Autos

Die Deutschen drücken den Preis

22. Dezember 2007 Neue Autos standen bei den Deutschen im vergangenen Jahr nicht sehr hoch im Kurs. Darum haben die Autohändler einander mit immer neuen Rabatten unterboten. Den Citroën C3 gab es mit rund 29 Prozent Rabatt, für den größeren Renault Scenic ließ sich fast genauso viel herausholen. Auch Autos von deutschen Herstellern waren munter dabei, beim Volkswagen-Händler gab es auf einen Polo 20 Prozent Preisnachlass.

Das wird im nächsten Jahr so weitergehen, glaubt Willi Diez, Professor am Nürtinger Institut für Automobilwirtschaft. Die Hersteller hätten immer noch viele Autos für den deutschen Markt vorgesehen - so viele, dass wieder kaum ein Autokäufer den Listenpreis zahlen wird. Die Rabatte könnten sogar noch größer werden. Möglicherweise blieben auch im Ausland noch einige Autos übrig, die dann nach Deutschland kämen und den Preis noch zusätzlich drücken könnten.

Audi hat die Preissenkung sogar schon in seiner offiziellen Preisliste umgesetzt: Der billigste A4 soll ab Januar nicht mehr 29 000 Euro kosten, sondern nur noch rund 26 000 Euro.

Von der umstrittenen neuen CO2-Abgabe der Europäischen Union bleiben die Autokäufer im nächsten Jahr auf jeden Fall noch verschont. Wenn sie überhaupt eingeführt wird, gilt sie frühestens von 2012 an.

Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 23.12.2007, Nr. 51 / Seite 43
Bildmaterial: picture-alliance / dpa/dpaweb

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