Analyse

Wohin treibt der Ölpreis die Aktienmärkte?

Bislang wurde der Ölpreisanstieg von den Aktienmärkten weitgehend ignoriert, doch die hohen Energiekosten könnten über kurz oder lang ihren Tribut fordern. Denn es ist nicht ein knappes Angebot, das die Preise treibt, sondern die hohe Nachfrage. Von Ben Steverman

Lesermeinungen zum Beitrag

22. Mai 2008 03:46

"Jetzt geht es ja noch"

hami yildiz (hamiyildiz)

Ich kann mich noch gut erinnern als vor ein paar Jahren, als es noch kein Euro gab, manche gesagt haben bei 2 Mark ist bei mir Schluss, tja meine Herrschaften wir sind mittlerweile bei über drei Mark angelangt, die Auspuffgase kommen heute aber kräftiger raus als damals, die Worte sind vergessen. Wo sind die Autofreien Sonntage? Oder die Tage an denen die Fahrzeuge mit geraden Nummern oder mit ungeraden Nummern fahren durften, ach so das ist schon zu lange her, ja das stimmt, das war bei der Ölkrise 1973. Erst wenn der Dollar wieder pari ist wie der Euro und die gleichen Preise an der Zapfsäule zu lesen sind dann geht es richtig los, wenn natürlich bis dahin nicht alles zusammengebrochen ist. Ich wünsche euch allen Vernunft und Besonnenheit bei der nächsten Wahl, weil nicht die Farben der Parteien entscheidend sind sondern das was sie zu leisten fähig sind.

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15. Mai 2008 19:44

Ölpreis, Armut, Radikalisierung

Thomas Bodewig (Bodewth)

Der völlig überhöhte Ölpreis um 125 $/Barrel oder künftig gar 150 $ und der daran gekoppelte Erdgaspreis werden mit Dominoeffekt eine beispiellose Kostenwelle durch die Volkswirtschaften treiben und die gegenwärtige angespannte Inflationslage noch verschärfen. Energiekosten sind konstitutiv für Preise. Grund der Preissteigerung bei Öl ist nicht der Nachfrageanstieg wie Gendreau meint. Dies behaupten nicht einmal die Ölhändler, die Pipelinebrüche in Alaska und Streiks in Nigeria heranziehen. Ursache ist die bewußte Preistreiberei der Händler an den Rohstoffbörsen. In Erkenntnis des zur Neige gehenden Ölzeitalters werden konzertiert noch einmal die Gewinne in Milliardenhöhe maximiert. Die Politik handelt nicht. Notwendig wären Preiskontrollen durch die Kartellbehörden der G 8 und Steuersenkungen in D. CDU/CSU und SPD versagen. Die komplementär erhöhten Mineralölsteuer- und MWSt- Einnahmen sind für die hochverschuldeten öffentlich rechtlichen Haushalte zu verführerisch. Diese unverantwortliche Passivität wird die Armutsschere in Deutschland weiter öffnen und extremistischen Parteien rechts und links den Weg öffnen. Dr. Thomas Bodewig, Bonn

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15. Mai 2008 00:13

Der Kellner, der das Essen bringt

Konrad Fit (Einstein-1)

Die in den voluminösen Aktienmärkten vertretenen Firmen, Konzerne u.s.w. finden sich auf diesem globalen Wirtschaftsmarkt, mit Ausnahme einiger arabischen Erdölförderländer, weltweit dem gleichen Ölpreis gegenüberstehend. Dies würde zu keinen Unterschieden auf den Aktienmärkten führen. Die von Land zu Land unterschiedlich hohen Steuerabgaben auf die Ölprodukte sind von wesentlich grösserer Bedeutung. Die Wirtschaft, befindet sich als Zwischenstation, in der Lage eines Kellners, welcher die laufend steigenden Rechnungen, den Kunden auftischt. Ohne die Aufblähung von Investoren, läge der Ölpreis z.Z. bei reiner, physischer Nachfrage bei ca. 90 $. Sollte der Preis in diesem Jahr tatsächlich die 200 $ erreichen, wovon man nicht ausgehen kann, möchte ich doch darum bitten, dass die Banken "Short" sind. Nicht, dass Ben wieder seinen Inflationshubschrauber starten muss.

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14. Mai 2008 23:52

Schock an der Zapfsäule

Manfred Bessel (Fahrefix)

Ich habe heute erstmalig einen Preis für Diesel gesehen, welcher höher war als der Benzinpreis! Tankstelle: Shell in Bad Neustadt,Bayern.1,509 Diesel; 1,499 Benzin! Wie lange sollen wir uns das noch gefallen lassen. Erst wird der Preis für Normalbenzin auf das Niveau von Super gehoben und als Preissenkung verkauft. Dann ist durch diese neue Variante, der noch "kleine" Vorteil, einen Diesel zu fahren auch noch dahin, weil wir als Dieselfahrer auch noch eine deutlich höhere Kfz.-Steuer zahlen müssen. Mein Wunsch: Statt Diätenerhöhung für unsere Abgeordneten auf allen Ebenen: Ab an die Tankstelle und den Leuten erklären was da eigentlich abgeht. ***Bereicherung der Mineralölkonzerne und des Staates*** Wie lange schauen sich das die Verbraucher noch an? Ist es das was die Grünenpolitiker wollten - Ziel: 5 Mark für Sprit! (2,50 €) Klar, als Bundestagsabgeordneter könnte ich es mir auch heute noch leisten voll zu tanken und auf Grund des hohen Preises verlangen, daß meine Bezüge erhöht werden müssen. Wenn ich Zeit habe bedauere ich euch mal, doch jetzt muß ich erst ´ne preiswerte Tankstelle suchen.

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14. Mai 2008 19:00

Wer versucht hier eigentlich wen für dumm zu verkaufen?

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)

Die Börsenkurse der Aktien sind einzig und alleine darauf zurück zu führen, daß zu viel Geld vorhanden ist welches aus verschiedenen Gründen keine andere Anlage findet. Dieses Geld stammt aus den völlig überzogenen Unternehmsgewinnen. Auf die eine Ursache Personalmanagement will ich hier nicht eingehen. Eine andere Ursache dieser Gewinne liegt u.a. bei den völlig überhöhten Ölpreisen, die keinesfalls etwas mit Angebot und Nachfrage zu tun haben, sondern vor allem mit Spekulationen, die u,a. durch die Medien angeheizt werden. Jedesmal wenn der Ölpreis sich zu normalisieren "droht" wird sofort wieder eine Meldung lanciert, die mit Knappheit droht. Kriege, Naturkatastrophen u.ä. eignen sich dafür hervorragend. Aber auch bestimmte Umweltszenarien werden gerade in Deutschland gerne genutzt. Bestimmte "Analysen" sollte man sich besser sparen. Vielleicht ist dem einen oder anderen schon aufgefallen, daß die Ölpreise immer an die Verbraucher weiter gereicht werden. Solange dies so prima funktioniert gibt es keinen Grund davon abzulassen. Die Bundesregierung nimmt den Geldsegen, der aus den entsprechenden Steuereinnahmen resultiert auch gerne entgegen und spielt das Spiel noch mit. Wie heisst es so schön: Den letzten beißen die Hunde.

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