Berlinale-Regisseure im Gespräch

Man muss sie an den Haaren ins Kino ziehen

Doris Dörrie, Luigi Falorni und Rosa von Praunheim: Drei Filmemacher, die alle einen Film auf der Berlinale zeigen, reden über das deutsche Kino - und rätseln gemeinsam darüber, was für eine Generation da gerade an den Filmhochschulen heranwächst.

Lesermeinungen zum Beitrag

12. Februar 2008 19:26

soso...

johnny weismüller (kubelick)

das ist so meilenweit von der realität entfernt, dass man sich fragen muss, ob die herrschaften nicht eventuell den ein oder anderen Tag mehr an der universität verbringen sollten, um ihre studenten mal richtig kennen zu lernen.

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12. Februar 2008 10:29

na...

Achim Brothergen (brothergen)

klingt ein bisschen für mich wie eine altherrenrunde, die sich über die jungen Leute aufregt. Diese Diskussion über das schlechte deutsche Kino, kenne ich schon seit Jahren - obwohl da natürlich was dran ist.
Aber es stimmt nicht, dass nur alte leute sich noch gute filme angucken.
Ich und viele andere Studenten schauen sehr wohl gute Filme von Fellini, Bertolucci etc. Ich hasse auch den SChrott im Kino und viel schlimmer: zdf schnulzen im tv. allerdings bin ich nur filmfan und kein Filmemacher.

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10. Februar 2008 12:34

Erschreckend!

Ricardo Salva (RicardoSalva)

Aus heiterem Himmel heraus wird einen an einem sonnigen Sonntagmorgen der jahrelang aufgestaute Ärger über den systematischen Ausschluß jedes Anspruchs aus der zeitgenössischen Kinoproduktion in Erinnerung gerufen.

Das Kartell von Fernsehsendern, Produktionsgesellschaften, Filmverleihern, Filmförderanstalten und Kinobetreibern befriedigt die Interessen einer verblödeten Gesellschaft, um an deren Geld zu kommen. Dem verfetteten Zuschauer wird Schokoladenpudding gereicht, statt ihm einen Arschtritt ins (geistige) Fitnessstudio zu verpassen. Die riesigen Geldsummen drehen sich dabei seit Jahrzehnten im Kreis und verteilen sich unter den immer gleichen Herstellern schrottreifer Ware, die der gemeine Kinogänger gierig in sich hineinfrißt, um sich zu anästhesieren.

Die perfekte Verblödungspirale: Ein einmal zur Verfügung gestelltes millionenschweres Fördervolumen wird einer Filmproduktionsgesellschaft ohne erneute inhaltliche Prüfung für ein Folgeprojekt zur Verfügung gestellt, wenn der geförderte Film an der Kinokasse erfolgreich war. Angesichts dieser Praxis braucht man sich nicht darüber wundern, welche Filme produziert werden.

Danke an Rosa von Praunheim, der die Dinge beim Namen benennt .

Ricardo Salva
-Filmemacher-

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