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Vergütungsinformationen sind Gold wert

Von Elke Matthes

Karrieresprung - bei FAZ.NET

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19. September 2003 Zahlen wir zu viel, zu wenig oder liegen wir richtig?“ Diese Frage stellen sich Vorgesetzte und Experten aus der Personalabteilung gerade dann, wenn nach Fusionen unterschiedliche Vergütungsstrukturen harmonisiert werden müssen oder sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt ändert.

Was tun, wenn Bewerber in dieser Situation zu günstigeren Konditionen eingestellt werden können als in den vorangegangenen Monaten, jedoch Führungskräfte und Fachkräfte mit speziellem Know-how weiterhin merkbare Gehaltserhöhungen fordern? In dieser Lage schaffen innovative Vergütungsvergleiche, zeitnah, mit geringem Aufwand und onlinegestützt durchgeführt, Transparenz und Klarheit.

Zweckreiche Vergleiche

Die am Markt üblichen Niveaus barer und unbarer Gehaltsbestandteile für bestimmte Funktionsbereiche bzw. Funktionen lassen sich mit Hilfe von Vergütungsvergleichen ermitteln. Sie bieten einen Überblick über Grundgehalt, variable Bezüge, Total Cash Vergütung und über die Zusammensetzung der Gesamtvergütungspakete. Derartige Informationen über die Gehaltsbestandteile sind für Unternehmen Basis einer markt- und anforderungsgerechten Vergütungsgestaltung. Sie unterstützen Unternehmen u.a. bei

- der Konzeption eines Vergütungssystems, z.B. nach der Beendigung der Start-up-Phase und Eintritt in die Expansions-Phase,

- der Überprüfung der bisherigen Vergütungspraxis, z.B. im Hinblick auf Einschätzungen und Erwartungen von Mitarbeitern und Führungskräften,

- der Weiterentwicklung des bestehenden Vergütungssystematik, z.B. bei veränderten Unternehmenszielen oder

- bei der Vereinheitlichung von Vergütungssystemen z.B. in Post-Merger-Situationen.

Vergütungsinformationen helfen Unternehmen, das Niveau und die Struktur der Vergütung zu überprüfen. Sie klären, ob das aktuelle System der angestrebten Vergütungspositionierung entspricht, die das Unternehmen im Vergleich zum relevanten Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt vertritt. Die Informationen zeigen auf, ob und inwiefern Handlungsbedarf zur Optimierung der unternehmensspezifischen Vergütung besteht.

Zeitgemäße Vergütungsvergleiche

Vergütungsinformationen können über Datenbanken abgefragt oder innerhalb einer Benchmarking-Gruppe von Vergleichsunternehmen erhoben werden. Gegenüber einfachem standardisierten Datenabruf bieten „Survey-Clubs“ den Teilnehmern den Vorteil, eigene Gehaltsdaten einzubringen und sie im direkten Vergleich zu den Marktdaten zu analysieren.

Survey-Clubs umfassen einen definierten Kreis von Unternehmen, die an einem gemeinsamen Vergütungsvergleich interessiert sind. Die Absichten des Survey-Clubs ergeben sich z.B. aus dem Bedarf an gezielten Vergütungsinformationen zu bestimmten Branchen bzw. Branchensegmenten, Funktionsbereichen oder Job-Familien. Auch Informationen zu Regionen und/oder tariflichen, außertariflichen bzw. tariffreien Entgeltstrukturen sind von großem Interesse. Meist sind externe Berater mit der Durchführung der Survey-Clubs betraut.

Eine qualifizierte Beratungsleistung umfasst neben der administrativen Betreuung des Survey-Clubs sowie der Gewährleistung von Anonymität und vertraulicher Behandlung der Teilnehmerdaten noch weitere Dienste. Hierzu zählen insbesondere die Sicherstellung eines aussagefähigen Funktionsmatching sowie die Plausibilitätsprüfung der Datenlieferungen. Auf Wunsch der Teilnehmer wird dieser Service um zusätzliche Vergleiche der Vergütungspraxis der teilnehmenden Unternehmen sowie um Ergebnispräsentationen des Vergütungsvergleichs, Erfahrungsaustausche und ähnliche Leistungen ergänzt.

Einen derartigen Survey-Club startet PricewaterhouseCoopers am 25.September 2003 für Unternehmen aller Größen und Branchen in den Wirtschaftsregionen Rhein-Main und Mannheim / Ludwigshafen.

Internetgestütztes Vergütungs-Benchmarking

Innovative Tools für Vergütungsvergleiche sind für Teilnehmer an Vergütungsvergleichen besonders komfortabel und aussagefähig:

- Die Teilnehmer des Survey-Clubs können die Gehaltspositionierung ihrer Funktionen im Vergleich zu den aggregierten Daten aller Teilnehmer im „Club-Markt“ ermitteln.

- Um den bestmöglichen Abgleich der Positionen zu gewähren, vergleichen sie die Stellen anhand ihres Anforderungsniveaus und damit ihrer Wertigkeit. Diese Wertigkeiten der Positionen können mit einem integrierten „Job-Matching-Tool“ vom teilnehmenden Unternehmen selbst ermittelt werden. Ein aufwendiger Vergleich von Stellenbeschreibungen und Tätigkeitsschwerpunkten entfällt.

- Vergütungskurven auf Basis der Wertigkeiten der Positionen ermöglichen - im Gegensatz zu starren Klassifizierungen der Funktionen - eine genauere Betrachtung der Marktvergütung.

- Die aggregierten Vergütungsdaten werden wahlweise inklusive oder exklusive der eigenen Daten dargestellt.

- Bei hinreichend großem Datenbestand können die Teilnehmer die Vergütungsdaten u.a. in Bezug auf Industrie, Branche, Regionen, Unternehmensgröße und Stellenwerte selbst selektieren und analysieren. Dabei wird die Anonymität der Entgeltdaten der teilnehmenden Unternehmen auch bei feiner Selektion sicher gestellt.

- Der elektronische Zugriff auf die aktuellen Vergütungsdaten ist durch eine teilnehmerbezogene User-ID und ein Passwort geschützt.

Ergebnisse der Analyse lassen sich meist in Tabellen und graphisch in Form von Boxplots oder als Vergütungskurven darstellen. Die Vergütungsanalyse liefert Mittelwerte, Dezile, Quartile und Mediane sowohl für den Club-Markt als auch für das eigene Unternehmen. Die Survey-Teilnehmer können die Ergebnisse direkt aus dem Internet-Portal ausdrucken oder die Daten in eine Excel-Tabelle exportieren, um sie an ihrem Computer weiter zu bearbeiten.

Benutzerfreundliche Menüs, Online-Manuals und Hilfefunktion stellen eine einfache Handhabung des Systems ohne aufwendige und kostspielige Schulungen der Teilnehmer sicher. PricewaterhouseCoopers bietet mit dem internetgestützten Vergütungsinformationssystem namens c-port eine derartiges Instrument an.

Qualitätsmerkmale des Vergütungsvergleichs

Vergütungsvergleiche sind ein notwendiges Instrument für die Gestaltung und Weiterentwicklung einer unternehmensspezifischen und marktorientierten Vergütungsstrategie. Aktualität, valides Job-Matching, Analyse- und Auswertungsoptionen bestimmen neben einer ausreichend großen Datenmenge und der Einbeziehung der relevanten Vergleichsunternehmen die Qualität.

Elke Matthes, Managerin in der strata Vergütungsberatung von PricewaterhouseCoopers, Frankfurt

E-mail: elke.matthes@de.pwc.com

www.pwc.com/de

Weitere Informationen zu internetgestützten Vergütungsvergleichen erhalten Sie hier



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