Maschinenbau

Aktie von Parker Hannifin arbeitet an neuem Hoch

Rex Harvey gilt als einer der erfinderischsten Köpfe bei Parker Hannifin

Rex Harvey gilt als einer der erfinderischsten Köpfe bei Parker Hannifin

02. Februar 2006 Mit netten Kursgewinnen und einem mittelfristigen Aufwärtstrend macht die Aktie des mittelständischen amerikanischen Maschinenbauers Parker Hannifin auf sich aufmerksam. Das Papier steht nach einer Zwischenkorrektur in den vergangenen Monaten mit einem Tagesplus von 1,82 Prozent auf 77,15 Dollar am Mittwoch kurz davor, ein neues Allzeithoch zu markieren.

Diese Kursentwicklung dürfte nach einem Blick auf die fundamentalen Daten kaum überraschen. Denn zumindest im vergangenen Geschäftsjahr konnte das Unternehmen seinen Umsatz um 15,6 Prozent steigern auf 8,215 Milliarden Dollar, das operative Einkommen um 36,4 Prozent auf 849 Millionen Dollar und den Nettogewinn sogar um 58,4 Prozent auf 548 Millionen Dollar oder 4,57 Dollar je Aktie. Der operative Cashflow belief sich auf 872 Millionen Dollar und damit auf 10,6 Prozent des Umsatzes.

Unternehmen ist weiterhin auf Wachstumskurs

Auch im laufenden, im Juli begonnenen, Geschäftsjahr scheinen die Geschäfte nicht schlecht zu laufen. Der Gewinn im ersten Quartal lag 7,2 Prozent über jenem des Vorjahres und der des zweiten konnte im Jahresvergleich sogar um 22,3 Prozent verbessert werden. Auf Sicht des Gesamtjahres rechnen die das Unternehmen beobachtenden Analysten mit einer Gewinnsteigerung von 14,7 Prozent auf dann 5,22 Dollar je Aktie.

Mit einem Kurs-Gewinnverhältnis auf dieser Basis von 14,78 scheint die Aktie angesichts des vorgelegten Wachstums noch vernünftig bewertet zu sein. Die durchschnittliche Bewertung vergleichbarer Unternehmen liegt nach Angaben von Thomson Financial bei etwas mehr als 17.

Das Unternehmen stellt Produkte und Komponenten her, die zur Bewegungskontrolle und zur Steuerung von Flüssigkeitskreisläufen notwendig sind. Die Produkte, angefangen von hydraulischen, pneumatischen und elektromechanischen Sensoren und Steuerungsgeräten bis hin zu notwendigen Filtern, Zylindern, Motoren, Schläuchen, Dichtungen und Verbindungsstücken werden in weiten Teilen der unterschiedlichsten Branchen verwendet.

Dazu zählen industrielle Produktionsbetriebe genauso wie Verpackungsunternehmen, der Transportbereich und Baumaschinen. Für die Luftfahrt werden Komponenten für die Kontrolle und Steuerung der hydraulischen und pneumatischen Systeme und die Kraftstoffversorgung entwickelt und hergestellt. Im Bereich der Klimakontrolle werden Klimaanlagen genauso hergestellt wie reine Kühlanlagen und andere Anwendungen.

Solide Entwicklung in den vergangenen Jahren

Parker Hannifin wächst nicht nur organisch, sondern auch durch die Übernahme weiterer Unternehmen, um auch auf diese Weise die Produktpalette ständig zu erweitern. Das Unternehmen ist weltweit tätig, erzielte allerdings im vergangenen Geschäftsjahr noch etwa 42,7 Prozent seiner Umsätze in Nordamerika. Damit besteht eine gewisse Gefahr, daß es sich mit einer gewissen Wachstumsabschwächung aufgrund der steigenden Zinsen konfrontiert sehen könnte. Auf der anderen Seite entwickelt sich der Investitionsgüterbereich bisher robust und die Auftragsbücher der Luftfahrtriesen Boeing und Airbus sind prall gefüllt. Das sollte sich auch bei den Zulieferern bemerkbar machen.

Insgesamt dürfte die Aktie aufgrund der soliden Entwicklung in den vergangenen Jahren in einem anhaltend freundlichen Umfeld weiteres Kurspotential haben. Absicherungsstrategien können jedoch sicherlich nicht schaden. Vor allem auch nicht mit Blick auf die Lage des Dollars und ein Beta von knapp 1,3.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.



Text: @cri
Bildmaterial: Associated Press, The Plain Dealer, FAZ.NET

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