Stahl

Erholung der Klöco-Aktie dürfte sich fortsetzen

29. Januar 2008 Großer Beliebtheit erfreute sich die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co. nach dem Börsengang des Unternehmens Mitte 2006. Der Kurs stieg und stieg ohne nennenswerte Schwächephasen, bis er im Sommer 2007 bei 63,20 Euro seinen Höhepunkt erreicht hatte.

Dann kam die Kreditkrise und die Geschicke wendeten sich. Etwas volatiler, aber genauso unerbittlich ging es abwärts, bis die Notierung vor wenigen Tagen bei 20,16 Euro ankam. In ihren Anfangstagen hatte die Aktie einmal zu rund 14 Euro notiert.

Kreditkrise und Schwächen im Geschäft bewirkten Kurswende

Mit zur Wende trugen auch schwäche Geschäftszahlen bei. Im zweiten Quartal 2007 verbuchte das Unternehmen sowohl operativ als auch netto ein niedrigeres Ergebnis als im Vorjahr. Das operative Ergebnis sank auf 103 Millionen Euro von 104 Millionen im Vorjahr, der Jahresüberschuss gab von April bis Juni deutlich auf 35 Millionen Euro von zuvor 75 Millionen Euro nach.

Der Umsatz stieg vor allem aufgrund höherer Preise und weniger höherer Mengen auf 1,65 Milliarden Euro. Zwar hatte das Unternehmen erklärt, für das Gesamtjahr sei der Ausblick „unverändert positiv“ und ein Ende der positiven Marktentwicklung nicht erkennbar. Doch im schwachen Umfeld und angesichts der hohen Kursgewinne konnte das den Kurs nicht stabilisieren.

Auch war die Erwartung eines operativen Ergebnisses über dem Niveau des Vorjahres für das Gesamtjahr 2007 nicht eben ehrgeizig, dann folgte im vergangenen Oktober eine Gewinnwarnung, in der Klöco einen Wert von rund 355 Millionen Euro in Aussicht stellte.

Gewinnrückgang unter den Erwartungen

Insofern ist es am Dienstag durchaus erfreulich zu nennen, dass der operative Gewinn tatsächlich weniger stark auf 365 Millionen Euro von 395 Millionen Euro im Vorjahr zurückging. Der Umsatz stieg 2007 wie erwartet deutlich. Den vorläufigen Zahlen zufolge kletterten die Erlöse auf 6,3 Milliarden von zuvor 5,5 Milliarden Euro. Klöckner begründete dies mit den Preissteigerungen und den getätigten Akquisitionen. Für das laufende Jahr rechne der Vorstand mit einem Ergebnis „auf hohem Niveau“, hieß es.

Angesichts eines für den Tag freundlich erwarteten Umfelds dürften die Zahlen einige Freunde der Aktie zurücklocken. Immerhin übertraf das Unternehmen auch die Analystenprognosen, die sich nur leicht über denen des Unternehmens bewegt hatten. Schon auf Basis der Analystenprognosen für das laufende und kommende Jahr ist die Aktie mit geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnissen von 6,8 und 6,3 nicht eben hoch bewertet.

Alles spricht für eine Erholung

Charttechnisch fehlen ausgeprägte Widerstände und Unterstützungen, da die Kursentwicklung bislang in beiden Richtungen ausgesprochen steil verlaufen ist. Die jüngste Erholung des Titels gibt zudem Anlass, auf eine Fortsetzung dieser Bewegung zu hoffen, die die Notierung zunächst über das Novembertief bei 25,88 Euro und später über das Hoch von 32,76 Euro aus dem gleichen Monat führen könnte.

Bereits am Montag hatte sich die Aktie erholen können und auch vorbörslich verzeichnet sie bereits ein Plus von mehr als sieben Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Montag. Indes gilt auch für die Klöco-Aktie das allgemeine Risiko eines Aktien-Investments, dass in diesen Tagen nicht von der Hand zu weisen ist.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.



Text: @JüB
Bildmaterial: F.A.Z., Klöckner & Co

 
NamePunkteProzent
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TecDax 734,26 -0,60
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STOXX 50 3.275,20 -1,67
Nikkei 225 13.237,89 -0,21
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