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Lesermeinungen
PRO
Jahr, Jahr!

So ein Jahr ist nicht viel, das kann man schon mal ausfallen lassen. Wie das geht, hat einst Papst Gregor XIII. gezeigt, der, weil der alte Kalender so furchtbar falsch ging, seine Reform damit begann, dass er zehn ganze Tage ausfallen ließ: Auf den 4. 

 
CONTRA
Nein, nein!

So alt hat lange kein Jahr mehr ausgesehen, bevor es auf die Welt kam. Verarmt, verhöhnt, als Schreckgespenst an so viele Wände gemalt, dass es sich inzwischen selbst nicht mehr erkennt. So ist das eben, wenn man in jungen Jahren als Vision ausgerufen wird. 

 
Max Records packt die Gelegenheit zur Flucht aus der Elternwelt mit furchtsamem Blick bei den Hörnern
Kinderbuchklassiker im Film
Im Wolfskostüm in die Unendlichkeit

Maurice Sendaks Kinderbuchklassiker „Wo die wilden Kerle wohnen“ ist ein Buch voll magischer Worte und Bilder. Und natürlich unverfilmbar. Der Regisseur Spike Jonze und der Schriftsteller Dave Eggers haben es trotzdem mit Erfolg auf die Leinwand gebracht. 

 
"Die Risiken waren mir bewusst": Die iranische Regisseurin Narges Kalhor im Atelier eines Freundes
Iranische Regisseurin Narges Kalhor
Eine Frage der Hoffnung

„Dein Leben ist nicht mehr sicher. Komm nicht zurück!“ Dass die Iranerin Narges Kalhor auf einem Filmfestival in Nürnberg einen systemkritischen Film gezeigt hatte, blieb in Teheran nicht unbemerkt. Nun fürchtet die Tochter eines Beraters von Ahmadineschad um ihr Leben. 

 

Fragen Sie Reich-Ranicki
Wir schauen nicht unter den Teppich

Die Schriftstellerin Hilde Spiel war auch eine vielseitige Kritikerin. Ihr fehlte es weder an Spott noch an Liebe, weder an Herzlichkeit noch an Ironie. Nur die Wertung wollte sie doch lieber vermeiden. Sie wollte den Kuchen essen und doch behalten. Marcel Reich-Ranicki erinnert sich. 

 
Verweigertes Recht auf Fortschritt: Der Westen denkt in Kopenhagen nicht wirklich global.
Klimagipfel und Entwicklungsländer
Armut hält die Luft rein

Vor dem Klima sind doch nicht alle Menschen gleich: Mit lächerlichen Summen will der Westen seine Klimaschuld abwälzen und sich die Entwicklungsländer vom Hals halten. Die Geschichte eines Skandals, der auch das intellektuelle Desinteresse an der Dritten Welt dokumentiert. 

Angst, Schweiß und Dänen: Die Klimakonferenz und die Kreativen
 
"Realtime" mag ja sein, aber das Versprechen für bessere Zeiten muss man darin nicht gleich sehen
Kulturpessimisten
Die Neophilister

Kulturpessimisten haben zwar nicht recht, aber dafür mehr vom Leben. Klar, dass die Fürsprecher des Fortschritts und insbesondere die Euphoriker des Internet da ganz schmale Lippen kriegen. 

 
Johann Nepomuk Nestroy, undatiertes zeitgenössisches Porträt
Fragen Sie Reich-Ranicki
Der Lebensüberdruss als Meisterwerk

In Österreich scheint sich die menschenfreundliche Ansicht bewahrt zu haben, dass Romane lesbar, Gedichte verständlich und Stücke spielbar sein sollten, findet Marcel Reich-Ranicki auf die Frage eines Lesers nach den Eigenarten der Literatur unseres Nachbarlandes. 

 
Kann sich alte Witze gut merken: Til Schweiger in "Zweiohrküken"
Im Kino: Zweiohrküken
Piep piep, ich hab' dich lieb

Nach dem großen Erfolg von „Keinohrhasen“ ärgerte sich Til Schweiger zu Recht darüber, dass sein Werk beim Deutschen Filmpreis komplett übergangen wurde. Bei der Fortsetzung, „Zweiohrküken“, ist das anders. Sie wird vollkommen zu Recht ignoriert werden. 

 
Eine Rose ist bei Goethe nicht einfach eine Rose
Fragen Sie Reich-Ranicki
Was zwischen den Zeilen steht

Die Literatur ist auf einen doppelten Boden angewiesen, der Journalismus hingegen soll sich um diesen Boden überhaupt nicht bemühen, er darf ihn nicht haben: Marcel Reich-Ranicki über zwei verwandte, doch verschiedene Genres. 

 
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