
Daß die Ausbildung an chinesischen Universitäten nicht die Beste ist, gerade in Englisch, habe ich bei meinem Aufenthalt in Hangzhou sehen können. Daß es an den Einstiegsgehältern liegen soll, wenn die jungen Absolventen nicht entsprechend ihrer Profession arbeiten, glaube ich allerdings nicht. 200 Euro, also 2000 Yuan Einstiegsgehalt sind weit mehr als der Landesdurchschnitt, und auch mehr als der Durchschnitt dessen, was Städter verdienen. Damit kann man sich in Shanghai sicherlich keine Wohnung westlichen Standards leisten, aber chinesischen Standards. Hinter den Gehältern steht ja auch keine Wirtschaftskraft westlichen Standards. Wenn man bedenkt, daß die Kaufkraft des Yuan in China, beschränkt auf die zum Leben notwendigen Dinge, meiner Erfahrung nach ungefähr der halben Kaufkraft des Euro in Deutschland entspricht, man mit 2000 Yuan also ungefähr so über die Runden kommt wie mit 1000 Euro hier, wird man jedenfalls keine Überlebenssorgen haben. Wanderarbeiter und normale Angestellte verdienen weit weniger.

Bald kann uns der Chinese
keine Angst mehr einjagen,
schließlich arbeiten wir
fleißig daran, das Niveau
der deutschen Diplom-Studiengänge
unter dem Vorwand von Bologna
und auf Druck der Wirtschaft
immer weiter zu senken.
Dadurch werden wir auch bald
ein Heer von sogenannten
Hochschulabsolventen haben,
die letztlich auf der Uni
nur das nachgeholt haben,
was eigentlich schon Bestandteil
des Abiturs hätte sein müssen.