Konstablerwache

Noch ein Public Viewing

Von Katharina Iskandar

24. Juni 2008 Frankfurter Fußball-Fans, die sich das Halbfinale auf einer Großbildleinwand anschauen wollen, haben an diesem Mittwoch die Wahl. Denn wie bekannt wurde, wird es ein zweites Public Viewing an der Konstablerwache geben, dort wird noch einmal Platz für 3500 Besucher sein. In einem „Eilverfahren“ sei dem privaten Anmelder genehmigt worden, einen Großbildschirm aufzustellen, wie Verkehrsdezernent Lutz Sikorski (Die Grünen) mitteilte. Gerade einmal siebzig Minuten habe man gebraucht, um Sicherheitspersonal, Toiletten und Getränkebuden zu organisieren. Der Veranstalter war dem Stadtrat eigenen Angaben zufolge schon als früherer Organisator von „Sound of Frankfurt“ bekannt. „Sonst“, so Sikorski, „hätte ich es nicht genehmigt“.

Der Sprecher der Tourismus und Congress GmbH, Kurt Stroscher, begrüßte die Entscheidung des Dezernenten. „Uns hilft dieses zweite Public Viewing enorm“, sagte er. Denn es sei abzusehen gewesen, dass nicht alle Besucher in der „City Arena“ Platz gefunden hätten. „Anstatt sie nach Hause zu schicken, können wir nun auf die Konstablerwache verweisen.“

Polizei fordert wechselseitigen Respekt von Fans

Die Polizei hat abermals deutlich gemacht, dass sie alles tun werde, um Ausschreitungen zu verhindern. Nach Angaben von Einsatzleiter Robert Schäfer und Polizeiführer Peter Aldenhoff, der für den heutigen Einsatz verantwortlich ist, setzen die Beamten vor allem auf Kommunikation. Auffällige Fans würden gezielt angesprochen. Zudem seien auch Zivilpolizisten unterwegs, die die Lage in der Innenstadt beobachteten. „Wir erwarten einen außerordentlich interessanten Abend, nicht nur aus fußballerischer Sicht“, sagte Polizeivizepräsidentin Sabine Thurau. „Ein respektvoller Umgang zwischen den Fans wäre wünschenswert.“

Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) rief deutsche und türkische Fans zu einem „rücksichtsvollen Umgang“ miteinander auf. Dementsprechend äußerten sich auch Vertreter des Türkischen Volkshauses Frankfurt und der Vorsitzende der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen, Ramazan Kuruyüz. Es sei „eine Schande, dass die Sicherheitsbehörden sich wegen möglicher Ausschreitungen Sorgen machen“, sagte er. „Deshalb kann und muss es nur Feier und Freude geben.“



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: dpa

 
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