Von Thomas Miskell
25. April 2001 Lambda Physik ist einer der eindrucksvollsten Newcomer im Nemax 50. Mit einem Umsatzwachstum von 68 Prozent auf 71,6 Millionen Euro im zweiten Quartal des Geschäftsjahres hat sich das Wachstum nach plus 56 Prozent im ersten Quartal weiter beschleunigt.
Schon nach dem halben Geschäftsjahr ist der Umsatz mit 104,9 Euro doppelt so hoch wie im gesamten Jahr zuvor. Der Jahresüberschuss stieg um 124 Prozent auf 11,5 Millionen Euro und der Netto-Gewinn um 215 Prozent auf sechs Millionen Euro. Der Auftragseingang liegt mit 104,1 Millionen Euro 66 Prozent über dem Vorjahreswert.
Erwartungen übertroffen
Diese Zahlen der Vergangenheit liegen nicht nur über den Erwartungen des Marktes, sondern Lambda Physik hat auch die Umsatz-Prognosen für das Gesamtjahr von plus 30 bis 35 Prozent auf plus 40 bis 45 Prozent erhöht und geht davon aus, dass der Nettogewinn sogar noch stärker wachsen wird.
Auf dieser Grundlage erhöhen wir unsere Schätzung für den Gewinn je Aktie für 2001 von 95 Cents auf 1,10 Euro und für 2002 von 1,52 Euro auf 1,63. Auch wenn der Neue Markt in den vergangenen 13 Monaten eine wechselhafte Geschichte hinter sich gebracht hat, dürften Anleger trotzdem bereit sein, für Qualität eine Prämie zu zahlen. Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse sind mit 61 und 41 zwar beachtlich sind, dürften aber mit Blick auf das Umsatz- und Gewinnwachstum nicht zu hoch sein. Deswegen empfehlen wir die Aktie weiterhin zum Kauf.
Unabhängig vom Nachfragerückgang
Der Wachstumserfolg von Lambda Physik und die guten Aussichten sind auf seine Schlüsselpositionen in verschiedenen Sektoren zurückzuführen, die das Unternehmen weitgehend unabhängig vom Nachfragerückgang in anderen Sektoren machen. So ist Lambda Physik Technologie- und Marktführer in der Konstruktion, Herstellung und Verkauf von Ultra-Violett-Lasern. Die Firma ist weltgrößter Hersteller von industriellen Excimer-Lasern - die machen 36 Prozent des Umsatzes aus -, der stärksten und vielseitigsten Lichtquelle im Ultra-Violett-Bereich. Die Lithographie-Abteilung wächst besonders stark. Sie befindet sich förmlich an der Spitze der Technologie, da sie mit ihrer Hochpräzision die Herstellung von Halbleitern der nächsten Generation möglich macht. Der Weltmarkt dafür dürfte mit 7,7 Milliarden Dollar bis im Jahr 2002 doppelt so groß sein wie 1998.
Die hohen Forschungsausgaben von 14 bis 16 Prozent des Umsatzes halten Lambda Physik an der Spitze der Entwicklung und zahlen sich über immer besser werdende Erträge zurück. Die Ebit-Marge ist im ersten Halbjahr von 12,1 auf 16,1 Prozent gestiegen. Lambda Physik versucht sich außerdem gegen einseitige Abhängigkeiten durch die Diversifikation in den Automobil-, Luftfahrt- und Pharmabereich abzusichern.
Der Autor ist Analyst bei S&P Marktescope
Text: @cri
Bildmaterial: dpa
| Tops & Flops | +/- | Prozent |
|---|---|---|
| VOLKSWAGEN AG STAMMA | +45,13 | +15,20 |
| K+S AKTIENGESELLSCHA | -0,15 | -0,39 |
| MAN AG STAMMAKTIEN O | -0,40 | -1,01 |
| DEUTSCHE BANK AG NAM | -5,99 | -16,08 |
| DEUTSCHE POSTBANK AG | -3,87 | -14,61 |
| INFINEON TECHNOLOGIE | -0,44 | -13,68 |
| Name | Punkte | Prozent |
|---|---|---|
| Dax | 4.544,31 | -7,01 |
| TecDax | 516,75 | -4,81 |
| DowJones | 8.451,19 | -1,49 |
| Nasdaq | 1.649,51 | +0,27 |
| STOXX 50 | 2.421,87 | -7,86 |
| Nikkei 225 | 8.276,43 | -9,62 |
| S&P 500 Zert. | 8,83 | -10,45 |
| Euro/Dollar | 1,34 | -1,14 |
| Bund Future | 114,67 | -1,44 |
| Gold | 847,40 | -7,74 |
| Öl | 76,65 | -7,49 |
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