Universität Frankfurt

Neuer Anlauf für Ackermann-Professur

Von Sascha Zoske

17. Juli 2008 Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, soll nun doch Honorarprofessor an der Frankfurter Universität werden. Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften will dies dem Senat der Universität auf dessen Sitzung am nächsten Mittwoch vorschlagen.

Schon 2005 hatte der Fachbereich Ackermann die Professur verleihen wollen. Das Verfahren war jedoch vom Uni-Präsidium gestoppt worden, nachdem Professoren und Studentenvertreter gegen die Ehrung protestiert hatten. Die Kritiker begründeten ihre Bedenken mit der damals noch ungeklärten Rolle Ackermanns in der Mannesmann-Affäre und mit den Entlassungen bei der Deutschen Bank.

Als Wissenschaftler „hervorragend ausgewiesen“

Ackermann selbst hatte schließlich darum gebeten, das Ernennungsverfahren zunächst nicht weiter zu betreiben, aber sein grundsätzliches Interesse an der Professur bekundet. Das Verfahren gegen ihn in Sachen Mannesmann wurde 2006 gegen Zahlung einer Geldauflage von 3,2 Millionen Euro eingestellt. 2007 hat Ackermann eine Gastprofessur an der London School of Economics übernommen.

In der Stellungnahme des Fachbereichs heißt es, Ackermann sei als Wissenschaftler „hervorragend ausgewiesen“. Seine Seminare, die er als Lehrbeauftragter an der Goethe-Universität gebe, seien hochgeschätzt. Das Universitätspräsidium wollte sich nicht zu der Angelegenheit äußern.



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: dpa

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