Telekommunikation

Satte Dividendenrendite bei France Telecom

06. Februar 2008 Im Rahmen der Kursturbulenzen der vergangenen Tage kamen auch die Papiere der Telekommunikationsunternehmen etwas unter die Räder - allerdings nur unterdurchschnittlich. Am Mittwoch zeigt sich wieso.

Der französische Telekommunikationsriese France Telecom konnte im vergangenen Geschäftsjahr 2007 dank einer anhaltend starken Nachfrage nach mobilen Diensten den Umsatz im Vergleich mit dem Vorjahr um 2,8 Prozent auf 52,96 Milliarden Euro steigern. Während das Geschäft im Festnetzbereich stagnierte, legten die Erlöse im Mobilfunkbereich um 5,7 Prozent auf 29,12 Milliarden Euro zu. Das entspricht knapp 55 Prozent des ausgewiesenen Gesamtumsatzes.

Deutliche Gewinn- und Cashflowsteigerung

Der operative Gewinn stieg gleichzeitig um 54,54 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro, der Nettogewinn um 52,2 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro oder 2,414 Euro je Aktie. Auf vergleichbarer Basis legte der Nettogewinn um 23,5 Prozent auf 4,56 Milliarden Euro zu, der konsolidierte Cashflow um 13,2 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro.

Didier Lombard, Vorstandschef der France Telecom

Die starken Mittelzuflüsse versetzten das Unternehmen in die Lage, die Nettoverschuldung im Vergleich zum Jahr 2006 um 9,6 Prozent oder vier Milliarden Euro auf 37,98 Milliarden Euro zu senken. Weitere 3,7 Milliarden Euro oder 1,418 Euro je Aktie sollen als Dividende ausgeschüttet werden. Das führt auf Basis des Schlusskurses der Papiere vom Dienstag zu einer Dividendenrendite von attraktiven 6,2 Prozent. Gemeinsam mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen von 9,5 und 11,7 auf Basis des abgelieferten Gewinns und der durchschnittlichen Gewinnprognosen für das laufende Geschäftsjahr macht das die Aktie attraktiv. Das dürfte ihr selbst in einem anhaltend volatilen Umfeld ein robustes Kursfundament geben.

Ähnlich wie die spanische Telefonica profitiert France Telecom vom anhaltenden Wachstum der Mobilfunkmärkte der Schwellenländer. In Afrika, dem Mittleren Osten, Osteuropa, in Polen und „dem Rest der Welt“ konnte das Unternehmen in den vergangenen beiden Geschäftsjahren durchschnittliche Wachstumsraten von 21 Prozent erzielen. Diese Regionen erbringen inzwischen rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes.

Vernünftige Bewertung - interessante Dividendenrendite

In einzelnen Ländern wie Ägypten, der Dominikanischen Republik, Moldawien und im restlichen Afrika ließen sich im vergangenen Geschäftsjahr die Kundenzahlen um 33 und 63 Prozent steigern. Selbst in der Schweiz legte die Kundenzahl im Mobilfunkbereich um 8,2 Prozent zu.

Insgesamt ist France Telecom darauf ausgerichtet, in den gesättigten Märkten einerseits die hohen Marktanteile zu halten und durch straffe Kostenkontrolle und die Einführung innovativer Angebote die Profitabilität zu steigern. Auf der anderen Seite sollen die sich bietenden Möglichkeiten in den Wachstumsmärkten weiterhin genutzt werden.

Aufgrund der starken Marktstellung, des robusten und hohen Cashflows sowie der Wachstumsmöglichkeiten dürfte die Aktie den Anlegern künftig vor allem durch eine starke Ausschüttungspolitik noch viele Freude bereiten können. Überproportionale Kurssteigerungen sollten sie jedoch nicht erwarten.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.



Text: @cri
Bildmaterial: AFP, FAZ.NET, France Telecom

NamePunkteProzent
Dax 6.440,70 -1,46
TecDax 721,58 -3,36
DowJones 11.425,98 -1,77
Nasdaq 2.296,42 -1,27
STOXX 50 3.354,58 -0,97
Nikkei 225 13.603,31 +2,18
Euro/Dollar 1,57 -0,18
Bund Future 110,96 +0,77
Gold 925,33 +0,39
Öl 124,98 -1,22
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