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Ebay-Chefin Whitman enttäuscht die Märkte und tritt ab

24. Januar 2008 Im vierten Quartal kletterte der Überschuss von Ebay um mehr als die Hälfte auf 530,9 Millionen Dollar (362,9 Millionen Euro). Der Umsatz stieg um mehr als ein Viertel auf 2,18 Milliarden Dollar. Das teilte Ebay am Mittwochabend nach Börsenschluss in San Jose (Kalifornien) mit.

Damit schnitt Ebay besser ab als von der Wall Street erwartet. Für das laufende Quartal rechnet Ebay mit einem Umsatz von bis zu 2,05 Milliarden Dollar sowie einem Gewinn je Aktie zwischen 1,63 und 1,67 Dollar. Dies liegt unter den bisherigen Schätzungen der Analysten.

Aktie verliert nachbörslich sieben Prozent

Die Aktie verlor nachbörslich knapp sieben Prozent auf rund 27 Dollar. Im Tagesverlauf hatte der Titel noch 6,7 Prozent zugelegt. Der Internet-Konzern kämpft seit einiger Zeit mit einem langsameren Wachstum im Kerngeschäft mit Auktionen. Ebay hat daher bereits mit einer Reihe von Veränderungen auf der Webseite und beim Service begonnen. Zudem soll das Gebührenmodell bei den Auktionen umgebaut werden.

Im Gesamtjahr brach der Ebay-Gewinn um mehr als zwei Drittel auf 348,3 Millionen Dollar ein. Eine milliardenschwere Abschreibung nach dem Kauf der Internettelefonie-Firma Skype verhagelte die Bilanz. Der Umsatz stieg um mehr als ein Viertel auf 7,67 Milliarden Dollar.

Verhaltene Erwartungen für das laufenden Jahr

2008 soll er auf 8,50 bis 8,75 Milliarden Dollar zulegen, während die Expertenprognose 9,02 Milliarden Dollar vorsieht. Das war enttäuschend und ein Grund für den nachbörslichen Rückgang der Aktie. Den Gewinn je Aktie (EPS) sieht das Unternehmen vor Sonderposten bei 1,63 bis 1,67 Dollar. Die Experten rechnen mit 1,66 Dollar.

Angetrieben wurde das Wachstum von allen Geschäftsbereichen, hieß es weiter. Besonders robust seien aber das Bezahlsystem PayPal, der Tickethandel bei StubHub und Skype gewachsen.

Der neue Chef ist seit 2005 dabei

An der Spitze von Ebay steht künftig John Donahoe, der seit 2005 das Auktionsgeschäft führt. Die seit fast zehn Jahren amtierende Ebay-Chefin Meg Whitman bleibt Mitglied des Verwaltungsrates. Die 51jährige zählt zu den Veteranen der Internet-Wirtschaft und war eine der wenigen Frauen an der Spitze eines großen amerikanischen Konzerns.

Whitman hatte vor fast genau zehn Jahren, im März 1998, die Führung des damals noch jungen Auktionshauses mit gerade einmal 30 Angestellten übernommen. Im September 1998 ging Ebay an die Börse. Heute beschäftigt das Unternehmen 15.000 Mitarbeiter und zählt weltweit 248 Millionen registrierte Nutzer.



Text: @stt mit Agenturmaterial von dpa-AFX, Reuters, vwd, Dow Jones
Bildmaterial: REUTERS

 
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