30. November 2009 Die Berg- und Talbahn am deutschen Aktienmarkt hat sich zum Wochenbeginn fortgesetzt. Nach dem Ausverkauf am Donnerstag und der Erholung am Freitag drehte der Dax am Montag wieder ins Minus. Bei erneut dünnen Umsätzen im Kassahandel verlor der Dax 1,1 Prozent oder 60 Punkte auf 5.626. Belastet wurde der Index vor allem von Kurseinbußen der Automobil- und Nutzfahrzeughersteller und weiterhin von den Sorgen um Dubai.
Nach Kursverlusten zur Eröffnung pendelte der Dax lange Zeit auf niedrigem Niveau seitwärts. Als am Nachmittag eine Umfrage unter Einkaufsmanagern der Region Chicago überraschend gute Ergebnisse zutage förderte, zogen die Kurse an und der Dax drehte kurzzeitig sogar ins Plus. Die Bewegung entpuppte sich aber als Strohfeuer, in der letzten Handelsstunde verlor der Dax wieder an Boden. Der MDAX verlor 1,22 Prozent auf 7.099,99 Zähler. Der TecDAX gab 0,07 Prozent auf 781,87 Punkte ab.
Volkswagen-Aktien verlieren fast 5 Prozent
Einzige Gewinner im Dax waren Adidas-Aktienmit einem Plus von fast 1 Prozent und Papiere der Deutschen Bank und der Lufthansa mit jeweils weniger als 0,5 Prozent. Größte Verlierer waren Volkswagen-Aktien mit einem Verlust von fast 5 Prozent, Merck mit rund 4 Prozent und MAN mit fast 4 Prozent.
Das Emirat Dubai bereitete den Anlegern schon in der Vorwoche Sorgen. Am Montag kündigte die Regierung von Dubai zudem an, nicht für die milliardenschweren Schulden der staatseigenen Holding Dubai World geradezustehen (siehe ). Dies sei Sache der Gläubiger, die ihren Teil der Verantwortung tragen müssten, sagte ein hochrangiger Vertreter des Finanzministeriums.
Dow Jones zum Wochenstart im Minus
Auch die New Yorker Aktienbörsen sind mit Kursverlusten in die neue Handelswoche gestartet. Viele Anleger zeigten sich auch dort weiterhin besorgt, dass die Finanzschwierigkeiten im Emirat Dubai die Erholung der Weltwirtschaft gefährden könnten. Auch der laue Start der Einzelhändler ins Weihnachtsgeschäft trübte die Stimmung. Ein Bericht über eine höhere Wirtschaftsaktivität im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten konnte dagegen nur wenig Begeisterung auslösen.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte sank bis zum Montagmittag in einem wechselvollen Handel um 0,3 Prozent auf 10.275 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab um 0,4 Prozent auf 1087 Punkte nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,7 Prozent auf 2123 Punkte.
In New York standen die Papiere von Einzelhandelskonzernen im Fokus, die am Wochenende den Beginn des Weihnachtsgeschäftes eingeläutet hatten. Wal-Mart Stores verloren 0,8 Prozent, Target Corp gaben 3,3 Prozent nach. Die Papiere des Internethändlers Amazon sanken nach anfänglichen Gewinnen um 1,3 Prozent.
Zeitweise sorgte der Bericht des Instituts für Versorgungsmanagement in Chicago für etwas Erleichterung. Demnach legte die Wirtschaft im Mittleren Westen im November deutlicher zu als angenommen.
Text: Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Dow Jones, Bloomberg, F.A.Z.
Bildmaterial: Natascha Vlahovic, FAZ.NET