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Aktie von Smit International hält den Auftrieb

28. März 2008 Des einen Pech, des anderen Glück. Das gilt zumindest zum Teil für Smit International und dessen Aktionäre. Wer die Aktie des niederländischen Bergungsunternehmens und Hafenserviceanbieters Smit International in den vergangnen Jahren im Depot hatte, konnte sich nicht beklagen.

Denn die Papiere verbuchten vom Jahr 2003 bis zu ihrem vorläufigen Kurshoch im Dezember des vergangenen Jahres Kursgewinne von bis zu 750 Prozent. Selbst nach einem massiven Kursverlust zu Beginn des laufenden Jahres, der auf Zwangsverkäufe aufgrund der Kreditkrise zurückzuführen sein dürften, tendierten sie rasch wieder nach oben.

Die Aktien sehen vergleichweise günstig aus

Das dürfte kaum verwundern. Denn die Papiere sind mit Kurs-Gewinnverhältnissen von zehn und 9,6 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr und mit einer Dividendenrendite von 4,7 Prozent - Zahlungstermin für die angekündigte Ausschüttung von drei Euro je Aktie ist der neunte Mai 2008 - günstig bewertet.

Schlepper von Smit im Einsatz Schwerlastkran von Smit International Smit-Schlepper bei der Arbeit

Das Unternehmen konnte in den vergangenen Jahren Umsatz und Gewinn im Trend mit zuletzt zunehmender Dynamik steigern. Im vergangenen Geschäftsjahr legte der Umsatz im Vergleich mit dem Vorjahr um 17,3 Prozent auf 551,5 Millionen Euro zu, der Gewinn je Aktie konnte gleichzeitig um 37,5 Prozent auf 6,68 Euro gesteigert werden. Der operative Cashflow verbuchte ein Plus von 30,4 Prozent auf 95,3 Millionen Euro.

Smit International machte bei der Vorlage der Zahlen vor wenigen Tagen keine konkrete Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Allerdings war das Unternehmen im vergangenen Jahr aufgrund des Booms im Seetransport und bei Investitionen im Energie- und Rohstoffbereich in allen Bereichen stark ausgelastet. Und daran dürfte sich - unter Berücksichtigung des traditionell volatilen Geschäftsverlaufs im Bergungsbereich - bis auf weiteres nicht viel ändern.

Schwierig könnte es erst dann werden, wenn es im Rahmen einer weltwirtschaftlichen Abschwächung auch der Welthandel als solcher und damit die Nachfrage nach Seetransporten zurückgehen sollte. Bisher ist es jedoch so, dass zum Beispiel in den Vereinigten Staaten sowohl die Importe als auch die Exporte weiter zunehmen, obwohl sich das Land mit einiger Wahrscheinlichkeit in einer Rezession befindet.

Weitere Entwicklung abhängig von der Nachfrage nach Seetransporten

Das Unternehmen rechnete bei einer im vergangenen Jahr vorgelegten Mittelfristprognose im Bereich Hafenschleppdienste und Hafenterminals mit einem Umsatzwachstum von 50 Prozent in den kommenden fünf Jahren, mit zehn Prozent Wachstum im Bereich Transport und mit einer gewissen Stagnation im Bergungswesen und beim Einsatz von Schwerlastkränen. Regional betrachtet sieht es Wachstumschancen in Lateinamerika, Osteuropa und im Fernen Osten.

Man denkt im Bereich der Hafenschleppdienste an Akquisitionen und den Ausbau der bestehenden Flotte. Bei den Terminals sollen die bestehenden Kontrakte erneuert und neue dazu gewonnen werden. Dabei legt das Management wert auf möglichst langfristige Verträge. Das Segment Bergung wird auf die Wahrung vom Marktanteilen und die Akquisition höherwertiger Aufträge ausgerichtet. Der Transportbereich strebt zusätzliche Langfristkontrakte an.

Insgesamt „segelt“ das Unternehmen nach eigener Einschätzung weiterhin operativ „vor dem Wind“. Das dürfte die Aktie aufgrund der Bewertung zumindest in einem positiven Umfeld reizvoll bleiben lassen. Absicherungsstrategien können jedoch nie schaden.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.



Text: @cri
Bildmaterial: FAZ.NET, Smit, Smit International

 
NamePunkteProzent
Dax 7.081,05 -0,03
TecDax 861,39 -0,41
DowJones 12.992,66 +0,73
Nasdaq 2.533,73 +1,48
STOXX 50 3.854,86 -0,07
Nikkei 225 14.219,48 -0,23
S&P 500 Zert. 14,07 -0,50
Euro/Dollar 1,55 +0,12
Bund Future 113,42 -0,12
Gold 881,45 -0,14
Öl 122,91 +0,72
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