10. November 2009

Frankfurt: Einleben

Typen der Region: Petra Roth

Von Katharina Terheggen



Petra Roth
08. März 2004 
Petra Roth ist Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt und Präsidentin des Deutschen Städtetages. Seit 1972 engagiert sie sich für die CDU. Die 59jährige Politikerin ist gelernte Arzthelferin und Mutter zweier Söhne.

? Sie wurden in Bremen geboren, leben jetzt seit längerem in Frankfurt. Was ist der Unterschied zwischen Hessen und Hanseaten?

: Frankfurter sind natürlich Hessen, aber die Hessen sind doch sehr unterschiedlich, so daß ich nur über Frankfurt sprechen kann. Wie Bremen ist Frankfurt eine weltoffene, dem Fremden aufgeschlossene Stadt, aber doch noch vielfältiger und internationaler, eben eine Global City.

? Wohnt auch hier, wer in Frankfurt arbeitet? Oder doch lieber im Taunus?

: Nein, jeden Tag kommen Hunderttausende zum Arbeiten in die Stadt. Keineswegs nur aus dem Taunus. So ist das in einem internationalen Wirtschaftszentrum. Aber wir möchten natürlich, daß möglichst viele in Frankfurt leben und arbeiten.

? Was müssen Neuankömmlinge mitbringen, um sich schnell einzugewöhnen?

: Unvoreingenommenheit.

? Von wo aus hat man den schönsten Ausblick auf die Stadt?

: Nach meiner Meinung vom südlichen Ufer des Eisernen Stegs aus.

? Wo sind die schönsten Plätze zum Entspannen?

: Der Opernplatz, der Carl-Norden-Platz im Deutschherrnviertel, aber auch der Friedberger Platz und natürlich das Mainufer.

? In welches Restaurant sollte man mal gegangen sein?

: Da müßte ich bei der Auswahl einige nennen, je nach Neigung. Aber damit täte ich anderen Unrecht.

? Wenn Sie 50.000 Euro bekämen, was in der Stadt würden Sie verschönern?

: Unsere schönen Brunnen länger sprudeln lassen und abends stets beleuchten.

Text: Hochschulanzeiger Nr. 71, 2004
Bildmaterial: PR