Energie & Rohstoffe

Börsianer glauben längst nicht mehr an Biokraftstoffe

Biokraftstoffe haben ein Image-Problem. Wertvolle Lebensmittel landen im Tank statt auf dem Teller, heißt es. „Dagegen lässt sich nur schwer argumentieren“, sagt ein Analyst. Die aktuelle Diskussion lässt die Aktienkurse weiter fallen.

Lesermeinungen zum Beitrag

24. April 2008 13:04

Wer glaubt schon Börsianern?

Christian Sperling (ecofin)

Es ist einfach Unsinn, den Anbau von sog. Energiepflanzen für den Anstieg der weltweiten Nahrungsmittelpreise verantwortlich zu machen. Weltweit werden nur auf ca. ein (!) Prozent der Nutzfläche Pflanzen für Biosprit angebaut.

Ich weiß nicht, was bedenklicher ist: die offensichtliche Meinungsmanipulation gewisser Kreise oder die unreflektierte Wiederholung dieser Nonsensmeldung in den Medien?!

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24. April 2008 12:25

Energie ist viel zu billig

Robert Schrey (etiterum)

Der Benzinpreis der Vergangenheit wurde künstlich niedrig gehalten, um den Absatz von relativ großen Autos zu fördern. Die Nachfrage scheint aber nach sparsameren Autos zu gehen. Der Niedergang der US-Autoindustrie ist also die eigentliche Ursache für die gestiegenen Benzinpreise.

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24. April 2008 10:14

Wake up to biofuels

Bruce Leighty (bruceleighty)

The Europeans don’t seem to know what they have in biofuel companies. Right now there is a lot of hysteria about rising food prices, but it is not uncommon for food prices to fall too– look at milk. What are you going to do when that happens to grain – give it to the Africans? That is just what held back African agriculture. Now European grain surpluses can be turned into fuel.
In Europe there is potential yet in farm production. It does need higher prices to make it work. Higher prices provide the incentive to expand and invest. And there is an offsetting reduction in food subsidies to the good.
The resulting biofuels does slow the rise in the oil price. What would oil be now without biofuels? Biofuels provide jobs and create a better functioning market than what there was before.
As for the Africans, there is an opportunity now to develop their farming industry now that the dumping of European grain surpluses is gone. And Europe owes it to Africa to make it good by supplying African agriculture know-how and capital.

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24. April 2008 09:20

Sinn und Nutzen von Biokraftstoffen

Hans-Joerg Danner (HJDZA)

Es ist, wie es schon immer war: Die oeffentliche Meinung und die einiger selbsternannter Experten laesst sich ad libitum manipulieren und damit natuerlich auch die Boerse.
Besser waere es fuer eine normale Entwicklung, wenn sich zumindest Internetnutzer mit verfuegbaren Informationen versorgen wuerden.
1. Viele der sogenannten Energiepflanzen werden in Crop rotation angebaut und verbessern damit die Ertraege auch von Feldfruechten, die ausschliesslich der Ernaehrung zugefuehrt werden.
2. Die Verteuerung der Lebensmittelpreise und die in Europa und Nordamerika noch garnicht spuerbare Verknappung sind in erster Linie eine Folge der exorbitant angestiegenen Preise fuer fossile Energietraeger - nachvollziebar und berechtigt oder nicht.
3. Die Hoffnung, Jatropha Curcas werde es schon richten, ist mehr als truegerisch, selbst wenn man mittelfristige Prognosen stellt, denn die Ertraege und die weitere Verarbeitung lassen sich aus diversen Gruenden nicht beliebig steigern - auch wenn es einige nicht wahr haben wollen.
4. Um unseren vehement verteidigten Lebensstandard zu halten, brauchen wir nun mal Energie.
Neue Loesungen sind schon da, doch das hat sich anscheinend bei den meisten noch garnicht rumgesprochen.
Kind regards

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24. April 2008 09:01

@ herbert scholl

Bernd Hofmann (turbooeko)

Was soll denn so ein trolliger Kommentar?

für solche Sprüche sollte es ein Internet - Phrasenschwein geben.

Es wird auf dieser Welt immer irgendwelche Leute geben die Verhungern - was meiner Ansicht nach nicht auf die Nahrungsmittelproduktion dieser Welt sondern eher auf die lokale politische Begebenheit zurückzuführen ist. Vor ca. einem halben Jahr kam die Schreckensmeldung dass es nun mehr Menschen mit Übergewicht als hungernde gibt, wer soll also den Ganzen Mais essen und das ganze Weizen trinken?
Liegt es nicht auch vor allem an den Myriaden von Dollars, die weltweit zum Erhalt der momentanen weltpolitischen Ordnung aufgebracht werden, anstatt dass man statt Öl- und Gas-pipelines auch riesige Meerwasserentsalzungsanlagen und Trinkwasserpipelines baut.
Zudem ist unsere Erde mit 6 Milliarden Menschen überbevölkert, das ist das einzige was ich am Anstieg der C02-Konzentration in unserer Atmosphäre ablesen kann.

Dass auf "unseren" "Bio"sprit "Mineralöl"steuer erhoben wird halte ich für falsch und dass die großen Konzerne nicht den europäischen Alternativkraftstoff sondern den billigeren aus Regenwaldgebieten und TortillaTacoTequilexico (das neue TEXAKO) bevorzugen, ist aus marktwirtschaftlicher Sicht nur zu unterstützen.

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24. April 2008 08:04

Weizen und Mais

herbert scholl (32602)

gehören auf den Tisch,nicht in den Tank !

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