Sky Deutschland
Schwieriges Geschäft
Der Bezahlsender Sky ist im dritten Quartal tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust stieg gegenüber dem Vorjahresquartal auf 116,7 von 89,1 Millionen Euro. Der Umsatz ging um 13,4 Prozent auf 208,5 Millionen Euro zurück.
Der Sender, der sich im Sommer von Premiere in Sky umbenannte, blieb damit unter den Erwartungen von Analysten, die im Durchschnitt mit meinem Umsatz von 224 Millionen Euro und einem Verlust von 110 Millionen Euro gerechnet hatten.
Ende September zählte das Unternehmen 2,43 Millionen Abonnenten. Das war gegenüber dem zweiten Quartal nur ein geringer Anstieg um 67.000. Im Vergleich zum Vorjahresquartal wuchs die Abonnentenzahl um lediglich 20.000. Der Sender will im vierten Quartal 2010 operativ die Wende schaffen, muss dafür aber nach eigenen Angaben die Zahl der Abonnenten auf 2,8 bis 3 Millionen steigern.
Sky hatte sich ursprünglich vorgenommen, bis Ende des kommenden Jahres 3 bis 3,4 Millionen zahlende Kunden zu gewinnen. Dazu müsste der Abonnentenstamm allerdings pro Quartal um 100.000 bis 170.000 Kunden wachsen.
Nun sollen die schwarzen Zahlen mit einem höheren Umsatz je Kunde erreicht werden. Im dritten Quartal stieg dieser auf 25,77 Euro von 25,20 Euro im Vorquartal. Schon im vierten Quartal soll jeder Kunde monatlich im Schnitt 27 Euro einbringen, im
Auftaktquartal 2010 bereits 29 Euro. Eine weitere Preiserhöhung sei dafür nicht notwendig. Williams will sich zudem von den weniger lukrativen Flex-Kunden trennen, deren Verträge zum großen Teil bis Jahresende auslaufen.