
Die konsequente Haltung der Öffentlich Rechtlichen finde ich gut. Wird dort doch nicht jeder Firlefanz gesendet, sondern ein Zeichen gesetzt, dass nicht jeder Preis bezahlt wird. Leider wird diese offene Dopingdiskussion nicht bei anderen Sportarten auch geführt. Ich habe den Eindruck die zeigen alle auf die Radfahrer und arbeiten unter der Decke weiter wie bisher.
Die Übernahme der Übertragungsrechte durch SAT. 1 ist in dieser Diskussion kontraproduktiv. Dass die Privaten jeden Schwachsinn kommenmtarlos senden, kennen wir ja nun schon lang genug.
Ich werde die Übertragungen bei SAT. 1 boykottieren, obwohl ich ein Tour-de-France-Fan bin. Ich hoffe, dass sich noch weitere Sportfan dem anschließen.
Karl Hoffmann

Nochmal zum Thema "Wer bezahlt werbefinanzierte Sender?":
Die Milchmädchenrechnung besteht in der Behauptung, irgendwelche Kosten werden einfach auf den "echten" Preis aufgeschlagen. Das würde jeder Verkäufer gerne tun. Es gibt einen Preis, der erzielbar ist. Wird dann noch etwas "aufgeschlagen", kauft der Kunde einfach nicht mehr.
Könnte der Verkäufer einfach auf Werbung verzichten, so täte er das sofort. Doch billiger würde das Produkt dadurch nicht. Warum sollte er wohl den Verkaufspreis senken, den er mit dem Produkt erzielen kann?
Auch ist Werbung nicht einfach eine Kostenposition, die man beliebig streichen könnte, sondern hat Einfluß auf den Umsatz.
Zu guter letzt gibt es reichlich Ausweichmöglichkeiten: von der namenlosen Nougatcreme statt der Fußballercreme bis zum Eisenwarenladen Müller anstatt "20 Prozent auf alles - außer Tiernahrung".
TF

oder genauer ausgedrückt: Fernsehen macht offenbar die Leute glauben, sie hätten allmächtige Fähigkeiten und könnten jederzeit mit der Fernbedienung über gut und böse richten.
Jedenfalls muss man das annehmen, wenn man die (einfältigen) Kommentare der Leser hier gelesen hat, die allen Ernstes meinen Radfahrer, Teamchefs, Tourorganisation und überhaupt alle würden ihr Haupt in Demut senken, nur weil irgendein Michael Schwinn oder ein Sascha Beege drohend mit der Fernbedienung wedeln.
Keine Fahrer (oder Sportler allgemein) haben je gedopt nur weil sie sich durch die Zahlungen deutscher Zuschauer an die GEZ dazu verpflichtet fühlten! Herrschaften, bitte hauen Sie mal mit dem Kopf kräftig auf die Tischplatte. Ich hoffe Sie spüren noch ein klein wenig Schmerz.
Die Tour war das "Baby" von ARD und ZDF. Sie haben es aufgepäppelt, als mit den ehemals ostdeutschen und systematisch gedopten Fahrern Bewegung in den darbenden Radsport kam. Sie haben den Hype um Ullrich mit entfacht und ausgenutzt. Die Tour wurde Dank ARD und ZDF zum Event. Wir waren die Guten, Doper immer nur die anderen.
Der Ausstieg ist schlicht scheinheilig und feige. Von Selbstkritik keine Spur. Wahrscheinlich erheben sie jetzt noch mahnend den Zeigefinger.

Der Tour Boykott von ARD und ZDF ist ungerecht und in höchstem Maße heuchlerisch. Ausgerechnet die Sendeanstalten, die jahrlang Gewohnheitsdoper wie Rolf Aldag als Co.Kommentatoren beschäftigt haben und die als Sponsoren das Team Telekom mit dem schon 2002 als Doper überführten Jan Ulrich mitfinanziert haben, spielen sich als moralische Instanz auf. Der Zuschauer, der als Zwangsgebührenzahler den Molocj öffentlich-rechtliches Fernsehen finanziert hat ein Recht auf eine qualifizierte und kritische Berichterstattung. Die positiven Proben bei deutschen Pedaleuren wie Sinkewitz und Kessler und Hondo beweisen doch gearde, dass die Kontrollen im Radsport funktionieren. ARD und ZDF, die als Co-Veranstalter vón Boxkämpfen auf die niedrigsten Instinkte der Zuschauer abzielen, haben sich selbst als ernstzunehmende Sportsender ad absurdum geführt.
Echte Radsportfans schauen eh schon lange am liebsten EUROSPORT und werden jetzt gerne ab und zu zu SAT1 schalten.
Ich bin gespannt wie ARD und ZDF auf den nächsten Dopingfall bei olympischen Sportarten wie Gewichtheben, Leichtathletik und Schwimmen reagieren.
Die Tour wird nicht sterben und der Radsport hat an Anziehungskraft nichts verloren.... ganz im Gegensatz zu ARD und ZDF.
Alfred Mang

Der verehrte Herr Koch hat in gewissem Masse schon recht, wenn er sagt, bzw. schreibt, dass wir Konsumenten
über den Produktpreis die Werbung, egal welche, mitfinanzieren und somit für Werbeeinnahmen bei den Kommerziellen Sendern sorgen. Aaaaber die Werbung wird nur dort platziert, wo es sich lohnt - nämlich bei hohen Einschaltquoten. Deshalb hat ja die Pro Sieben / Sat 1 Gruppe so schnell reagiert und überträgt - wegen der Einschaltquoten - es gibt leider immer noch genügend Mitbürger die den Ausweich nutzen und die Dopingtour
sehen. Ja, so sind wir eben, leider !
Eberhard Wedekind ( wedekind 3 )

Bei der Übertragung der Dopingtour geht es nicht nur
um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der reagiert hat, sondern auch um die Kommerziellen Veranstalter. Beide sind Teil des dualen Rundfunksystems in der Deutschen Republik. Deshalb kann es nicht sein, daß nun der Senderverbund Pro Sieben / Sat 1 die Dopingtour überträgt und damit die Unsportlichkeit quasi legitimiert. Die Medienanstalten, die für die privaten Veranstalter zuständig sind und die Sendelizenzen erteilten, haben doch hoffentlich schon interveniert, oder ? Der VPRT Chef Doetz wird dazu auch eine Meinung haben, sonst tritt er doch auch immer mit erhobenen Zeigefinger auf ! Und im Übrigen bleibt es ein Skandal. Meiner Meinung nach ist es dabei gleichgültig auf wessen Seite man steht. Moral und Verantwortung, gibt es sie noch?
Eberhard Wedekind ( wedekind 3 )

Hier ist der Beweis.
Es geht um viel Geld und das Interesse grosser Teile der Bevölkerung.
ARD und ZDF haben keine wirtschaftlichen Aspekte zu berücksichtigen, da wir ja mit horrenden Gebühren die Fernsehetats finanzieren.
Ich finde das prima, dass SAT1 hier einsteigt.

„Werbefinanziert“ sind die privaten Funk- und Fernsehanstalten, heißt es in allen seriösen Texten über dieses Thema.
Die Kosten für seine Werbung, egal welcher Art, muss ein Unternehmen bei der Kalkulation des Produkt-Preises berücksichtigen, Herr Frieling. Sonst wirtschaftet es sehr schlecht.
Und die Finanzierung des Privatfunks kann außer mit Werbungsentgelten nur über die Substanz gehen - mit der längerfristig sicheren Folge eines Konkurses.
Und das soll eine „Milchmädchenrechnung“ sein, Herr Thomas Frieling?
Zur Information ein Zitat aus dem Wikipedia-Lexikon:
„Zur Finanzierung können die privaten Rundfunkveranstalter auf Werbung, Teleshopping, sonstige Einnahmen (z. B. durch Merchandising), Entgelte (Pay-TV) oder eigene Mittel zurückgreifen.“
Wir Verbraucher alle bezahlen also den Kommerzfunk komplett - ohne dies vermeiden zu können! Egal ob wir den Privatfunk einschalten oder nicht.
Werbefinanziert ist daher konsumentenfinanziert.

Mit Zwangs-Gebühren finanziert wurde jahrelang mit den Doping-Akteuren gekuschelt. Die T-Teams wie die deutsche Nationalmannschaft hochgehalten.
Der Zwangsgebührenzahler als unfreiwilliger Sponsor von Dopingsport. Gut, wenn jetzt Schluß damit ist.

...sehr wohl.
Jetzt macht der Sender doch erst recht Kasse!!! Warum? Ganz einfach - Die Restlizenz werden die bestimmt nicht verschenkt haben...also auf den ersten Blick den Ruf gewahrt. Aber mal ehrlich dennoch unterstützen die doch damit dennoch die Tour de France wenn die Rechte weiterverkauft werden. Da ist den Verantwortlichen sehr wohl klar, dass SAT1/Pro7 die Ausstrahlung fortsetzt und keine Däumchen dreht. Da hätte also ARD/ZDF auch gleich weitersenden können...
Alles lächerlich.

"Passender" geht´s nicht: Nun hat eine der fragwürdigsten Sportveranstaltungen der Welt, auch angemessene Übertragungskanäle gefunden, nämlich ausgerechnet die deutschen Sender, denen wegen des Abbaus ihrer Nachrichtensendungen (!) der "Lizenzenzug" droht.
Ein Narr, wer ernstlich glaubt Sat1/Pro7 hätten auch nur einen Augenblick den Sport oder den Zuschauer im Auge gehabt.
Skrupel sind den Herren sowieso fremd oder "we are only in it for the money!"
Daniel Schisler
PS.: Wann stellt eigentlich die FAZ ihren Live-Ticker ab??

Ich verstehe die vorigen Kommentare nicht.
Wer will kann auschalten oder umschalten.
Ich schaue gerne Radsport, ob da nun alle gedopt sind ist mir egal.

Ich sehe das sowieso nicht als Grundversorgung an wenn ARD/ZDF das live übertragen.
Das kommerzielle können ja die Kommerz-Sender machen, die Ergebnisberichte reichen locker für ARD/ZDF

Herr Koch irrt wenn er schreibt, daß wir alle die werbefinanzierten Sender über unsere Produktkäufe bezahlen.
Die Rechnung, daß ein Hersteller einfach die Werbekosten auf den Produktpreis aufschlagen kann - und der Varbraucher zahlt halt - oder aber nicht wirbt, und das Produkt wird einfach billiger, ist eine klassische Milchmädchenrechnung.
Und wem der Werbeauftritt eines Produkts so gar nicht paßt, kann auf andere Produkte ausweichen. Die gibt es bei Mineralwässern und Telekommunikation zuhauf.
TF

Sat.1 - die Lizenz zum Weiterdopen! Klasse Herr Alberti, immer den niederen Instinkten nach. Am ehrlichsten mit verstärkten Werbeblöcken während der Live-Übertragung - vielleicht für Tabletten und Salben. Auch schon mal darüber nach gedacht, die Umsätze noch mit einem 24-Std.-Ampullen-Lieferservice auszubauen? Wem wollen Sie denn damit helfen - dem Sport?

....fressen nur sterbendes oder totes Fleisch.

Herzlichen Glückwunsch!
Die Dummen werden nicht alle.
Es ist leider so, dass (wie im richtigen Leben) auch hier nur "Schmerz" und Belohnung zu einem Lerneffekt führt. Die Chance hier erzieherisch tätig zu werden hat Sat.1 gründlich vermasselt. Jetzt liegt es am Verbraucher, auch wenn's schwer fällt, erzieherisch zur wirken und sowohl den Radsport als auch Sat.1 zu boykottieren.
Was dürfen die denn noch alles machen und werden dann noch belohnt?

Warum wundert es mich nicht. ARD und ZDF haben in meinen Augen mehr als richtig gehandelt. Ohne Zuschauer und Interessenten ist der Sport und damit die gesamte Doping Aktion nichts wert.
Der Leistungsdruck entsteht durch unsere Investitionen. Zeit und Geld.
Wer geglaubt hat eine Offenbahrung für das Ende der Dopingwelle reicht, war noch nie im Wasser.
Ignoranz straft und ARD und ZDF hat es verstanden. Aber jetzt kommen die Geier und fressen das verdorbene Fleisch. Aber Vorsicht SAT1 und Kollegen, nicht immer ist es von Vorteil sich an den gedeckten Tisch zu setzen. Es kann bei übermäßigem Verzehr auch abführend wirken.
So meine Wünsche.

Eiliger Medikamententransport ist wohl treffender.
Wenn es nicht so traurig wäre.
Wer glaubt, dort fährt jemand ungedopt, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.

Jetzt kommt zusammen, was zusammen gehört.
Ich kann auf Beides verzichten.

Wer hätte denn auch etwas anderes vermutet? Das sich die kommerziellen Sender wie die Geier auf das Festessen stürzen würden war doch abzusehen. Aber genau wie die Geier nähren sie sich an einer Sportart, deren faule Methoden zum Himmel stinken. Wer einer Sportart, die nur noch mit Doping über die Runden zu bringen ist, zuschauen und dabei Zeit vergeuden will - bitte schön. ARD und ZDF haben endlich einmal Mut gezeigt und Position bezogen. Das SAT1/PRO7 eine gefüllte Geldbörse vor Rückgrat geht - wen wundert's?

ARD und ZDF haben den Dopingsport (=Betrugssport) lange, lange unterstützt. Unsere Gebühren für die Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten wurden damit teilweise verprasst. Das muss doch jedermann klar sein!
Aber was liest man nach den aktuellen Entscheidungen? Es gibt Leute, die fordern ihre Gebühren zurück und zeigen, dass sie überhaupt nicht begriffen haben, dass sie doch selber alle mit dem Kauf von Waren und Dienstleistungen den milliardenschweren Kommerzfunk bezahlen.
Wie nicht anders zu erwarten war, stürzen sich nun die gewissenlosen Raffkes des Kommerzfunks auf die von ARD und ZDF bereitgestellte Gelegenheit.
Die Zuschauer des Privatfunks begreifen wohl auch nicht, dass sie damit Sportarten, in denen systematisch betrogen – und die Gesundheit der Aktiven gefährdet wird - unterstützen.

ARD und ZDF haetten schon viel frueher aussteigen sollen. Es ist schon seit langem nicht hinnehmbar, dass man ueber Fernsehgebuehren, denen man sich nicht entziehen kann, gezwungen war, die Machenschaften, die jetzt zu Tage treten, die viele Mitmenschen aber nicht wirklich ueberrascht haben, mit zu finanzieren. Das macht auch den Unterschied zu Privatsendern aus.
Leider wird in der Sache bisher zu oberflaechlich diskutiert: Die eigentliche Ursache liegt doch in der fast fanatischen Begeisterung, die derartigem "Leistungssport" nahezu vollkommen kritiklos entgegengebracht wird, der mit Sport im guten Sinne kaum noch etwas zu tun hat. Und das gilt nicht nur fuer den Radsport...

So ist das Leben, auch das Leben mit einem teilweise verseuchten Radsport. Nach der Knall-und Fall-Entscheidung von ARD/ZDF nun der privatrechtliche Ersatz!
Die einen, die jahrelang nur gelobhudelt haben, und sich und ihre Zuschauern nun dafür bestrafen möchten, steigen aus....mit jämmerlichen Gründen....und die anderen scheinen zurecht solche Gründe nicht für voll zu nehmen und steigen ein. Eine Ohrfeige, die knallt und schallt.

Ein weiterer Beweis für das nicht Benötigen des öffentlich rechtlichen Rundfunks!