Man kann nur hoffen, daß Herr Kaldemorgen, die Anwaltskanzleien und andere Aktionärsschützer, wie sich in der HRE-Krise zu Wort meldeten, auch in den letzten Wochen Zeitung gelesen haben, z.B. vor ein paar Tagen das Interview in der FAZ mit dem Chef von Credit Suisse und dann die gestrigen Neuigkeiten von dieser Bank, sprich den plötzlichen Wertberichtigungsbedarf in Milliardenhöhe. Von deutschen Landesbanken oder dem nationalen Hauptkonkurrenten der Credit Suisse, der UBS und ihren ca. 10 Mrd USD, gar nicht zu reden....
Was man daraus ersehen könnte, wäre vielleicht, daß das Management der HRE vermutlich schneller und fähiger um die Schaffung nötiger Transparenz bemüht war...; zumindest, daß es für eine solche Transparenz variable, sich im Moment täglich ändernde Bewertungskriterien gibt und daß man vielleicht tatsächlich einem Vorstand im Januar nicht vorwerfen kann, daß er Anfang November nicht wissen konnte, was erst Mitte November in Gang kam (nämlich die Herabstufung bestimmter Anleiheklassen durch die Rating-Agenturen).
Es wäre zu prüfen, ob nicht auch der populistische Auftritt einiger eingangs genannter Gruppen Anteil am nachhaltigen Kursverfall hat, wofür sie den Vorstand der HRE verantwortlich machen.