06. Februar 2008 Das Thema Dividende ist in den letzten Jahren wieder etwas ins Abseits geraten. Nach Ansicht von GSC Research vollkommen zu Unrecht. Nicht zuletzt die Verwerfungen durch die Subprime-Krise in den Vereinigten Staaten und die seither wieder deutlich schwankungsanfälligeren Märkte sollten die Dividende wieder verstärkt in den Fokus rücken.
Kursverluste lassen Dividendenrenditen steigen
Schließlich hänge die Nachhaltigkeit von Kursanstiegen nicht zuletzt auch davon ab, inwieweit die betreffenden Unternehmen in der Lage sind, die Aktionäre mittels erhöhter Ausschüttungen an den gemeldeten Gewinnsteigerungen teilhaben zu lassen.
In vielen Fällen gelinge dies: Die derzeit eingehenden Meldungen über die Geschäftsverläufe der deutschen Unternehmen würden reihenweise von Ankündigungen begleitet, wonach auf Basis der überwiegend sehr gut ausgefallenen 2007er-Zahlen zum Teil deutliche Dividendenerhöhungen und oft sogar noch zusätzliche einmalige Bonuszahlungen ins Haus stehen.
Attraktivere Möglichkeiten als vor einem Jahr
Durch die drastischen Kursrückgänge, von denen Nebenwerte überproportional betroffen waren, haben sich die Dividendenrenditen im Vorjahresvergleich deutlich erhöht. Daher bieten sich für Investoren heute noch attraktivere Möglichkeiten als Anfang 2007 - selbst wenn man unterstellt, dass sich die sehr dynamische Gewinnentwicklung der vergangenen Jahre nicht unvermindert fortschreiben lässt, urteilt GSC-Research.
Trotz Rekordausschüttungen in 2008 wird die Bedeutung der Dividende als zweiter wichtiger Performancelieferant bei Aktieninvestitionen noch immer unterschätzt. So verwundere es denn auch kaum, wenn man in Gesprächen mit Anlegern immer wieder Aussagen höre wie wegen 5 Prozent Rendite kaufe ich keine Aktie, entscheidend ist doch die Kursfantasie.
Dividende ist wichtiger Bestandteil der Aktienrendite
Kurzfristig betrachtet mag diese Sichtweise in Zeiten stark steigender Aktienkurse durchaus nachvollziehbar erscheinen. Jeder Anleger sollte sich bei Beurteilung dieses Sachverhaltes jedoch über die realistischen langfristigen Renditen am Kapitalmarkt im Klaren sein. Und bei einer jährlichen Rendite von 7 bis 8 Prozent im Durchschnitt der vergangenen Jahrzehnte fällt die Dividende doch deutlich stärker ins Gewicht als auf den ersten Blick wahrgenommen, hält GSC-Research dagegen.
Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht der FAZ-Redaktion wider.
Text: @stt
Bildmaterial: AP, F.A.Z, F.A.Z., FAZ.NET
| Tops & Flops | +/- | Prozent |
|---|---|---|
| INFINEON TECHNOLOGIE | +0,20 | +4,14 |
| BAYER AG INHABER - A | +1,33 | +2,46 |
| THYSSENKRUPP AG INHA | +0,58 | +1,83 |
| MUENCHENER RUECKVERS | -13,86 | -11,90 |
| ALLIANZ SE VINK.NAME | -9,29 | -8,12 |
| COMMERZBANK AG INHAB | -1,70 | -7,68 |
| Name | Punkte | Prozent |
|---|---|---|
| Dax | 6.351,01 | -1,39 |
| TecDax | 715,69 | -0,82 |
| DowJones | 11.349,28 | -2,43 |
| Nasdaq | 2.280,11 | -1,97 |
| STOXX 50 | 3.309,20 | -1,35 |
| Nikkei 225 | 13.334,76 | -1,97 |
| Euro/Dollar | 1,57 | +0,24 |
| Bund Future | 111,42 | +0,43 |
| Gold | 931,82 | +0,45 |
| Öl | 124,98 | -1,22 |
