Mancher Kaffee ist teurer als der Stundenlohn einer Friseurin (3,80€) in Deutschland; in den USA liegt der Niedriglohnanteil in den Beschäftigungsverhältnissen bei 25% - in D bewegt er sich auch in diese Richtung. Das engt eine Massennachfrage ein. Nachfragetrends bestehen dagegen weiter in Toplagen, shoppingsmalls ... wo es in diesen "Inseln" nicht so ganz auf die Preise ankommt, sondern auch auf etwas Verweilen in einer netten Umgebung. Letzteres schmälert auch gleichzeitig etwas den Gewinn, da Toplagen auch Topmieten abfordern. Nicht alle "Toplagen starbucks" können die "Nichttoplagen starbucks" mit "durchziehen". Traditonelle Controllingmodelle laufen an, um Kosten zu beschneiden ... etwas was für erfolgsgewöhnte Unternehmen immer gewöhnungsbedürftig ist.
Durch den strikt vorgegebenen Interieurstil ist starbucks "langsam" in lokalen Märkten. Selbst McDonald ist mit seinen neuen Cafékonzepten interieurfreudiger und lokal anpassungsfähiger. Zudem gibt es hier z.B. bessere Tees und günstigere Preise. In vielen Städten Deutschlands rutschen Innenstadtlagen ab; es kommen vermehrt auch Cafés, die ein Überangebot in zentralen Lagen erwirken. Zudem setzen sie neue Interieurs (und Moden), z.B. ital./span. Stil, schneller durch.
Schließlich bekommt man für den Preis eines großen Starbucks-Cafes anderswo schon fast ein Mittagessen!
