Finanzwerte

Aktie der Postbank bestätigt ihren Aufwärtstrend

Postbank - Präsentation der Zahlen im März

Postbank - Präsentation der Zahlen im März

27. Juli 2005 Deutsche Banken werden auf Grund der Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit und auch auf Grund des schwierigen, weil verzerrten Marktes generell eher kritisch betrachtet. Eine der wenigen Ausnahmen ist die Postbank.

Denn sie hat mehrere Vorteile. Erstens ist sie nicht belastet durch ein riesiges und unter Umständen sehr problematisches Kreditbuch, wie beispielsweise die Hypovereinsbank. Zweitens hat sie ein sehr ausgedehntes Filialnetz und eine breite Kundenbasis. Drittens ist diese Kundenbasis in der Vergangenheit in ihrem Potential nur bedingt erschlossen worden. Das heißt, sie bietet unter Umständen noch beträchtliches „Verkaufspotential“. Viertens hat sich das Unternehmen erst in den vergangenen Jahren auf einen „innovativen Weg“ begeben und kann aus diesem Grund nicht nur die Fehler vieler Konkurrenten im Umgang mit ihren Kunden vermeiden, sondern sie kann ihnen auch eine vergleichsweise moderne Technologie und günstige Konditionen anbieten.

Aktie im Aufwärtstrend

Aus diesen Gründen dürfte es wenig verwundern, daß sich die Aktie des Unternehmens nach dem Börsengang vor etwas mehr als einem Jahr bei 28,5 Euro gut geschlagen hat. Das Papier konnte in einem freundlichen Marktumfeld nicht nur einen Aufwärtstrend etablieren, sondern inzwischen auch mehr als 52 Prozent zulegen. Es ging am Dienstag praktisch auf seinem Allzeithoch aus dem Handel. Die Chancen für weitere Kursgewinne scheinen sowohl auf Grund des anhaltenden Aufwärtstrends gut zu sein, als auch auf Grund der operativen Entwicklung.

Das Unternehmen konnte in den vergangenen Monaten sowohl Umsatz als auch Gewinn im Trend steigern. Und diese Entwicklung scheint anzuhalten. Denn die Postbank konnten ihren Gewinn im zweiten Quartal 2005 im Vergleich mit der Vorjahresperiode um fast ein Fünftel auf 113 Millionen Euro oder 69 Cent je Aktie steigern. Analysten hatten lediglich mit 108 Millionen Euro gerechnet. Die Zinseinnahmen legten um 12,1 Prozent auf 426 Millionen Euro zu, während die Handelserlöse um 16,4 Prozent auf 102 Millionen Euro zurückgingen.

Vernünftige Bewertung

Das deutet auf einen weiteren Vorteil des Unternehmens hin: Es ist im Vergleich mit anderen Banken nicht so „wertpapierlastig“, was zu einer stetigeren Ergebnisentwicklung führen dürfte. So dürfte es kaum verwundern, daß Unternehmenschef Wulf von Schimmelmann weiterhin auf diese Karte setzen und den Kunden mehr Kredite und eine intensivere Beratung verkaufen möchte. Auf diese Weise dürfte sich auch das Interesse an der BHW Holding erklären lassen.

Deutschlands größte Filialbank mit mehr als zwölf Millionen Kunden bekräftigte zudem ihre Geschäftsprognose für das kommende Jahr. Demnach will sie 2006 eine Eigenkapitalrendite von 15 Prozent vor Steuern erreichen. In den ersten sechs Monaten 2005 kam die Postbank auf 14 Prozent, nach 12,6 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 15,45 und 13,6 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Jahr und mit einer Dividendenrendite von 2,8 Prozent ist die Aktie vernünftig bewertet, was ihr zusammen mit dem Trend in einem anhaltend freundlichen Umfeld noch etwas Kursphantasie geben könnte. Insgeheim gibt es auch eine gewisse Übernahmephantasie, denn das Unternehmen würde gut in das „Portfolio“ anderer Banken passen. Bisher ließ die Deutsche Post als Mehrheitseignerin allerdings noch keine Verkaufsabsichten durchblicken.

Der Chart zeigt die Kursentwicklung der Postbank-Aktie in den vergangenen Monaten
Der Chart zeigt die Kursentwicklung der Postbank-Aktie in den vergangenen Monaten

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.



Text: @cri
Bildmaterial: AP

© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2009.
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte erwerben
Verlagsinformation

Nutzen Sie jetzt Ihr Sonderkündigungsrecht. Beim Wechsel Ihrer Kfz-Versicherung winken bis zu 500 € Ersparnis. Jetzt online vergleichen und gleich abschließen.

Dax
Tec
Dow
Nas
22.12.2009 | 10:32
Dax 5.943,52
+0,22 %
 
        Vortag
Dax
Tec
Dow
Nas
22.12.2009 | 10:21
Tops & Flops Kurs in %
Salzgitter 70,26 € +2,64%
Volkswagen 75,60 € +2,26%
BMW 32,18 € +1,15%
Infineon 3,76 € +1,08%
ThyssenKrupp 26,17 € +1,00%
Lufthansa 11,91 € −0,42%
Henkel Vz 36,75 € −0,46%
Metro 42,96 € −0,51%
Dt. Bank 50,50 € −0,57%
Fresenius Vz 48,43 € −0,94%
22.12.2009 | 10:44
Name Kurs in %
DAX 5.943,52 +0,22%
TecDAX 815,42 −0,29%
MDAX 7.486,47 +0,43%
SDAX 3.552,52 +0,14%
REX 378,50 −0,06%
Eurostoxx 50 2.939,88 +0,47%
Dow Jones 10.414,10 +0,83%
Nasdaq 100 1.828,79 +1,19%
S&P500 1.114,05 +1,05%
Nikkei225 10.378,00 +1,91%
EUR/USD 1,4324 +0,34%
Rohöl Brent Crude 73,15 $ +0,22%
Gold 1.105,50 $ +0,09%
Bund Future 122,58 € −0,26%
Gesamt-
Index
Durchschnitt
90 Tage
Durchschnitt
200 Tage
Aktien-Index
21.12.2009 13:00
1383,26 1347,84 1293,81
Performance-Index
21.12.2009 17:35
308,08 297,82 283,23
Euro-Aktien-Index
21.12.2009 17:35
144,11 141,11 130,06
F.A.Z.-Renten-Rendite
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche
nach oben

F.A.Z. Electronic Media GmbH 2001 - 2009 Medienpartner: NZZ Online

Quellen: Technologie und Kursdaten von der TeleTrader Software AG sowie Fondsdaten aus der FWW-Fondsdatenbank, FWW GmbH. Dieser Service ist powered by X.finance GmbH & Co. KG, © 2009. Alle Börsendaten werden mit mindestens 15 Minuten Verzögerung dargestellt.