Campus-Verlag

Lektüre als Lohn für Lektoren

Spaß am Lesen sollte ein Lektoratspraktikant haben

Spaß am Lesen sollte ein Lektoratspraktikant haben

07. Februar 2006 „Weiblich, 23 oder 24 Jahre alt, geisteswissenschaftliches Studium“ - so beschreibt Christina Mohr, Assistentin der Programmleitung beim Campus Verlag, die typische Bewerberin um ein Praktikum im Lektorat. 36 Plätze stellt der Campus Verlag im Jahr zur Verfügung. Ein Praktikum dauert zwei Monate, so daß immer sechs Praktikanten gleichzeitig da sind.

„Das Lektorat ist sehr arbeitsintensiv. Bei weniger als sechs Praktikanten wird es brenzlig. Sie werden vom ersten Tag an in die Arbeitsabläufe integriert, recherchieren, prüfen Texte und helfen bei der Bildbeschaffung“, berichtet Mohr.

Lektoratspraktikum

Bewerber sollten ihre Zwischenprüfung in der Tasche haben, denn ein gewisses Mindestalter wird für ein Lektoratspraktikum vorausgesetzt. Redaktionelle Vorkenntnisse oder Erfahrungen in der Verlagsbranche sind laut Mohr nicht erforderlich, aber hilfreich. Ein Honorar werde nicht gezahlt, was jedoch in der Verlagsbranche üblich sei. Dafür bekomme jeder Praktikant Bücher im Wert von 250 Euro.

„Natürlich hätten wir unsere Praktikanten gerne länger als zwei Monate bei uns. Aber dann müßten wir ihnen fairerweise ein Volontariat oder eine Stelle anbieten. Ein Praktikum, das länger als zwei Monate dauert, aber nicht bezahlt wird, ist nicht vertretbar“, sagt Mohr. Auch beim Campus Verlag könne ein Praktikum zum Berufseinstieg verhelfen, allerdings seien nur wenige Stellen zu vergeben.

Bewerbungen an: Tanja Lorenz, Campus Verlag GmbH, Kurfürstenstraße 49, 60486 Frankfurt.



Text: F.A.Z., 08.02.2006
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa/dpaweb

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