtet hat, dass die Studiengebühren oft nicht einmal die Streichungen der letzten Jahre auffangen können.

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