02. Juli 2009 Die Aktien kleinerer Softwareunternehmen entwickelten sich in den vergangenen Tagen robust. Dafür war nicht nur der rasch aufgekommene Wirtschaftsoptimismus verantwortlich, sondern vielfach auch die die Tatsache, dass sich solche Unternehmen in ihren Nischen operativ robust entwickeln können.
Aus diesem Grund können sie für Anleger interessant sein, die längerfristig orientiert sind und sich nicht von einer vergleichsweise geringen Handelsliquidität und zwischenzeitlichen Kurssprüngen abschrecken lassen.
Robuste Umsatz- und Gewinnentwicklung
Zu diesen Art von Werten gehören auch die Aktien des vergleichsweise kleinen französischen Softwareunternehmens Metrologic. Das Unternehmen konnte in den vergangenen Jahren sowohl den Umsatz als insbesondere auch den Gewinn je Aktie im Trend eindrucksvoll steigern. Im vergangenen Geschäftsjahr konnten die Erlöse bis zum 30. September im Vergleich mit der Vorjahresperiode um 14,5 Prozent 27 Millionen Euro gesteigert werden, der Gewinn je Aktie legte um knapp acht Prozent auf 2,75 Euro zu.
Auch im laufenden Jahr scheint das Geschäft trotz der Krise vergleichsweise robust zu laufen. Denn in den ersten sechs Monaten konnten die Erlöse bis Ende März im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um knapp 24 Prozent auf 14,6 Millionen Euro gesteigert werden. Der operative Gewinn ging zwar bei einem Margenrückgang von 56 auf 40 Prozent um 10,6 Prozent zurück auf 5,9 Millionen Euro, dagegen konnte der Nettogewinn gleichzeitig um sieben Prozent auf 4,6 Millionen Euro verbessert werden. Die Nettomarge ging nach Unternehmensangaben von 37 auf 31 Prozent zurück.
Die unterschiedliche Entwicklung lässt sich durch Akquisitionen (d'ATT Metrology und Metrolec & CMA) erklären, die in der Zwischenzeit integriert und konsolidiert wurden. Der Akquisitionsreigen geht weiter, denn im Februar wurde bekannt gegeben, dass das Unternehmen den Source Codes der Inspektionssoftware Prelude Inspection und Prelude V2 Inspect von MDTVision erworben habe.
Die Metrologic Group ist nach eigenen Angaben spezialisiert auf die Entwicklung und Bereitstellung von Messsoftware für mehrdimensionale Messaufgaben sowie die dazugehörigen Services. Zu den Hauptaktivitäten gehören das Ausrüsten und Modernisieren von Koordinatenmessmaschinen, In-Line Kontrollsystemen, Schulungen sowie der Wartung und Kalibrierung solcher Systeme.
Günstige Bewertung bei sehr solider Liquiditätslage
Das Unternehmen wurde im Jahr 1980 gegründet und hat seinen Hauptsitz in der Nähe von Grenoble in Frankreich. Das Weltweite Vertriebsnetz mit Vertretungen in 26 Ländern hat unter andere Niederlassungen in Wernau bei Stuttgart, in Detroit, im spanischen Vottoria, im chinesischen Schanghai und nicht zuletzt im italienischen Turin. Zu den Hauptkunden von Metrologic gehören die großen Automobil- und Flugzeugbauer, ihre Zulieferer, sowie die Messmaschinen- und Messgerätehersteller.
Die Akquisitionen der vergangenen Monate führten dazu, dass der Dienstleistungsanteil der Gesamterlöse in der ersten Jahreshälfte um 294 Prozent auf 5,1 Millionen Euro oder auf 35 Prozent an der Gesamtheit gesteigert werden konnte. Der Verkauf von Lizenzen und die Umsätze mit der Wartung von Anlagen trugen 65 Prozent zum Gesamterlös bei. Das Unternehmen reagiert auf die Krise, indem es seine Konkurrenzfähigkeit durch anhaltend hohe Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen verbessert und indem es seine Marketingausgaben erhöht. Bis im Jahr 2012/2013 soll der Gesamtumsatz von zuletzt 27 auf 45 Millionen Euro gesteigert werden.
Mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 12,7 und 12,6 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr ist die Aktie optisch schon vernünftig bewertet. Berücksichtigt man die Tatsache, dass das Unternehmen praktisch keine Schulden hat und Ende März über eine Nettoliquidität von rund 43 Millionen Euro oder von knapp elf Euro je Aktie verfügte (bei einem Kurs von knapp 30 Euro), so sehen die Papiere zumindest aus fundamentaler Sicht wie Schnäppchen aus. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren die Dividende massiv erhöht. Die Dividendenrendite liegt auf Basis der jüngsten Ausschüttung im März bei 3,4 Prozent.
Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.
Text: @cri
Bildmaterial: FAZ.NET, Metrologic
| Tops & Flops | Kurs | in % |
| Lufthansa | 11,06 € | +2,98% |
| Daimler | 33,21 € | +1,68% |
| MAN | 56,17 € | +1,37% |
| Volkswagen | 109,18 € | +1,32% |
| Commerzbank | 6,95 € | +1,16% |
| FMC | 34,93 € | −0,60% |
| Münchener Rück. | 105,31 € | −0,84% |
| BASF | 37,55 € | −0,84% |
| Salzgitter | 62,96 € | −0,88% |
| SAP | 31,45 € | −0,95% |
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 5.488,25 | +0,13% |
| TecDAX | 749,78 | −0,03% |
| MDAX | 7.084,74 | +0,96% |
| SDAX | 3.465,16 | +1,09% |
| REX | 372,70 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.794,25 | +0,03% |
| Dow Jones | 10.023,40 | +0,17% |
| Nasdaq 100 | 1.730,76 | +0,56% |
| S&P500 | 1.069,30 | +0,25% |
| Nikkei225 | 9.789,35 | +0,74% |
| EUR/USD | 1,4903 | +0,20% |
| Rohöl Brent Crude | 76,69 $ | +0,29% |
| Gold | 1.096,75 $ | +0,71% |
| Bund Future | 120,85 € | −0,18% |
| Gesamt- Index |
Durchschnitt 90 Tage |
Durchschnitt 200 Tage |
|
|---|---|---|---|
Aktien-Index06.11.2009 13:00 |
1315,77 | 1321,61 | 1260,60 |
Performance-Index06.11.2009 17:35 |
291,63 | 292,08 | 274,04 |
Euro-Aktien-Index06.11.2009 17:35 |
139,56 | 136,19 | 124,82 |