Im Interview: Gary Shilling

„Ich würde gegenwärtig keine Aktien kaufen“

Spezial Zinsphantasie treibt die Börsen nach oben. Anlageexperte Gary Shilling ist jedoch vorsichtig. Er rechnet aufgrund der Immobilienkrise mit einer Rezession in Amerika und fallenden Aktienkursen, dagegen setzt er auf Treasuries.

Lesermeinungen zum Beitrag

17. Dezember 2007 20:42

Gary Shilling Interview

Theodor Proffe (profferolly)

Sehr gut. Unaufgeregt und analytisch. Kommentare dieser Qualität sind eine echte Bereicherung.

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16. Dezember 2007 09:13

Die Objektivität sollte man schätzen

Bernd Mueller (BM-B)

Der Leser Dünnhaupt sollte auch die andere Seite der Medaille erwähnen, weil man sich sonst der Entgegnung, einseitig zu berichten, nicht erwehren kann. 49.000.000.000.000 USD, der derzeitige Schuldenstand, trotz des Exportes. Wer sich etwas sachkundiger informieren will, sollte die auch von Dr. Milton Friedman positiv beurteilte amerikanische Seite aufschlagen: http://mwhodges.home.att.net/nat-debt/debt-nat-a.htm, die zu der ernüchtenden Feststellung kommt: "America is less and less independently in control of its economy".

Lesen Sie bitte diesen Bericht, er wird Ihnen die Augen öffnen und Sie beginnen sich zu fragen, ob dieses Geheimnis der Prosperität ad infinitum so fortgesetzt werden kann!

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15. Dezember 2007 11:16

niedriege inflation durch fallende hauspreise

Christian Bartke (DerBartke)

man muss aber sehen das die niedrige inflation eben auch durch die stark fallenden Hauspreise verursacht wird!!
<br>
<br>Damit die Hauspreise wider ihr historisches mittel erreichen müssten sie um 30% fallen. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass in den letzten jahren jede menge Menschen sich häuser gekauft haben die eigentlich nicht die mittel dazu haben und nur durch die niedrigst zinsen und die fehlende risikobewertung der banken, ausgelöst durch den jahrelang auf historischen tiefstwerten dümpelnden leitzins, sieht man ganz schnell wie viele leute noch auf die nase fallen werden und wie hoch die verluste der banken werden.
<br>Gestern habe ich gelesen (weiß die quelle leider nich mehr entweder FAZ, Spiegel oder süddeutsche), dass, wenn die hauspreise um 20% fallen, etwa 13 mio us bürger ihre häuser verlieren werden. Wenn es 30% Wertverlust werden steigt die zahl auf 20 mio.

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14. Dezember 2007 21:53

Rezession oder Nichtrezession -- das ist die Frage

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Die Immobilienblase ist geplatzt, die Banken schreiben ihre Fehlspekulationen ab.
Mittlerweile brummt die US-Wirtschaft, der Export erzielt nie geahnte Rekorde, die globalen Großfirmen fahren aus dem Ausland dickere Profite denn je ein, die Arbeitslosigkeit ist auf dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten, es herrscht weniger Inflation und höhere Produktivität als in der EU, die Verbraucher kaufen nach wie vor, und das Wirtschaftswachstum steigt weiter -- zwar nicht mehr so robust wie im Sommer, aber immerhin, es steigt noch.

Wie verträgt sich das miteinander? Der Markt bleibt vorsichtig, denn die Preisfrage bleibt unbeantwortet, ob und wann die Finanzkrise auf die Weltwirtschaft übergreift, oder ob man sie abschotten kann. Experten beziffern die Chancen einer Rezession im Jahr 2008 mit 45%, oder anders gesagt, keiner Rezession mit 55%. Auch nach der asiatischen Finanzkrise vor einem Jahrzehnt dauerte es noch bis zum folgenden Herbst, ehe die gesamte russische Wirtschaft total zusammenbrach.

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