12. Dezember 2009

Um: Einleben

Typen der Stadt: Amelie Fried

Von Judith Féaux de Lacroix



Amelie Fried fühlt sich Ulm noch immer verbunden.
06. Dezember 2004 
Amelie Fried Sie ist nicht nur Moderatorin der Talk-Sendung "3 nach 9" bei Radio Bremen, sondern sie hat auch zahlreiche Romane und Kinderbücher verfaßt. Außerdem schreibt Amelie Fried als freie Journalistin für Zeitschriften wie Elle, SZ, Eltern oder Max. Für ihre journalistische Tätigkeit erhielt sie den Grimme-Preis, für ihr Buch "Hat Opa einen Anzug an?" den Deutschen Jugendliteraturpreis 1998. Die Ulmerin zog mit 11 Jahren von der Donau in ein hessisches Internat. Danach lebte sie noch mal ein Jahr in Ulm, bevor sie zum Studium nach München ging. Der Stadt fühlt sie sich immer noch verbunden.

? Kommen Sie heute noch oft nach Ulm?
:
Ich besuche in Ulm natürlich meine Mutter und meine älteste Freundin, bin also einige Male im Jahr in meiner alten Heimatstadt.

? Hat sich die Stadt im Laufe der Zeit verändert?
:
Ja, die Stadt hat sich sehr verändert, ist moderner und lebendiger geworden, was sicher zu einem großen Teil mit der Universität zu tun hat. Neubauten wie das Stadthaus oder der Anbau am Ulmer Museum prägen das Stadtbild ebenfalls sehr positiv.

? Was ist Ihr Lieblingsplatz in Ulm?
:
Der Münsterplatz, die Altstadt, die Friedrichsau - es gibt viele Plätze, an die ich schöne Erinnerungen habe.

? Was ist für Sie das Besondere an der Stadt?
:
Ulm wird immer meine Heimatstadt bleiben, auch wenn ich schon seit über 30 Jahren anderswo lebe. Wenn ich nach Ulm komme, fühle ich mich zu Hause. Diese Geborgenheit und Vertrautheit habe ich sonst nirgendwo gefunden.

? Stört Sie auch irgendetwas an Ulm?
:
Na ja, daß Ulm nicht gerade eine Weltstadt ist, muß ich Ihnen nicht sagen. Und manchmal wird das Gemütliche auch zum Schwäbisch-Provinziellen. Als ich noch dort war, dachte ich jedenfalls, daß ich anderswo leben möchte. Wenn ich heute hinkomme, ist das manchmal auch umgekehrt.

Text: Hochschulanzeiger Nr. 75, 2004
Bildmaterial: Privat