Warren Buffett

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Von Thomas Schmitt

Kein bißchen müde: Milliardär Warren Buffett

Kein bißchen müde: Milliardär Warren Buffett

Warren Buffett denkt auch im Alter von 76 Jahren noch nicht an den Ruhestand. Täglich schlendert der zweitreichste Mann der Welt mit großem Elan zur Arbeit. Durch geschickte Investitionen ist er reich geworden.

Der Mensch

Warren Buffett ist 76 Jahre alt und kein bißchen müde. Jeden Tag „steppt“ der Milliardär mit den dünnen grauen Haaren und der Hornbrille mit Freude zur Arbeit. So redet er über sich, aber das ist keine Übertreibung. Er war der Musterschüler des legendären Professors und Investors Benjamin Graham, für den er auch eine Weile arbeitete. Dann zog es ihn zurück in seine Heimatstadt Omaha im Bundesstaat Nebraska.

In den fünfziger Jahren begann er dort mit ein paar Dollar und dem Geld von einigen Geschäftspartnern als Vermögensverwalter. Deren und sein Vermögen mehrte er stetig und besser als alle anderen. Allein durch geschickte Investitionen ist er so zum zweitreichsten Mann der Welt geworden.

Seinen einfachen Lebensstil hat er deshalb nicht geändert: Er trinkt am liebsten Kirsch-Cola, ißt gerne Hamburger oder ein saftiges Steak und liest auch am Feierabend noch Geschäftsberichte. Selbst Milliardendeals analysiert er sekundenschnell ohne Taschenrechner - dank eines Elefantengedächtnisses und einer einmaligen mathematischen Begabung. Geld verführt ihn nicht, und er will auch nicht, daß dies bei seinen Kindern so ist. Deshalb gehen etwa 37 Milliarden Dollar seines Vermögens an die Stiftung seines Freundes Bill Gates, den Gründer von Microsoft.

Das Konzept

Buffett kauft Unternehmen und Aktien, wenn er sie für günstig hält. Das gelang ihm über vier Jahrzehnte so gut wie keinem anderen, weil er schneller und früher als die Masse in seinen Unternehmen Werte entdeckte, die andere nicht oder noch nicht sahen.

Die Lehre

Buffett kauft nur das, was er kennt und wirklich versteht. Von Internet- und Technologieaktien hat er immer die Finger gelassen, weil er deren Zukunftsaussichten nicht zuverlässig einschätzen konnte. Das brachte ihm um die Jahrtausendwende Hohn und Spott ein, aber am Ende behielt er recht. Seine Aktie - Berkshire Hathaway - ist zwar nominal teuer, aber extrem solide.

Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Bildmaterial: AP, F.A.Z.

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