11. April 2005 Zu Wochenbeginn bestätigt der SDax wieder einmal seinen schönen Trend und seine Robustheit. Das Kleinwertesegment rückt um 0,3 Prozent auf 3.633 Zähler vor und liegt mithin nur noch gut sechs Punkte unter seinem auf Schlußbasis markierten Rekordhoch. Dagegen liegen Dax, MDax und TecDax im Minus. Zu den SDax-Titeln mit einem Kursplus zählt das Indexschwergewicht GfK. Die Notiz verbessert sich um knapp 0,2 Prozent auf 29,90 Euro.
Der Hintergrund: Das Marktforschungsunternehmen GfK geht für 2005 weiter von deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn aus und hat schon jetzt einen großen Teil des erwarteten Geschäfts fest verbucht. Die angesichts der schönen Nachricht moderaten Kursreaktion ist einfach zu erklären: Das Unternehmen hat weitestgehend seinen schon im Februar gegebenen Ausblick bestätigt, nach dem er sich zwischenzeitlich um gut zehn Prozent verbessert, bevor er nach Gewinnmitnahmen dieses Plus fast wieder einbüßte.
So verwundert es nicht, daß die nun publizierte Prognose unter Analysten als unspektakulär bezeichnet wird. Wie ein Beobachter zu FAZ.NET sagte, ist der Ausblick ungeachtet des mangelnden Neuigkeitswerts solide. Und das kommt an, so der Analyst, der nicht genannt werden will. Für etwas Drive beim Kurs, der im jüngsten Vierteljahr hinter dem SDax zurückgeblieben ist, könnte die Ankündigung sorgen, sich nach Zukauf-Kandidaten umsehen zu wollen. Vor diesem Hintergrund sehen sieben Analysten die GfK-Aktie als kaufenswert an und vier als Halteposition. Dabei darf allerdings die etwas angegriffene Bewertung nicht übersehen werden. Der Trend stimmt indes.
Umsatz soll um 5,8 Prozent steigen, der Gewinn stärker
Der fünftgrößte Marktforscher der Welt bekräftigte bei seiner Bilanz-Pressekonferenz die Prognose, wonach er den Umsatz aus eigener Kraft um 5,8 Prozent auf 710 Millionen Euro steigern wolle. Die GfK erwartet außerdem, daß sie mit dem Erwerb weiterer Unternehmen den konsolidierten Umsatz weiter erhöhen wird", ergänzte das Unternehmen, ohne Einzelheiten zu nennen.
Der operative Gewinn soll noch stärker zunehmen als der Umsatz, die Ebit-Marge solle einschließlich Sondererträgen aus Beteiligungen knapp 17 Prozent nach 13,6 Prozent im Vorjahr betragen. Per Ende Februar hatte das Nürnberger Unternehmen bereits 45 Prozent des erwarteten Umsatzes als Erlös fakturiert oder als Auftrag verbucht.
Der im bisherigen Jahresverlauf bereits verbuchte Umsatzanteil liege so hoch wie im vergangenen Jahr. Das könnte ein Hinweis darauf sein, daß die GfK das Umsatzziel für 2005 als gut erfüllbar ansieht. Aus dem um mehr als die Hälfte erhöhten jüngsten Jahresgewinn von 52,6 Millionen Euro sollen die Aktionäre eine Dividende von 0,30 Euro je Aktie erhalten, vergleichbar gerechnet neun Cent mehr als im Vorjahr. Die Dividendenrendite liegt mithin bei einem Prozent. Das ist unspektulär, aber besser als nichts.
Für 2005 geht die GfK, die unter anderem den von Börsianern stark beachteten Konsumklima-Index für Deutschland herausgibt, von Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn in allen Geschäftsfeldern aus. Eine strategische Zielsetzung sei es, mit dem Geschäft in neue Länder und Regionen zu expandieren.
Aktie auch im Branchenvergleich nicht günstig
Dabei wird das Marktumfeld der GfK unter Analysten als günstig eingeschätzt, auch das Unternehmen stelle sich vorteilhaft dar. Es sind keine operativen Probleme zu erwarten. Für die GfK spricht, zuletzt mehr Umsatz geliefert als angekündigt zu haben. Andererseits ist der Titel mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen von 18,1 und 16,5 für dieses Jahr und 2006 nicht nur auf den ersten Blick nicht mehr günstig bewertet, sondern auch beim genaueren Hinsehen: Die Konkurrenten Tailor Nelson aus Großbritannien und Ipsos aus Frankreich sind für dieses Jahr mit 15 und 16,1 bewertet.
Am Kursbild gibt es indes (noch) nichts zu meckern. Die Aktie bewegt sich im Aufwärtstrend, muß aber wieder klettern, um die bei etwa 29 Euro nach oben weisende Trendlinie nicht zu unterlaufen. Ein technisches Kaufsignal wäre ein Sprung über das Mehrjahreshoch bei 32,42 Euro. Danach wäre aus technischer Sicht der Weg frei bis zur nächsten Hürde bei 39 Euro, also viel Luft. Derweil ist die GfK-Aktie eine gute Halte-Position.
Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.
Text: @thwi mit Reuters
| Tops & Flops | Kurs | in % |
| Adidas | 38,63 € | +1,13% |
| Fresenius Vz | 48,24 € | +0,71% |
| BMW | 32,34 € | +0,45% |
| Dt. Boerse | 54,98 € | +0,27% |
| FMC | 37,26 € | +0,13% |
| Dt. Telekom | 10,10 € | −1,90% |
| K+S | 40,91 € | −1,92% |
| Dt. Bank | 51,00 € | −2,30% |
| Infineon | 3,44 € | −3,51% |
| Commerzbank | 6,08 € | −4,26% |
US-Anleihen im späten Handel sehr fest - Kredit-Sorgen beflügeln
23:02Wall Street schließt schwach - Bankenwerte unter Abgabedruck
22:21EUREX/Renten-Futures schließen sehr fest
22:13EUREX/DAX-Futures schließen schwach - Knapp über Tagestief
22:06XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 Uhr): 5.830 (XETRA-Schluss: 5.844) Pkt
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 5.844,44 | −1,00% |
| TecDAX | 815,75 | −0,86% |
| MDAX | 7.404,38 | −0,33% |
| SDAX | 3.547,55 | −0,36% |
| REX | 378,27 | +0,22% |
| Eurostoxx 50 | 2.891,66 | −1,19% |
| Dow Jones | 10.308,30 | −1,27% |
| Nasdaq 100 | 1.778,27 | −1,25% |
| S&P500 | 1.096,08 | −1,18% |
| Nikkei225 | 10.163,80 | −0,13% |
| EUR/USD | 1,4342 | −0,05% |
| Rohöl Brent Crude | 73,22 $ | −1,78% |
| Gold | 1.117,00 $ | −1,80% |
| Bund Future | 123,44 € | +0,67% |
| Gesamt- Index |
Durchschnitt 90 Tage |
Durchschnitt 200 Tage |
|
|---|---|---|---|
Aktien-Index17.12.2009 13:00 |
1387,20 | 1346,07 | 1290,67 |
Performance-Index17.12.2009 17:35 |
305,00 | 297,37 | 282,44 |
Euro-Aktien-Index17.12.2009 17:35 |
142,84 | 140,86 | 129,63 |
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