Fahrzeughersteller

„Ohne Billigautos gibt es kein Wachstum“

„Renault-Nissan, Tata, die Chinesen und natürlich Toyota gehen in den Markt f...

„Renault-Nissan, Tata, die Chinesen und natürlich Toyota gehen in den Markt für Billigautos. Bleibt die Frage: Warum fehlen Volkswagen, Opel und Ford?”

07. Januar 2008 An Ferdinand Dudenhöffer kommt in der deutschen Autobranche niemand vorbei. Mit seinen Prognosen schießt er gelegentlich über das Ziel hinaus. Deshalb fängt er sich auch immer viel Kritik ein. Doch gelesen werden seine Vorhersagen allemal, weil sie spritzig und prägnant sind. Gerade hat er eine Analyse zu Billigautos fertiggestellt. Seine These: Daran kommt niemand mehr vorbei. „Der Markt für Billigautos wird in den nächsten dreizehn Jahren das am schnellsten wachsende Marktsegment im Weltautomobilgeschäft.“ Über seine Thesen zu den neuen Billigautos und die Konsequenzen für einzelne Hersteller haben wir mit ihm ein Interview geführt.

Herr Dudenhöffer, was bewegt die Autobranche wirklich?
Am 10. Januar stellt der indische Konzern Tata sein 2500-Dollar-Auto vor. Mit dem neuen Fahrzeug beginnt eine neue Ära der Einfachstautos, die erhebliches Wachstum im Pkw-Weltmarkt erzeugen. Bereits zum Jahr 2015 werden 30 Prozent aller Neuwagen in den Emerging Markets Einfachstautos sein.

Fahren diese Billigkarossen denn überhaupt?
Das „One Lakh Car“ von Tata ist sogar umweltverträglich. Der Viersitzer hat einen Benzinmotor mit 30 PS, der wie beim Käfer im Heck sitzt, nutzt stärker Kunststoff als Werkstoff, und ist daher leichter und verbraucht weniger als 4 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Damit kommt ein Porsche Cayenne Turbo keine 27 Kilometer weit. Und, selbstverständlich ist der Benzinmotor auch leicht auf Ethanolbetrieb, wie etwa E85 - also Biokraftstoffe - umstellbar. Damit steht dem Einfachstauto auch der Weg nach Südamerika offen.

Autos werden doch vor allem in Industriestaaten verkauft?
Das ändert sich gerade. 90 Prozent des weltweiten Wachstums in den nächsten 13 Jahren, also bis zum Jahr 2020, kommt aus den neuen Märkten. Dies wird gravierende Veränderungen für die Bedeutung der Automobilindustrie in Europa mit sich bringen. Das Kräfteverhältnis der Branche verschiebt sich nach Asien und Ost-Europa. Die Entwicklungen der letzten sieben Jahre waren erst der „Vorgeschmack“ auf das, was sich in der Automobil- und Zulieferindustrie in der nächsten Dekade ereignen wird. Die Emerging Markets werden zum Zuliefer- und Einkaufszentrum für die europäischen Autohersteller.

Zum Börsenkurs

Welche Rolle spielt dabei das Billigauto?
In den Emerging Markets baut sich Stück für Stück eine „neue“ Automobilindustrie auf, in deren Zentrum neue Produkte stehen. Die Innovation des Jahres 2008 kommt aus Neu Dehli und nicht ein paar Tage später aus Detroit. Ratan Tata stellt in Neu Dehli sein „One Lakh Car“, also ein Fahrzeug für 2.500 Dollar vor. Damit werden alle Show Cars in Detroit über Nacht langweilig.

Sie übertreiben?
Nein, mit dem One Lakh Car treibt Tata das Wachstum der Automärkte in Indien, China und Ost-Europa. Das One Lakh Car passt in das Portemonnaie der Menschen in Indien und anderen Wachstumsmärkten.

Arbeitet denn in Europa niemand an Billigautos?
Doch, aber sie sind noch nicht so günstig wie das indische. Einen Vorgeschmack auf die Dynamik des Billigautos hat vor ein paar Jahren bereits Dacia gegeben. Früh erkannte der ehemalige Renault-Chef Louis Schweizer den immensen Zukunftsmarkt für Einfachstautos und hat das Projekt 5000 Dollar Auto ins Leben gerufen. Die ersten Dacia Logans rollten im Jahre 2004 in Osteuropa zu Preisen von 5.000 Euro plus Umsatzsteuer in die Ausstellungsräume. Über Nacht eroberte der Logan wichtige Ostmärkte. Mittlerweile wird das Auto in Indien, Iran, Marokko, Russland und Kolumbien montiert.

Gibt es auch Billigautos in Deutschland?
Ja, auch in Deutschland läuft der Logan wider Erwarten gut. Über 17.000 Logan wurden allein 2007 in Deutschland verkauft. Das sind dreimal so viele Fahrzeuge wie Ford vom Ka oder VW vom New Beetle im letzten Jahr verkauft haben und mehr Fahrzeuge als die gesamte Marke Daihatsu mit all ihren Kleinwagen.

Wie wird sich Markt für Billigautos entwickeln?
Bereits zum Jahr 2015 werden nach unserer sehr konservativen Prognose mindestens 10 Millionen Billigautos weltweit verkauft. Billigautos sind dabei definiert als Fahrzeuge, die weniger als 10.000 Dollar kosten. Drei Teilsegmente lassen sich unterscheiden. Das Segment der Fahrzeuge in der Preisgruppe 7.000-10.000 Dollar, das Preissegment 5.000-7.000 Dollar und das Ultra Low Price Car Segment von 2.000-5.000 Dollar.

Welches Gewicht werden Billigautos in sieben Jahren haben?
Der wichtigste Bereich mit etwa 40 Prozent Marktanteil ist das Teilsegment 5.000-7.000 Dollar. Etwa 35 Prozent Marktanteil oder 3,5 Millionen Fahrzeuge im Jahr 2015 entfallen nach unserer Prognose auf das Ultra-Low-Price-Segment. Und nur 25 Prozent des Marktes geht zum „oberen“ Teilmarkt von 7.000-10.000 Dollar.

In welchem Billigsegment gibt es das größte Gerangel?
Das ist die Ironie des Billigautos: Im oberenTeilmarkt zwischen 7.000 bis 10.000 Dollar entsteht der größte Wettbewerb. Das Risiko, in diesem Teilmarkt rote Zahlen zu schreiben, ist sehr hoch. Der Grund dafür: Es ist für nahezu alle Autohersteller so einfach, in dieses Segment zu gehen. Und da es einfach ist, bietet jeder an. Angeboten werden „abgespeckte“ Versionen der gängigen Kleinwagen.

Was sind abgespeckte kleine Autos?
Keine elektrischen Fensterheber, keine Servolenkung, kein Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), einfacher Sitz und so weiter - schon wird der High-Tech-Kleinwagen für unter 10.000 Dollar möglich. Die Krux dabei: In den Emerging Markets leben keine Singles, sondern Großfamilien, die Platz nachfragen. Also eher den Dacia Logan als den abgestrippten Polo nachfragen.

Na und? Reichen die Industriestaaten nicht?
Nein, denn damit wächst das Risiko, daß die eigene Marge kannibalisiert wird. Das Segment 7.000 bis 10.000 Dollar ist das Billigauto-Segment mit dem größten Risiko. Außerdem: Die größte Bedeutung erlangt das Billigauto in den Emerging Markets.

Was erwarten Sie in den Schwellenmärkten?
Etwa 9 Millionen der Billigautos, die im Jahr 2015 weltweit verkauft werden, finden in den neuen Märkten ihre Kunden. Damit steigt der Marktanteil des Billigautos von einem Marktanteil von knapp 8 Prozent im Jahre 2006 auf gut 30 Prozent im Jahre 2015.

Wer bietet Billigautos überhaupt an. Auf welche Aktien sollten Anleger achten?
In den beiden wichtigen Segmenten 2.000 bis 5000 Dollar und 5.000 bis 7.000 Dollar werden folgende Anbieter auftreten:

• Renault-Dacia (3.000 Dollar + 6.000 Dollar)
• Fiat (6.000 Dollar)
• Toyota (6.000 Dollar)
• Tata (2.500 Dollar + 5.000 Dollar)
• Maruti-Suzuki (5.000 Dollar)
• Chinesen: Cherry, Geely, Great Wall, Zhonghua, FAW, SAIC

Welche Konzerne wären ein möglicher Verkauf, weil sie Billigautos als Zukunftsmarkt meiden?
Die Konzerne GM, Ford, VW, PSA-Peugeot-Citroen, Honda planen nicht in den wesentlichen Wachstumsmärkten für Billigautos vertreten zu sein. Hyundai-Kia und Mitsubishi haben noch keine abschließenden Entscheidungen getroffen. Damit wird das Billigauto auch die Struktur der Automobilindustrie ändern. Konzerne im Volumenmarkt, wie GM, Ford, VW, PSA stehen vor Wachstumsgrenzen.

Sie haben Volkswagen nicht erwähnt?
Die Wachstumspläne von Volkswagen sind ohne Billigautos nicht realisierbar. Nach dem Zehnjahres-Strategiepapier „Mach 18“ wird von Vorstandschef Martin Winterkorn geplant, den Absatz der Kernmarke VW bis 2018 von 3,4 Millionen (2006) auf mindestens 6,5 Millionen Pkw steigern. Gut dreiviertel dieser Steigerung ist nach unserer Ein-schätzung nur durch Wachstum in den neuen Märkten möglich.

Will Volkswagen etwa kein Billigauto bauen?
VW hat explizit die Produktion eines Billigautos ausgeschlossen, sondern will lediglich im hart umkämpften Segment der 7.000-10.000 Dollar Kleinwagen in den Markt gehen. Daher besteht ein Wachstumsrisiko.

Warum fehlen denn Volkswagen, Opel und Ford im Markt für ganz billige Autos?
Vielleicht, weil es für die Ingenieure in Wolfsburg oder Rüsselsheim keine Autos sind, auf die ein deutscher Ingenieur stolz sein kann. Es spricht viel für die Vision des Ratan Tata. Der Markt der Billigautos wird in den nächsten dreizehn Jahren das am schnellsten wachsende Marktsegment im Weltautogeschäft. Renault-Nissan, Tata, die Chinesen und natürlich Toyota gehen in den Markt. Sie haben erkannt: Ohne Billigauto kein Wachstum.


Das Gespräch führte Thomas Schmitt



Text: FAZ.NET
Bildmaterial: F.A.Z, F.A.Z., Ferdinand Dudenhöffer, B&D-Forecast-Studie, Privat

© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2009.
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte erwerben

Automobilindustrie

Es gab schon schönere Zeiten

Die Autohersteller stehen vor einem schwierigen Jahr. Klimaschutz und steigender Spritpreis verleiden die Lust am Fahren. Mercedes, BMW und Audi sind geschockt. Mehrere Tausend Euro kann der Klimaschutz pro Neuwagen kosten. Und auch in Amerika sind die Prognosen nicht rosig. Von Henning Peitsmeier

Das Billigstauto ist keine Utopie

Wer soll das bezahlen? Wer hat so viel Geld? Diese Fragen stellen sich Automobilhersteller immer häufiger, ob der strengen Umwelt- und Sicherheitsauflagen. Und scheinbar ungebremst steigen Rohstoff- sowie Energiekosten.

Branchenanalyse

Autoaktien rasen bald wieder auf der Überholspur

Der Automarkt in Amerika wird 2008 nicht wachsen. So schockte der Chef von General Motors, Rick Wagoner, die Börse. Doch die Autohersteller stellen sich darauf ein. Sie senken die Kosten und steigern die Effizienz. Gut für die Kurse.

Europäische und amerikanische Börsen

Hohe Kursabschläge nach neuen Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt

Überraschend schwache Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt haben an den europäischen Aktienmärkten am Freitag zum Teil hohe Kursverluste ausgelöst. Der Leitindex für die Standardwerte des Euro-Raums, Euro Stoxx 50, schloss mit einem Minus von 1,5 Prozent bei 4270,5 Punkten.

Aktien-Analyse

Daimler könnte 2008 zu den besseren Dax-Aktien zählen

Die Daimler-Aktie hat sich im fast abgelaufenen Jahr ganz gut geschlagen. 2008 könnte sich das fortsetzen. Denn nach der Trennung von der defizitären Tochter Chrysler ist der Autobauer bei den Anlegern wieder deutlich beliebter.

Automobile

BMW-Aktie läuft dem Markt hinterher

Die Aktie der BMW AG scheint günstig zu sein. Allerdings läuft sie dem Markt und den Papieren der Konkurrenten schon seit Jahren hinterher. Das Unternehmen hat eine gewisse Ertragsschwäche, der Automobilbereich wächst nur mäßig.

Vor allem Leiharbeiter in Leipzig betroffen

8000 BMW-Stellen weg - die IG Metall bleibt gelassen

Kurz vor Weihnachten müssen Tausende Beschäftigte von BMW um ihren Arbeitsplatz fürchten. 8000 Stellen will der Autokonzern im kommenden Jahr abbauen, um die Rendite zu steigern. Betroffen sind zuerst die Leiharbeiter im Werk Leipzig. Deshalb sieht die Gewerkschaft das gelassen. Die Börse reagiert positiv.

Gute Verkaufszahlen

Gewinnsprung bei Volkswagen

VW hat vor allem deutliche Zuwächse beim Verkauf der Pkw-Marken Audi und Skoda und in der Nutzfahrzeugsparte verbucht. Das schlägt sich nun in den Quartalszahlen nieder. Der Gewinnsprung ist höher als erwartet. Die Anleger beeindruckt das kaum.

Automobilindustrie

Gute Nissan-Zahlen helfen Renault-Aktie

Überraschend gute Geschäftzahlen legte der japanische Autobauer Nissan vor. Doch trotz eines zweistelligen Kursplus' vermag die Aktie nicht recht zu überzeugen - schon eher die der Mutter Renault.

Automesse

Renaults neue Qualitäten

Mit dem Laguna wollen die Franzosen endlich in Deutschland ankommen. Die Mittelklasselimousine soll den ersten Beweis liefern, dass es französische Autos in punkto Qualität mit den deutschen Wettbewerbern aufnehmen können.

Automobilindustrie

Die Franzosen setzen auf das Projekt D

Am Dienstag verkündet der neue Chef von Peugeot-Citroën seinen Achtjahresplan. Es soll sich einiges ändern. Christian Streiff fordert mehr Tempo - und deutsche Qualität im Auto.

Toyota überholt Ford in Amerika

Schlechte Konjunkturaussichten und steigende Inflationssorgen dämpfen die Konsumlust der Amerikaner. Eine Folge: Der amerikanische Automarkt wird 2008 nicht wachsen. Mit dieser Aussage brachte der Chef von General Motors, Rick Wagoner, den Kern mehrerer Prognosen auf den Punkt.

Los Angeles Auto Show

Auch das grüne Auto ist ein großes Auto

Amerika denkt um: Nicht mehr groß und stark muss das Auto sein, sondern groß und sparsam. Der Hybrid-Hype ist voll angekommen. Auch General Motors bekennt sich dazu. Deutsche Hersteller halten mit Selbstbewusstsein dagegen. Von Boris Schmidt

Toyota-Chef Watanabe

„Wir werden jedes Jahr eine Million Hybridautos bauen“

Toyota-Präsident Katsuaki Watanabe will die Öko-Vorreiterrolle seines Konzerns ausbauen und die Japaner zum größten Autobauer der Welt machen. Für Watanbe laufen die Geschäfte rund - nur Deutschland bildet da eine Ausnahme.

Automobile

Toyota verdient in einem Jahr 10 Milliarden Euro

Toyota Motor peilt nach einem Rekordüberschuß von 10 Milliarden Euro im vergangenen Geschäftsjahr neue Höchstmarken an. Für 2006 hat sich der Vorstand des japanischen Autobauers den Verkauf von 8,4 Millionen Fahrzeugen vorgenommen.

Glosse Wirtschaft

Es braucht eine Sensation

Renault steht vor einem kritischen Jahr. 2008 wird sich entscheiden, ob das Unternehmen bis Ende 2009 800 000 Modelle mehr als 2005 absetzen kann. Konzernchef Carlos Ghosn hat seine Amtszeit eng mit so ehrgeizigen Zielen verknüpft, ...

Autoindustrie

Ladenhüter auf vier Rädern

Die Autoindustrie hakt das Jahr 2007 ab. Zwar machen insbesondere die deutschen Marken glänzende Geschäfte im Ausland, läuft die Produktion in vielen Werken auf Hochtouren. Aber im Inland verweigert sich der private Autokäufer hartnäckig. Von Henning Peitsmeier

Autos

Die Deutschen drücken den Preis

Neue Autos standen bei den Deutschen im vergangenen Jahr nicht sehr hoch im Kurs. Darum haben die Autohändler einander mit immer neuen Rabatten unterboten. Den Citroën C3 gab es mit rund 29 Prozent Rabatt, für den größeren Renault Scenic ließ sich fast genauso viel herausholen.

Devisenmarkt

Viele Gründe für eine Aufwertung asiatischer Währungen

Spezial Die Währungsreserven vieler asiatischer Staaten haben wirtschaftlich vernünftige Maße vielfach weit überschritten und sorgen für immer mehr Probleme. Auch aus politischer Sicht dürfte der Aufwertungsdruck zunehmen.

Expertengespräch

Ostasien: Erst am Anfang der Outperformance

Chinas Wirtschaft wächst und wächst. Doch die Stimmen mehren sich, dass die Ungleichgewichte den Erfolg gefährden. Henry Chan, Leiter des Bereichs Asiatische Aktienmärkte bei Baring Asset Management, sieht die Region dagegen erst am Anfang einer überdurchschnittlichen Entwicklung.

Leitartikel Wirtschaft

Starkes Asien

Das Herz der deutschen Unternehmen, die mit Asien Geschäfte machen, schlägt bis zum Wochenende in der koreanischen Hauptstadt Seoul. Die elfte Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Wirtschaft ist weit mehr als ein Familientreffen an entlegener Stelle.

nach oben

F.A.Z. Electronic Media GmbH 2001 - 2009

Quellen: Technologie und Kursdaten von der TeleTrader Software AG sowie Fondsdaten aus der FWW-Fondsdatenbank, FWW GmbH. Dieser Service ist powered by X.finance GmbH & Co. KG, © 2009. Alle Börsendaten werden mit mindestens 15 Minuten Verzögerung dargestellt.