17. Dezember 2007 Ein rasender Rentner hat sich am Frankfurter Kreuz vergeblich auf sein Gewohnheitsrecht berufen. Er fahre dort schon seit 1943 so schnell wie er wolle, erklärte der 82 Jahre alte Mann einer Autobahn-Streife der Frankfurter Polizei. Ein Tempolimit habe er dort noch nie bemerkt.
Gleichwohl lag er mit 171 Stundenkilometern deutlich über dem erlaubten Tempo 100, was ihm 375 Euro Bußgeld, vier Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot einbrachte.
Auch bei seiner weiteren Fahrt habe sich der schnelle Senior nicht sonderlich um die Geschwindigkeitsbegrenzungen gekümmert, berichtete die Polizei am Montag weiter.
Auf der Beschleunigungsspur gewendet
Derweil ist ein 81 Jahre alter Geisterfahrer auf der Autobahn 45 bei Herborn frontal in ein Auto gerast und dabei ums Leben gekommen. Der Fahrer des entgegenkommenden Wagens wurde schwer verletzt, wie die Polizei in Gießen mitteilte.
Der Mann war auf die Autobahn aufgefahren, hatte auf der Beschleunigungsspur gewendet und war als Geisterfahrer weitergefahren, bevor es zu der Kollision kam. Die Autobahn in Richtung Norden war wegen der Bergungsarbeiten für rund zweieinhalb Stunden komplett gesperrt. Der Sachschaden liegt bei rund 25 000.Euro.
Text: FAZ.NET mit dpa